Die Gebärmutter, das weibliche Geschlechtsorgan, in dem ein Baby heranwächst, kann sich vor allem nach einer Geburt leicht senken. Dieser Vorgang ist vollkommen normal. Mehrere Geburten beanspruchen die Gebärmutter entsprechend stärker. Der Beckenboden ist bei jeder Frau eine Schwachstelle des Körpers. Sie kann ihn aber frühzeitig durch Beckenbodentraining stärken.


Wie verändert sich die Gebärmutter in der Schwangerschaft?

Während der Schwangerschaft vollbringt die Gebärmutter Höchstleistungen. Der Hohlmuskel hat normalerweise einen Durchmesser von 10 cm. Während der Schwangerschaft wächst seine Masse auf von 50 g auf bis zu 1500 g. Die Veränderungen vollziehen sich durch Hormone, später durch Schwangerschaftskontraktionen. Gegen Ende der Schwangerschaft reicht die Gebärmutter dann beinahe ans Brustbein. Nach der Geburt müssen sich alle durch die Schwangerschaft vergrößerten Organe zurückbilden. Hierfür ist die Rückbildungsgymnastik mehr als sinnvoll. Frauen, die sie konsequent betreiben, haben später ein geringeres Risiko für Gebärmuttersenkung.

Symptome der Gebärmuttersenkung

Während der Schwangerschaft vollbringt die Gebärmutter Höchstleistungen.

Während der Schwangerschaft vollbringt die Gebärmutter Höchstleistungen.

Die Symptome hängen vom Grad der Senkung ab. Eine Gebärmuttersenkung ist zwar nicht sehr schlimm, doch ihre Folgen sind den betroffenen Frauen unangenehm. Beim Niesen oder Lachen geht etwas Urin ab oder die Frau kann ihre Blase nicht vollständig entleeren. Manche Frauen leiden unter schwerem Stuhlgang, andere stellen ein Ziehen im Unterbauch fest. Durch die Gebärmuttersenkung hat die Gebärmutter ihre natürliche Position verändert und drückt auf Scheide und Blase, manchmal auf den Enddarm. Je nachdem, wo der meiste Druck ausgeübt wird, entstehen unterschiedliche Symptome. Auch die übrigen Organe im Unterbauch können verschoben werden oder die Scheide wölbt sich vor. Seltener kommt es zu einem Gebärmuttervorfall.

Mit Beckenbodentraining vorbeugen

Jede Art von Sport hat Einfluss auf den Beckenboden und kräftigt ihn. Ob Bauch-Beine-Po-Gymnastik, Joggen, Krafttraining oder Schwimmen, alles stärkt die Muskulatur. Gezieltes Beckenbodentraining ist noch effektiver. Dabei trainieren Frauen mit speziellen Beckenbodenübungen. Ist die Gebärmutter einmal gesenkt, kann das Training die Senkung zwar nicht rückgängig machen, hat aber dennoch positiven Einfluss. Nun kann eine weitere Positionsveränderung der Gebärmutter verhindert werden. Am besten trainieren Frauen, die schon geboren haben, täglich zehn Minuten den Beckenboden. Das reicht schon, um die Muskulatur zu stärken.

Was die Gebärmuttersenkung begünstigt

Neben der Schwangerschaft ist auch schwere körperliche Arbeit eine verbreitete Ursache für Gebärmuttersenkung. Beim Heben schwerer Lasten erhöht sich ebenfalls der Druck auf den Beckenboden, insbesondere dann, wenn Frauen die Muskulatur im Rücken stärker anspannen als die in den Beinen. Frauen sollten es vermeiden, Lasten aus dem gebeugten Rücken heraus hochzuheben. Übergewicht spielt bei der Beckenbodensenkung ebenso eine Rolle wie häufige Hustenanfälle. Leiden Frauen unter einem schwachen Bindegewebe, wirkt sich das ebenfalls auf Gebärmutter und Beckenboden aus. Leidet die Frau sehr unter der Gebärmuttersenkung, kann immer noch ein Pessar helfen, das das Organ in seiner natürlichen Position stabilisiert. Früher waren sie zwar verbreitet, doch heute vermeiden Gynäkologen Operationen bei Gebärmuttersenkung.

Gebärmuttersenkung nach der Schwangerschaft

Während einer Schwangerschaft kann es zu einer Gebärmuttersenkung kommen. Sie zeigt sich dadurch, dass die miteinander verbundenen Organe wie Blase, Gebärmutter und Darm in eine Art Kuhle absinken.

Symptome einer Gebärmuttersenkung

Wenn nun aber die Schwangerschaft vorbei ist und die Frau das Kind bekommen hat, normalisiert sich die Lage der Organe in der Regel wieder und die Frau hat danach keine Probleme mehr mit einer Senkung. Wenn sich diese Reaktion aber nach der Schwangerschaft nicht automatisch einstellt, merkt die Frau das meistens, dass es zu Druck oder auch Zieh-Gefühlen kommen kann.

Die Symptome rechtzeitig erkennen

Auch kann die Frau das Gefühl von Fremdkörpern in der Scheide haben. Es kann nun genauso gut passieren, dass die Senkung auch Auswirkungen auf Blase und Darm haben. In dem Fall bekommen die Patientinnen Schwierigkeiten mit dem Wasserlassen. Das können sie nicht mehr wirklich regulieren und sie können einen Urinabgang nicht immer verhindern. Ebenso merken sie im Bereich des Darms Schwierigkeiten wie Verstopfen oder auch das noch unangenehmere Stuhlschmieren. Es können sich zudem noch Hämorrhoiden bilden. Wenn die Blase nicht mehr vollständig entleert werden kann, kommt es häufig zu immer wiederkehrenden Blasenentzündungen durch in der Blase verbliebene Urinreste.

Ursachen für eine Gebärmuttersenkung

Nicht nur nach der Schwangerschaft können Frauen diese Probleme bekommen. Es kann ebenfalls Übergewichtige und Frauen mit einer hohen Anzahl von bisherigen Geburten treffen. Wenn Frauen nun immer schwere Arbeiten erledigen, können sie auch unter diesen Krankheitsbildern leiden mit der Zeit. Bei der Gebärmuttersenkung auch ohne oder nach einer Schwangerschaft kann es zu mehr oder weniger intensiven Schmerzen kommen, wenn die Gebärmutter an Verwachsungen oder Muskeln nach unten zieht. Wenn die Frauen nun zum Beispiel schnell hintereinander Kinder bekommt und immer wieder eine Schwangerschaft erlebt, können sich die Beschwerden und Symptome der Gebärmuttersenkung festigen und immer wieder auftreten. Es ist allerdings nicht gesagt, dass nun jede Frau nach ihrer Geburt eine Gebärmuttersenkung erlebt. Es kommt auch auf Neigungen dazu an, ob es zum Beispiel ein Risiko wie eine Bindegewebsschwäche gibt.

Behandlung einer Gebärmuttersenkung

Wenn sich die Frauen nun in eine medizinische Behandlung begeben und es ist noch keine Operation erforderlich, dann versuchen sie es mit einer Gewichtsreduktion, einem gezielten Training des Beckenbodens und Einnahme von Medikamenten. Eine Operation ist nicht immer zwingend nötig. Bei geringen Beschwerden können die Symptome durch spezielle Sportübungen gemindert werden. Wenn es allerdings zu einer Operation kommt, werden – meistens durch die Scheide – die Organe wieder „gestrafft“ und in die richtige Position zurück verbracht. Wenn die Frau sich aber schon sicher ist, dass sie keine weiteren Kinder plant, kann auch über eine Entfernung der Gebärmutter in Betracht gezogen werden.