Hautärzte

Es gibt viele verschiedene Ärzte für viele verschiedene Krankheiten. Eines der Spezialgebiete von Ärzten befasst sich auch mit dem größten Organ, das der Mensch besitzt: mit der Haut. Der Fachbegriff für dieses Gebiet lautet Dermatologie und leitet sich aus dem Griechischen von dem Begriff derma (Haut) her. Die Dermatologie ist demnach ein Teilgebiet der Medizin. Ein Hautarzt befasst sich dabei mit vielen verschiedenen Krankheiten, die er abklären und behandeln muss. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 5.071 Hautärzte. Davon arbeiten die meisten in Praxen, doch auch eine stationäre Behandlung ist möglich. Diesen Weg schlagen insbesondere junge Ärzte ein, die zunächst Erfahrungen sammeln möchten.


Wie werde ich Hautarzt?

Um Hautarzt zu werden, muss zunächst ein Medizinstudium vorangehen. Nach rund 12 Semestern folgt eine Abschlussprüfung zur Erlangung der Approbation. Darauf folgt eine fünfjährige Spezialisierung, in diesem Falle zum Facharzt der Dermatologie. Erst nach einer erneuten Prüfung darf der Absolvent sich Hautarzt nennen. In den meisten Fällen entscheiden sich Ärzte anschließend dafür, zu promovieren, um zusätzlich den Doktortitel zu erlangen. Durch verschiedene Fortbildungen können anschließend auch Zusatzqualifikationen erworben werden wie Naturheilkunde, Akupunktur oder Allergologie.

Womit befassen sich Hautärzte?

Hautärzte untersuchen die Haut auf Veränderungen

Hautärzte untersuchen die Haut auf Veränderungen

Ein Hautarzt befasst sich mit einem sehr breiten Feld an Krankheiten, die die Haut betreffen. Durch eine gezielte Anamnese, aufmerksam durchgeführte Untersuchungen und einige einfachere Zusatzuntersuchungen ist es dem Hautarzt möglich, eine Diagnose zu stellen. Dabei muss er das gesamte Spektrum möglicher Reaktionen und auch Veränderungen der Haut kennen, um eine gezielte Behandlung einleiten zu können. Mögliche Hautprobleme sind dabei hormonell verursachte Erkrankungen wie Akne oder aber diverse Arten von Hautentzündungen oder allergische Reaktionen. Im Allgemeinen geht es um infektiöse oder nichtinfektiöse Hauerkrankungen. Häufig gehören etwa Schuppenflechten oder die Neurodermitis zum Alltag. Auch Erkrankungen im Mund oder in der Enddarm- oder Genitalschleimhaut fallen in sein Tätigkeitsfeld. Der Hautarzt ist in der Lage, angeborene Fehlbildungen (z.B. Muttermale) und Fehlfunktionen der Haut, oder aber gut- bzw. bösartige Hauttumore zu behandeln. Auch die Haare oder Nägel betreffende Krankheiten sowie Parasiten- bzw. Pilzbefall gehören zu seinen Aufgabenfeldern.

Berufsmarkt und Spezialisierungen für Hautärzte

Hautärzte werden derzeitig vermehrt gesucht. Dies gilt insbesondere für Fachärzte, aber auch für Assistenzärzte. Die Gefragtheit richtet sich zum Teil auch nach den jeweiligen Spezialgebieten. So können sich Hautärzte auf unterschiedlichen Gebieten fortbilden, um für den Berufsmarkt attraktiver zu werden. Darunter fallen Gebiete wie die Dermatoonkologie (Hautkrebs), die Venerologie, die Psychosomatische Dermatologie, die Allergologie oder aber die kosmetische Dermatotherapie. Besonders ansprechend ist dieser Beruf für Familienorientierte, denn im Allgemeinen gilt der Beruf des Hautarztes aufgrund der Arbeitszeiten als familienfreundlich.