Was ist eine Hiatushernie und wie entsteht sie?

Die Hiatushernie ist im Volksmund als “Zwerchfellbruch” bekannt. Normalerweise werden Brust- und Bauchhöhle vom Zwerchfell voneinander getrennt. Durch eine schmale Lücke gelangt die Speiseröhre in den Bauchraum. Hat man eine Hiatushernie, ist diese Lücke erweitert, sodass ein Teil des Magens hindurch gelangen kann. Hier spricht man vom Zwerchfellbruch.


 

Die Häufigkeit von Zwerchfellbrüchen nimmt mit fortschreitendem Alter der Patienten zu, trotzdem ist keine genaue Ursache für die Krankheit bekannt. Man geht davon aus, dass es sich um Verschleißerscheinungen des Halteapparats aus Bindegewebe handelt, der sich im Bereich der Speiseröhreneinmündung befindet. Durch eine Schwangerschaft oder durch Übergewicht kann es sein, dass der Druck auf das Zwerchfell zu groß wird und dadurch eine Hiatushernie entsteht. Es muss zumindest ein gewisser Umstand vorhanden sein, der dauerhaft zu viel Druck auf diesen Bereich ausübt. Ebenfalls kann eine generelle Bindegewebsschwäche einen Zwerchfellbruch begünstigen.

 

Wie bemerke ich eine Hiatushernie?

In den meisten Fällen bemerkt der Patient keine oder kaum Symptome durch die Hiatushernie. Dies trifft vor allem auf die sogenannte axiale Gleithernie zu, die sich in dem Bereich befindet wo der Mageneingang in die Brusthöhle verlagert ist. Diese wird meist eher durch Zufall zum Beispiel bei einer Magenspiegelung entdeckt. Hin und wieder äußert sich diese Hernie durch Sodbrennen, Luftaufstoßen, Schluckbeschwerden und Wiederaufstoßen von Nahrungsresten.

Wenn durch eine Schwangerschaft zu viel Druck auf den Magen ausgeübt wird, kann es zu einer Hiatushernie kommen.

Wenn durch eine Schwangerschaft zu viel Druck auf den Magen ausgeübt wird, kann es zu einer Hiatushernie kommen.

Anders ist es bei der sogenannten paraösophagealen Hernie. Hierbei schiebt sich das Magengewölbe neben der Speiseröhre in den Brustraum. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Stadien, dem asymptomatischen Stadium, dem unkomplizierten Stadium und dem Komplikationsstadium. Das erste Stadium verursacht keine Beschwerden. Beim zweiten Stadium ist es möglich, dass der Patient ein Druckgefühl unter dem Herzen wahrnimmt, vor allem nach dem Essen, und zunehmend unter Reflux leidet.

Im letzten Stadium kann die Hiatushernie zu Schwierigkeiten führen. Unter anderem kann ein Magengeschwür, ein Magenwanddurchbruch oder eine Einklemmung entstehen. Die wahrgenommenen Symptome reichen von Bauchschmerzen, Brustschmerzen und Leistungsschwäche bis zu Blässe und Herzklopfen. Lebensbedrohlich sind die Symptome im Normalfall jedoch nicht.

 

Wie wird eine Hiatushernie behandelt?

Die axiale Gleithernie muss meist überhaupt nicht behandelt werden, meist wird sie auch gar nicht wahrgenommen. Nur wenn sie ähnliche Symptome wie die der Refluxkrankheit zeigt, kann sie therapiert werden. Zur Therapie gehören zum Beispiel eine eventuelle Gewichtsabnahme, das Essen von nur noch kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt und der Verzicht auf auslösende Substanzen (Süßes, Nikotin, Alkohol…). Auch bestimmte Medikamente können die Symptome lindern. Nur sehr selten sind die Beschwerden bei dieser Form der Hiatushernie so stark, dass eine Operation nötig ist.

Bei der paraösophagealen Hernie muss, egal in welchem Stadium eine Operatin durchgeführt werden. Dabei wird eine sogenannte transabdominale Gastropexie durchgeführt.