Nicht nur bei Sportlern kommt es vor, dass sie sich einen Bänderriss zuziehen. Doch bei ihnen ist die Gefahr schon etwas größer, dass sie sich bei ihrer Sportart eine Verletzung zuziehen. Wenn man am Fußgelenk einen Bänderriss erleidet, passiert das meistens, wenn man mit dem Fuß umknickt. Das kann natürlich auch Nicht-Sportlern passieren.


In dem Fall passiert das anscheinend meistens, wenn man die Treppen runter geht oder man eine Stufe oder zum Beispiel im Wald eine Wurzel übersieht. Wenn man umknickt und es ein Geräusch macht, als wenn ein Gummi reißt, dann ist man meistens von einer schlimmeren Verletzung betroffen. Wenn der Patient dann über starke Schmerzen klagt und die Funktion des Gelenkes beeinträchtigt ist, spricht auch hier vieles für einen Bänderriss, der natürlich behandelt werden muss.

Wo treten Bänderrisse vermehrt auf?

Eine Stelle, wo recht häufig etwas passiert, ist das Sprunggelenk. In dem Fall muss der Patient operiert werden und ist einige Zeit außer Gefecht, da diese Verletzung schon eine der schwierigeren ist.

Das Kreuzband über der Kniescheibe ist allerdings dann noch aufwändiger zu behandeln. Bei einem Kreuzbandriss muss der Patient genauso operiert werden, muss im Nachhinein oft zur Krankengymnastik oder in eine Reha. Zudem muss er zur Stabilisation des Kniegelenkes noch für einige Zeit eine Schiene tragen. Diese Verletzung passiert allerdings überdurchschnittlich oft Sportlern, besonders zu erwähnen sind dabei die Fußballer.

Es gibt aber auch Bänderrisse, die an der Handwurzel, im Daumen und am Ellenbogen auftreten können und ebenso behandelt werden müssen, da sonst außer den Schmerzen auch ein Funktionsausfall auftritt, der eben eine Behandlung unabdingbar macht.

Welche ähnlichen Verletzungen gibt es?

Ein Bänderriss tritt besonders häufig im Sport auf. © Fotolia.com

Ein Bänderriss tritt besonders häufig im Sport auf.
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So können ebenfalls Bänderdehnungen auftreten, die in ihrer Schmerzhaftigkeit einem Bänderriss in nichts nachstehen und die auch in der Abheilung eine längere Zeit brauchen. Sie werden meistens konservativ ebenfalls mit Schienen und eventuell mit Krankengymnastik behandelt.

Sehnenrisse oder auch Rupturen genannt, können auftreten, wenn die betroffenen Sehnen zu plötzlich eine Bewegung ausführen sollen. Auch hier wird mit einer konservativen Behandlung die entsprechende Stelle ruhig gestellt.

Welche weitere Möglichkeit der Behandlung gibt es?

Egal, ob Sportler oder Hausfrau, bevor man zu einem Arzt geht, weil die Schmerzen immer stärker werden und die entsprechende Stelle vielleicht anschwellt oder sich verfärbt, ist die allererste Hilfe, die Stelle der Verletzung gut zu kühlen.

Am besten nimmt man dazu Kühlakkus aus dem Eisfach, wickelt diese in ein Küchenhandtuch ein und kühlt nun die Stelle. Das Küchentuch deshalb, dass man sich durch die Kälte nicht noch Erfrierungen zu zieht, das kann nämlich sonst sehr schnell passieren.

Sehnenriss bei vorgeschädigten Sehnen

Bei einer plötzlichen, ruckartigen Bewegung, die die Sehne und/oder den zugehörigen Muskel überbelastet, erleiden viele Menschen einen Sehnenriss (Ruptur). In so einem Fall ist dazu zu sagen, dass die betroffene Sehne schon vorgeschädigt war, denn selten reißt eine gesunde Sehne.

Die häufigsten Verletzungen dieser Art betreffen das Knie oder den Oberarm, sowohl Bizeps als auch Schulter. Unter denselben Umständen kann man auch einen Kreuzbandriss, Bänderriss oder aber, wenn man noch etwas mehr Glück gehabt hat, eine Bänderdehnung erleiden.

Durch gezieltes Training Sehnenriss vorbeugen

Sehnen sind aus kollagenen Faserbündeln, welche sehr zugfest sind, aufgebaut. Diese Zugfestigkeit lässt sich trainieren, so kann man Sehnenrissen oder ähnlichen Verletzungen vorbeugen. Zu einer degenerativen Veränderung kommt es ab einem Alter von 30 Jahren, da dann die Elastizität des Sehnengewebes nachlässt. Und dann kommt es auch viel schneller zu einem Sehnenriss, der nicht selten bei alltäglichen Belastungen auftritt.

Gesunde Sehnen reißen nur bei äußerer Gewalteinwirkung oder wirklich unter extremen Belastungen. Man unterscheidet zwischen einer teilweise und einer vollständig gerissenen Sehne, genauso wie beim Bänderriss, der ein teilweiser oder vollständiger Riss sein kann. Oftmals kommt es auch zu einem Sehnenausriss. Vorbeugend ist so zum Beispiel vor sportlicher Betätigung immer eine Aufwärmung erforderlich.

Sehnenverletzungen können auftreten bei:

  • höchster Muskelanspannung
  • Schlag, Tritt oder Aufprall beim Sturz auf die gespannte Sehne
  • schnelle, aufeinanderfolgende Belastungen

Viele Sportler erleiden einen Sehnenriss

In bestimmten Sportarten treten Sehnenverletzungen oder Sehnenrisse oft auf. So sind Tennisspieler, Skifahrer, Läufer, Fußball-, Volley- und Basketballspieler häufig davon betroffen. Ist die Sehne vollständig gerissen, so tritt ein intensiver, plötzlicher Schmerz auf, der nicht selten von einem lauten, knallartigen und unangenehmen Geräusch begleitet wird. Der entsprechende Muskel kann nicht mehr gebeugt beziehungsweise gestreckt werden. Oftmals ist auch an der Stelle, wo die Sehne gerissen ist, eine Delle sichtbar, während es dort, wo der Muskel zusammengezurrt ist, zu einer Ausbuchtung kommt.

Nach einer solchen Verletzung kommt es zu einer Verfärbung und Schwellung. Teilsehnenrisse werden oftmals gar nicht als solche erkannt. Es treten plötzlich Schmerzen auf, die aber sehr schnell nachlassen können und deshalb nicht weiter beachtet werden.

Sehnenriss-OP – Trotz Ruhigstellung frühzeitig mit der Krankengymnastik beginnen

Ist es zu einem akuten Sehnenriss gekommen, so wird man um eine Operation nicht herum kommen. Entweder wird dann die Sehne genäht oder es wird eine Verschraubung vorgenommen, je nachdem, wo die Sehne gerissen ist. Nach der Operation wird ein Gipsverband oder eine Schiene verordnet, die eine Ruhigstellung sicherstellt.

Um einer chronischen Sehnenentzündung entgegen zu wirken, werden oftmals Medikamente mit entzündungshemmender Wirkung verabreicht. Geht es um einen Achillessehnenriss, so ist eine Thrombosevorbeugung erforderlich, die auch nach der Abnahme des Gipsverbandes oder der Schiene fortgesetzt wird.

Nach der Operation ist Krankengymnastik angesagt, und zwar kann damit bereits einen oder zwei Tage nach der OP begonnen werden.

Sportverletzung Kreuzbandriss

Von einem Kreuzbandriss ist die Rede, wenn eine komplette oder partielle Ruptur (Riss) eines oder zwei Kreuzbänder vorliegt. Die Ursache für einen Kreuzbandriss ist ein unerwarteter Richtungswechsel beim Springen oder Laufen und wird in vielen Fällen ohne Fremdeinwirkung hervorgerufen.

Der Kreuzbandriss ist eine Verletzung im Bereich des Knies. Es kommt aber auch vor, dass nur eine Bänderdehnung vorliegt, hier handelt es sich um eine strukturelle Verletzung des Bandes. Es ist auf keinen Fall möglich, diese Art von Verletzung von einem Bänderriss zu unterscheiden. Da die Übergänge flüssig ineinander übergehen, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Ein Sehnenriss entsteht bei plötzlicher Überbelastung oder ruckartige Kontraktion des Muskels.

Symptome

Beim Kreuzbandriss schwillt das Kniegelenk sichtbar an und führt zu starken Schmerzen, weil eine Kapseldehnung vorliegt. In 95 % aller Fälle entsteht ein blutiger Gelenkerguss, dieser schränkt die Beweglichkeit des Gelenkes ein. Sehr oft ist das Zerreißen des Bandes mit einem vernehmbaren „Plopp” verbunden. Anschließend folgt ein kurzer, stechender Schmerz. Wenn der Schmerz etwas nachlässt, bemerkt der Leittragende schnell, dass das Knie instabil ist.

Das Einbluten des Gelenkes (Gelenkerguss) stellt sich oft erst nach Stunden ein. Das Knie muss in Schonhaltung gehalten werden, da es sich nicht mehr durchstrecken lässt. Bei 80 % aller Kniebandrisse, entstehen Begleitverletzungen. Bei 42 % der Fälle wird eine Ruptur des Innenmeniskus und bei 62 % eine Ruptur des Außenmeniskus diagnostiziert.

Diagnostik

Ein Kreuzbandriss entsteht im Knie. © Fotolia.com

Ein Kreuzbandriss entsteht im Knie.
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Bei einer Ruptur des vorderen Kreuzbands, wird anhand des Schubladen-Test eine Diagnose gestellt. Bei einem gebeugten, Knie kann der Unterschenkel von hinten nach vorne geschoben werden. Es kommt zum charakteristischen hinteren Schubladen-Test, wenn es sich um das hintere Kreuzbandriss handelt: Beim gebeugten Knie, kann der Unterschenkel von vorn nach hinten geschoben werden.

Die, durch einem Kreuzbandriss entstehende Instabilität, ist für eine Überbelastung des Innen- und Außenmeniskus verantwortlich. Wird dies nicht durch eine Operation behoben, kommt es zu einer Knorpelbeschädigung mit Arthrose oder zu einem Meniskusriss.

Die Diagnose kann durch ein MRT-Kernspin erfolgen. Oft ist die Diagnostik durch ein Kernspin nicht richtig. Hier kommt es auf die richtige Positionierung des Kniegelenkes bei der MRT-Untersuchung an. Auf Röntgenaufnahmen kann man nicht gut erkennen, ob beide Kreuzbänder gerissen sind oder nicht. Die hundertprozentige diagnostische Sicherheit bietet eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie).

Risiken

Der Kreuzbandriss ist nicht nur die häufigste Form der Bandverletzung des Knies, sondern auch die klinisch relevanteste Verletzung des Knies. Die Risikofaktoren Geschlecht und Sportart spielen hier nicht nur eine Rolle, sondern auch genetische Prädisposition, hormonelle Faktoren sowie neuromuskuläre Effekte.

Zu den äußeren Risikofaktoren zählen Wetter, Bodenbeschaffenheit sowie Schuhwerk.

Was ist eine Ruptur?

Als Ruptur wird in der Medizin die Zerreißung oder der Riss eines inneren Organs, Muskels, Gefäßes, Bandes oder einer Sehne bezeichnet. Das Wort Ruptur stammt aus dem Lateinischen und bedeutet “Zerreißung, Durchbruch”. Wir stellen Ihnen hier einige Arten von Rupturen vor, die häufig vorkommen.

Bänderriss

Als Bänderriss, Bandruptur oder Bandverletzung wird die teilweise oder vollständige Zerreißung eines Gelenkbandes bezeichnet. Der Übergang von der Bänderdehnung, bei der das Band nur überdehnt wird, ist fließend. Der Bänderriss äußert sich durch einen lokalen Schmerz oder Funktionsausfälle. Es kann je nach Lokalisation eine Aufklappbarkeit von Gelenken auftreten oder das sogenannte Schubladenphänomen. Häufige Bandverletzungen sind:

  • Ruptur des Außenbandes des oberen Sprunggelenkes
  • Seitenbandriss am Knie
  • Kreuzbandriss am Knie
  • Im Rahmen einer Ellenbogenluxation kann das ulnare Seitenband reißen
  • Ruptur des Seitenbandes des Daumens im Daumengrundgelenk
  • Ruptur der Bänder in der Handwurzel

Kreuzbandriss

Als Kreuzbandriss oder Kreuzbandruptur wird der unvollständige oder vollständige Riss eines oder beider Kreuzbänder bezeichnet. Er tritt auf, wenn die Reißfestigkeit des Bandes überschritten wird. Fremdeinwirkung ist hier selten die Ursache. Meist kommt er zustande, wenn beim Laufen oder Springen plötzlich die Richtung gewechselt wird. Am Kniegelenk gehört er zu den häufigsten Verletzungen und äußert sich durch ein Anschwellen des Kniegelenks verbunden mit einem blutigen Gelenkerguss und Schmerzen.

Sehnenriss

Eine Ruptur der Riss eines inneren Organs, Muskels, Gefäßes, Bandes oder Sehne. © Fotolia.com

Eine Ruptur der Riss eines inneren Organs, Muskels, Gefäßes, Bandes oder Sehne.
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Als Sehnenriss oder Sehnenruptur bezeichnet man den Einriss oder die Zerreißung einer Sehne. Sie kann auftreten, wenn diese überbelastet wird oder der zugehörige Muskel ruckartig kontrahiert wird. Oft ist die Sehne bereits vorgeschädigt. Unter den Sehnenrissen sind am häufigsten:

  • der Achillessehnenriss
  • die Quadrizeps-Sehnenruptur und Patellarsehnenruptur am Knie
  • der Bizepssehnenriss am Oberarm und Riss der Rotatorenmanschette an der Schulter

Milzriss

Diese Ruptur kommt meist durch stumpfe Bauchtraumata zustande, kann aber auch durch Operationen verursacht werden. Sie äußert sich durch Schocksymptomatik, Schmerzen, die von der linken Schulter ausstrahlen, eine Hyperästhesie der Haut, Schmerzen bei Druck auf die Milz und eine gespannte Bauchdecke.

Blasenriss

Eine Blasenruptur ist ein Riss der Harnblasenwand, der durch Gewalteinwirkung entsteht. Daraufhin entleert sich der Inhalt der Blase in die Bauchhöhle oder in das Gewebe ringsum. Als Symptome treten auf:

  • Unterbauchschmerzen
  • blutiger Urin
  • Harndrang, der nicht unterdrückbar ist
  • Wasserlassen, das erschwert ist
  • Harnverhaltung

Neben diesen gibt es noch andere Rupturen, wie die Ruptur der Niere oder Leber. Infolge eines Herzinfarktes kann ein Herzwand-Aneurysma auftreten.

Risse können auch angeborene Schädigungen des Gewebes sein.

Bänderdehnung

Eine Bänderdehnung ist meistens die Folge eines Sportunfalls. Sie entsteht durch eine extreme Bewegung des Gelenks. Am Häufigsten zählen hierzu das Umknicken mit dem Fuss oder eine Verdrehung des Knies. Auch gewaltsame Einwirkung von aussen auf die Gelenke, wie ein Tritt beim Fussball, können zu einer Bänderdehnung führen.

Symptome einer Bänderdehnung

Die typischen Symptome sind Schwellungen und Schmerzen im betroffenen Gelenk. Die Schmerzen treten besonders dann hervor, wenn die Betroffenen das entsprechende Gelenk bewegen. Im Gegensatz zu einem Bänderriss, bei dem das Band gerissen und nicht mehr belastungsfähig ist (Ruptur), ist das betroffene Band bei einer Dehnung weiterhin stabil und belastbar. Somit können Betroffene trotz der Schmerzen gehen und stehen.

Diagnostik einer Bänderdehnung

Bei der Diagnose lässt sich der Arzt zuerst den Unfallhergang schildern und tastet das Gelenk ab. Besteht die Verletzung am Fuss führt der Arzt einen sogenannten Aufklapptest durch. Bei diesem Test wird festgestellt, ob der hintere Teil des Fusses nach innen klappt. Ist dies der Fall, liegt der Verdacht auf einen Aussenbandriss.

Ist das Kniegelenk von einer Verletzung betroffen, wird ein sogenannter Schubladentest durchgeführt. Hierbei prüft der Arzt ob sich der Unterschenkel des Patienten wie eine Schublade nach vorne ziehen lässt. Ist dies der Fall, liegt der Verdacht auf einem Kreuzbandriss des Knies.

Therapie einer Bänderdehnung

Bei einer Bänderdehnung beginnt die Therapie unmittelbar nach dem Auftreten der Schmerzen. Mit dem sogenannten PECH-Schema lässt sich schnell Erste Hilfe leisten. Die einzelnen Buchstaben stehen für die Reihenfolge der Maßnahmen. Als Erstes sollte die sportliche Betätigung sofort abgebrochen werden. Danach empfiehlt es sich das betroffene Gelenk zu kühlen um einer Schwellung entgegen zu wirken. Falls möglich sollte anschließend ein Druckverband, eine Kompression, um das Gelenk gelegt werden.

Durch die vorherige Kühlung kommt es zu einer gesteigerten Durchblutung, welche die Schwellung verstärken würde. Als letzte Maßnahme sollte das verletzte Gelenk hoch gelagert werden. In dieser Position kann das Blut leichter über die Venen abfließen und wirkt so ebenfalls einer Schwellung entgegen.

Risiken einer Bänderdehnung

Wird das betroffene Gelenk nach einer Bänderdehnung nicht ausreichend geschont besteht die Gefahr, dass die Bänder keine richtige Stabilität mehr aufweisen und somit bei der nächsten Verletzung die Bänder komplett reissen.

Dies würde eine noch längere Schonzeit und gegebenenfalls sogar eine Operation nach sich ziehen.