Bei einem Ekzem handelt es sich um eine Erkrankung der oberen Hautschichten. Dabei ist die Haut entzündet. Das Wort “Ekzem” ist nur ein Oberbegriff für verschiedene Entzündungen mit unterschiedlichen Ursachen. Dabei beschreibt es bis zu vierzig Prozent aller häufigen Hauterkrankungen.


Ein Ekzem ist nicht ansteckend und hält sich nur im oberflächlichen Bereich der Haut auf. Häufig juckt es und zeigt sich durch kleine Bläschen oder abgestorbene Hautschuppen. Man unterscheidet die Art der Ekzeme nach dem Auslöser und somit zwischen dem exogenen und endogenen Ekzem.

Das exogene Ekzem

Es wird durch äußere Einflüsse ausgelöst, man nennt es auch Kontaktekzem. Dabei gibt es allergische (zum Beispiel ausgelöst durch Nahrungsmittel, Metalle oder Stoffe) und nichtallergische Formen (ausgelöst durch zum Beispiel Reinigungsmittel oder andere chemische Stoffe).

Das endogene Ekzem

Es wird durch innere Einflüsse hervorgerufen. Es entsteht durch eine genetische Veranlagung und etwa 10 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Besonders häufig zeigt sich dabei das atopische Ekzem, auch bekannt unter Neurodermitis. Häufig bestehen bei den Betroffenen auch andere Krankheiten wie Bronchialasthma, Nahrungsmittelallergien oder Heuschnupfen.

Was kann man gegen ein Ekzem tun?

Eine allergische Reaktion der Haut ist eine der häufigsten Ursachen für Ekzeme.

Eine allergische Reaktion der Haut ist eine der häufigsten Ursachen für Ekzeme.

Damit der Arzt die Herkunft der Hautprobleme erkennen kann ist es wichtig, sich daran zu erinnern mit welchen Substanzen man vor der Entstehung zu tun hatte. Kommt es zum Beispiel auf dem Kopf oder im Gesicht zu Ausschlägen dieser Art, kann es sich zum Beispiel um eine Reaktion auf Pflegemittel, Haarfärbemittel, Kosmetika, Cremes, Rasierwasser, Lippenbalsam oder Kaugummi handeln. Ist der ganze Körper betroffen, kann es sich um eine Allergie auf Kleidungsfasern, Duschgel, Bodylotion oder auf Medikamente handeln.

Je nachdem, welche Ursache vorliegt wird der Arzt eventuell einen Allergietest machen und entsprechende Salben oder Medikamente verschreiben. Für den Patienten ist nun wichtig seine Haut zu schonen. Das bedeutet, es sollte auf Sonnenbäder verzichtet werden, ebenso auf heiße Bäder, reizende Stoffe oder auf alkalische Seifen und Putzmittel.

Ansonsten kann der Patient auf O/W Emulsionen, Schüttelmixturen oder Ölbäder zurückgreifen. Feuchte oder fettfeuchte Verbände können bei offenen und nässenden Hautprobleme angewendet werden.
Helfen diese Maßnahmen nicht, können zeitweise kortisonhaltige Präparate eingesetzt werden, ebenso wie die Einnahme von Zinkpräparaten oder pflanzlichen Mitteln.

Die verschiedenen Stadien von Ekzemen

Ein Ekzem durchläuft in seiner Entwicklung verschiedene Stadien in der Smyptomatik.
Man differenziert zum einen das chronische Stadium und zum anderen das akute Stadium.

Das akute Stadium zeichnet sich durch Hautrötungen und ggf. Pustelbildung aus. Diese Pusteln sind selten größer als Stecknadelköpfe und mit Flüssigkeit gefüllt. Normalerweise verheilt dies nach einigen Tagen. Die vorhandenen Bläschen oder Pusteln platzen nach kurzer Zeit und nässen. Dann veröden oder trocknen sie aus, es bildet sich eine Kruste. Diese fällt nach einigen Tagen ab und die Haut darunter hat sich erneuert. Diesen Prozess kann man mit bestimmten Toniken und Salben unterstützen. Das chronische Stadium ist dadurch erkennbar, dass ein akutes Ekzem nicht zum Abheilen kommt.

Durch dauernde oder wiederkehrende (Haut-) Irritation wird der Heilungsprozess gestört, sodass sowohl Hautrötungen, Schuppen, Bläschen und Pusteln simultan auftreten und zeitgleich verschiedene Stadien der Heilung und Irritation aufeinander treffen. 
Zusätzlich zu diesen Symptomen können Knötchen und irritationsbedingte Kratzspuren entstehen. Dadurch schwillt die Haut an. Das Hautbild im Ganzen gröber wird.Häufige Komplikationen sind Superinfektionen durch Bakterien oder Viren. Da die hauteigene Schutzbarriere gestört ist, können Viren und Bakterien in den Körper eindringen und dort eben Infektionen verursachen. 

Die verschiednen Formen von Ekzemen

Neben den verschiedenen Stadien der Ekzeme gibt es auch verschiedene Formen. Diese sind das atopische Ekzem, das allergische Kontaktekzem und das toxische Ekzem.
Das atopische Ekzem
Das atopische Ekzem ist eine Erkrankung, die sich nicht lokal beschränkt. Dies bedeutet, es kann am gesamten Körper ausbrechen. Der bekanntere Name des atopischen Ekzems ist Neurodermitis. Erkennbar ist Neurodermitis an einem Juckreiz, geröteter Haut, teilweise nässenden Wunden und Schuppenbildung. Wahrscheinlich wird sie hervorgerufen durch eine nervliche Disbalance und Stress.
Ein weiteres Kriterium des atopischen Ekzems ist die Nicht-Ansteckbarkeit. Atopische Ekzeme gelten als nicht heilbar, aber behandelbar. Insgesamt verläuft die Erkrankung individuell unterschiedlich und kann zu verschiedenen Lebenszeitpunkten und unterschiedlichem Alter ausbrechen. Auch der Schweregrad ist unterschiedlich.

Das allergische Kontaktekzem

Das allergische Kontaktekzem tritt bei Berührung mit allergenen Stoffen und Substanzen am Ort der Berührung auf. Dies ist als eine verspätete spezifische Antwort des Immunsystems zu sehen auf ein Kontaktallergen. Diese Art Ekzem ist eigentlich nicht weiter schlimm, wird es aber, wenn man diese Immunantwort ignoriert.
Dementsprechend sollte man die normalen Behandlungswege bei Hautirritationen dieser Art auch hier anwenden und auf jeden Fall die Ursache durch ärztliche Tests herausfinden, damit eine Wiederholung unwahrscheinlich ist. Achtet man darauf, das Kontaktallergen zu vermeiden, tritt auch keine Veränderung der Haut mehr auf. Tut man dies jedoch nicht und hat ggf. häufig Kontakt, können die Reaktionen der Haut sogar schlimmer werden.

Das toxische Ekzem

Als dritte Hauptgruppe fehlt noch das toxische Ekzem. Das toxische Ekzem entsteht bei Kontakt mit Toxinen, also Giften. Durch diesen Kontakt wird die Haut direkt geschädigt und es kommt zu akuten oder sogar chronische ekzematösen Veränderungen der Haut. Akut bedeutet in dem Fall ein einmaliger Kontakt mir sofortiger Schädigung und chronisch, sollten die Kontakte regelmäßig oder in schneller Folge passieren.

Wie bei allen Hautirriationen ekzematöser Art kann man mit Salben behandeln, die rückfettend wirken. Auf jeden Fall sollte das Toxin schnellstmöglich von der Haut entfernt werden.

Die Behandlung

Je nachdem, welche der genannten Symptome man erkennt und welchen Auslöser (Stress, Kontaktallergen oder Toxin) man identifiziert, kann man also klassifizieren, welches Stadium und welche Art vorliegt und entsprechend Beratung durch Ärzte und Apotheker aufsuchen.