Ekzeme sind häufige Ursachen für Hautprobleme. Sie ähneln sich alle in der Verlaufsform, können dennoch ganz unterschiedliche Ursachen und Erscheinungsformen haben. Die Definition dieser Hautveränderungen lässt sich nur annähernd feststellen, da häufig Mischformen oder Superinfektionen vorliegen können.


Was ist ein Ekzem?

Als Ekzem bezeichnet man eine entzündliche Hautveränderung, die durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden kann. Ekzeme durchlaufen meistens bestimmte Entwicklungsstadien, in denen sie ein charakteristisches Erscheinungsbild annehmen. In der Regel treten zunächst rötliche und scharf abgegrenzte Hautstellen auf, die nach einiger Zeit juckende Bläschen entwickeln. Werden diese aufgekratzt, entstehen Krusten, welche nach Abheilung wiederum Schuppen hinterlassen. Bei einem Ekzem handelt es sich in der Regel um eine Hauterscheinung und keine eigenständige Krankheit. Als Erkrankung bezeichnet man hingegen die verschiedenen Erscheinungsformen. Das typische Aussehen eines Ekzems kann man beispielsweise bei der Neurodermitis beobachten.

Wo liegt der Unterschied zu einem Pickel?

Ekzeme sind in der Regel größere Hautveränderungen ab etwa 1 cm Durchmesser, während Pickel nur wenige Milimeter Durchmesser erreichen. Doch auch hier kann es zu Mischformen kommen. Wenn sich beispielsweise viele Pickel ansammeln, wie es bei Akne der Fall ist, können daraus entzündliche Herde, also Ekzeme, entstehen. Pickel haben jedoch eine bestimmte Entstehungsweise, die sie deutlich von Ekzemen unterscheidet. Sie entstehen durch eine übermäßige Talgproduktion der Haut oder durch Verhornung und Verstopfung von Hautporen. Ein Pickel ist für gewöhnliche eine Entzündung nur einer Hautpore, während ein Ekzem ein ganzes Hautareal betreffen kann.

Neurodermitis

Neurodermitis

Die bekanntesten Ekzemformen

Die meisten Hautprobleme stehen häufig mit Ekzemen in Verbindung. So sind verschiedene Ekzeme häufig charakteristisch für bestimmte Hauterkrankungen. Bei der Neurodermitis ist diegesamte Haut oder nur Teile mit großflächigen Rötungen und Schuppungen übersehen. Daher nennt man diese Krankheit auch Atopisches Ekzem. Das Seborrhoisches Ekzem tritt häufig an der Kopfhaut auf und zeichnet sich durch viele kleine Herde aus, die gelbliche Schuppen absondern. Auch das allergische Kontaktekzem gehört zu den bekanntesten Ekzemformen. Hier liegt eine Überempfindlichkeit der Haut zugrunde, welche durch Antigene ausgelöst wird.