Das Kawasaki Syndrom ist eine ernsthafte, fieberhafte Erkrankung meist im Kleinkind- oder Säuglingsalter. Man nennt es auch: mukokutanes Lymphknotensyndrom. Es wurde erstmalig 1961 in Japan beobachtet und einige Jahre später als eigenständige Krankheit durch den Arzt Tomisaku Kawasaki bestimmt. Bis heute ist die Ursache des Syndroms unbekannt, man vermutet eine Infektion durch einen Krankheitserreger, der ebenfalls noch nicht bekannt ist.


Das gefährliche an der Krankheit ist, dass sie oft mit Masern oder Scharlach verwechselt wird, aber durchaus gefährlicher ist. Es handelt sich um eine Entzündung der kleinen und mittleren Arterien und einiger Organe. In Europa ist die Krankheit nicht oft verbreitet, in Deutschland erkranken jährlich 3 von 100.000 Kindern unter 4 Jahren. Japan ist allerdings wesentlich häufiger von dem Syndrom betroffen.

Symptome:

  • hohes Fieber über mehrere Tage lang
  • gerötete Schleimhäute
  • Bindehautentzündung
  • Erdbeerzunge
  • Hautausschlag
  • Rötung der Füße und Hände
  • Vergrößerung der Halslymphknoten

Diagnose

Auf Grund ähnlicher Symptome wird das Kawasaki Syndrom oft mit Scharlach und Masern verwechselt. © Fotolia.com

Auf Grund ähnlicher Symptome wird das Kawasaki Syndrom oft mit Scharlach und Masern verwechselt.
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Die Diagnose Kawasaki Syndrom kann meist schon nach 5 Tagen Fieber gestellt werden, es müssen andere Krankheiten ausgeschlossen werden, sodass eine Behandlung schnell beginnen kann. Der Verlauf der Krankheit wird in 3 Phasen eingeteilt.

  1. Phase: akute fieberhafte Periode
    Sie dauert meist bis zu 10 Tagen, hauptsächlich hat der Patient akutes Fieber. Nach 3-4 Tagen sollten sich weitere Symptome des Kawasaki Syndroms abzeichnen, sodass eine Diagnose gestellt werden kann.
  2. Phase: subakute Phase
    Diese Phase dauert meist zwischen 2 und 4 Wochen, in der die Hände und Füße zu Schuppen beginnen.
  3. Phase: Rekonvaleszenz
    Sie kann Monate dauern mit den häufigsten Beschwerden von Müdigkeit und Leistungsschwäche.

Behandlung und Therapie des Kawasaki Syndrom

Da die Krankheit Kawasaki Syndrom noch recht unergründet ist, wird sie meist stationär behandelt. Es kann bei dem Kawasaki Syndrom leicht zu Komplikationen kommen, indem sich die Herzkranzgefäße entzünden können. Daher wird häufig ASS verschrieben, was die Erkrankung der Gefäße von 25 % auf 2-4 % senken konnte. Des Weiteren verordnet der Arzt meist Immunglobine als 12-Stündige Infusion.

In der Regel gehen alle akuten Krankheiten des Syndroms ohne große Komplikationen aus.

Die Phase der Rekonvaleszenz

Das Kawasaki-Syndrom wird in mehrere Phasen eingeteilt. Es klingt ab mit der Rekonvaleszenz. Bei dem Syndrom handelt es sich um eine akute, hochfieberhafte Erkrankung, die sich durch einhergehende entzündliche Veränderungen auszeichnet. Kleine und mittlere Arterien sind vorrangig von den entzündlichen Veränderungen betroffen, erstmals ist die Krankheit nachweislich 1961 ausgebrochen, seit dem Jahr 1967 wird das Kawasaki-Syndrom als eine eigenständige Krankheit anerkannt.

Grundlegend beginnt die Krankheit mit starkem Fieber bis 40°C, wobei nach ca. drei Tagen eine Schwellung der Lippen auftritt, darüber hinaus ist eine deutlich rissige Struktur und eine kirschrote Färbung zu erkennen. Gleichzeitig geht eine Rötung der Mundschleimhaut ein, die Zunge kann nicht selten erdbeerähnliche Züge annehmen, darüber hinaus ist eine Bindehaut-Entzündung charakteristisch für die ersten Tage nach dem Ausbruch der Krankheit.

Symptomatisch sind auch Vergrößerungen der Lymphknoten sowie ein fleckiges Exanthem an den Extremitäten. Rötungen an Hand- und Fußinnenflächen können wie schmerzhafte Schwellungen an Hand- und Fußrücken nicht ausgeschlossen werden.

Die Kawasaki-Erkrankung läuft in drei Phasen ab

Bevor es zur Pahse der Rekonvaleszenz kommt beginnt das Kawasaki-Syndrom erstmal mit hohem Fieber. © Fotolia.com

Bevor es zur Pahse der Rekonvaleszenz kommt beginnt das Kawasaki-Syndrom erstmal mit hohem Fieber.
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  • Die erste ist die sogenannte fiberhafte Periode
    In ihr können abrupte Fieberanfälle auftreten, die fieberhafte Periode dauert in der Regel 10 Tage. Im Zeitraum zwischen dem dritten und vierten Tag können typische Symptome auftreten, an denen dann die Erkrankung festgemacht werden kann.
  • Die zweite ist die subakute Phase
    Die subakute Phase dauert ca. zwei bis vier Wochen an, charakteristisch für diese Phase der Krankheit sind Schuppungen an Händen und Füßen.
  • Die dritte Phase ist die Rekonvaleszenz
    In ihr können Müdigkeit und Leistungsschwächen auftreten, diese Phase dauert nicht selten mehrere Monate an.

In der Regel heilt die Krankheit mit der Rekonvaleszenz aus, dabei treten in der Regel keine weiteren Komplikationen in Erscheinung. In der Rekonvaleszenz können Komplikationen in den Herzgefäßen auftreten, dies ist jedoch eher unwahrscheinlich. Die Behandlung der Krankheit erfolgt bis zur Rekonvaleszenz immer stationär.

Die Therapie zielt vor allem auf die Reduktion der Entzündungen und die Vermeidung von Aneurysmen ab, diese entstehen oftmals in einem Zeitraum zwischen der 2-3 Woche, nachdem die Krankheit abgeschwächt und in die Rekonvaleszenz übergegangen ist, kann eine Entlassung und ggf. eine weitere medikamentöse Behandlung eingeleitet werden.

Konjunktivitis

Unter einer Konjunktivitis versteht man eine Entzündung der Bindehaut am Auge. Die Symptome sind leicht erkennbar: das Auge juckt und tränt bis hin zu einem brennenden Schmerz. Die Bindehaut ist geschwollen und die Lider werden aufgrund des unangenehmen Gefühls am Auge oft zusammengekniffen.

Die Rötung der Bindehaut kommt durch eine höhere Durchblutung zustande. Es können sich im Fortgang der Krankheit auch Bläschen oder Beläge bilden, die eine Veränderung der Schleimhaut anzeigen. Bei der Konjunktivitis werden aufgrund der Auslöser des Krankheitsbildes verschiedene Formen verzeichnet.

Die Konjunktivitis wird oft von einer erröteten Bindehaut begleitet. © Fotolia.com

Die Konjunktivitis wird oft von einer erröteten Bindehaut begleitet.
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  • Zum einen gibt es die akute Form der Konjunktivitis, welche ausgelöst wird durch mechanische Reize wie Staub oder Rauch. Morgens nach dem Schlafen leiden die Betroffenen oft unter verklebten Augen oder gelblichem Ausfluss aus dem Auge.
  • Bei der trockenen Form der Konjunktivitis fehlt es dem Auge an Tränenflüssigkeit und dadurch brennt es. Ein Zuführen von Flüssigkeit über Spray oder Tropfen kann Abhilfe schaffen.
  • Bei der knötchenförmigen Konjunktivitis wurden die Augen mit Raupenhaaren oder den Stacheln von Insekten infiziert. Im weiteren Krankheitsverlauf und nach Symptomen wie bei einer akuten Konjunktivits kommt es hier zur Knötchenbildung im Bindegehautgewebe.
  • Eine weitere Unterart der Konjunktivitis ist die giganopapilläre Bindehautentzündung, welche hervorgerufen wird in Folge des langen Tragens von Kontaktlinsen oder Glasaugen. Hier reagiert das Auge allergisch auf das gebildete Eiweiß an der Oberfläche der künstlichen Seehilfen. Bei allergisch bedingter Konjunktivits, das bedeutet bei einer Überempfindlichkeiten gegenüber Pollen, Medikamenten, Make-up usw., ist ein sofortiges Absetzen des Auslösers angeraten. Außerdem sind entzündungshemmende Mittel zu verabreichen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Konjunktivitis tritt in einer hohen Prozentzahl als Begleiterscheinung beim Kawasaki-Syndrom auf. In diesem Fall sind beide Augen betroffen und die Entzündung verläuft schmerzlos und nicht eitrig. Kurz nach Auftreten des Fiebers ist mit dieser Bindehautentzündung zu rechnen, die in etwa eine Woche dauert. Beim Kawasaki-Syndrom handelt es sich um eine Entzündung mittlerer und kleinerer Arterien. Sie tritt in allen Organen auf und wird wahrscheinlich durch Infektion ausgelöst. Eine erbliche Vorbelastung ist hier nachgewiesen.

Die akute Krankheit ähnelt in ihrem Erscheinungsbild den Masern oder Scharlach und geht mit Fieber, allgemeinem Krankheitsgefühl und Schlappheit einher.

Vaskulitis

Die Vaskulitis ist eine Entzündung der Blutgefäße. Sie kann sowohl die großen, als auch die kleinen und mittleren Gefäße befallen. Da die Krankheit am gesamten Körper, auch lokal, auftreten kann, sind die Symptome sehr unterschiedlich. Einige Formen der Vaskulitis können ohne weitere Diagnose, selbst vom Patienten, als solche erkannt werden. Beispielsweise das rote Auge bei der Wegener-Granulomatose.

Bei der Entzündung der Gefäße erschlaffen diese und es können sich Aussackungen bilden. Einige Gefäße verstopfen Zusehens bis zum kompletten Verschluss. Teilweise reißen Gefäße, wodurch es zu Einblutungen in das umliegende Gewebe kommt. Auch die Bildung von Blutgerinnseln in den Aussackungen ist häufig eine Begleiterscheinung der Krankheit. Die Vaskulitiden sind Autoimmunerkrankungen, bei denen sich Abwehrzellen, die eigentlich körperfremde Zellen bekämpfen sollen, gegen den eigenen Körper wenden, hier gegen die Zellen der Bultgefäße.

Entstehung der Vaskulitiden

Die Entstehung der Krankheit ist bislang unbekannt. Es wird eine genetische Präposition vermutet. Auch einige Viren werden verdächtigt, die Erkrankung auszulösen. Bei einigen Formen der Vaskulitis ist eine andere Erkrankung im Vorwege der Auslöser. Hier sind vor allem Hepatitis, Tumore, rheumatoide Arthritis, Lupus erythematode und AIDS zu nennen.

Die Vaskulitis betrifft alle Altersgruppen

Es ist noch nicht erwiesen ob Viren der Auslöser für eine Vaskulitis sind. © Fotolia.com

Es ist noch nicht erwiesen ob Viren der Auslöser für eine Vaskulitis sind.
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Die Vaskulitiden kommen bei allen Altersgruppen vor, wobei bestimmte Formen der Erkrankung nur bei gewissen Altersgruppen überhaupt vorkommen. Zu den häufigsten Vaskulitiden bei eingeschränkten Altersgruppen gehören:

  • Das Kawasaki Syndrom – betrifft fast ausschließlich Säuglinge und Kleinkinder unter 5 Jahren.
  • Purpura Schönlein-Henoch – kommt fast ausschließlich im Kindesalter vor
  • Wegenersche Granulomatose, Churg-Strauss Syndrom, mikroskopische Polyangiitis – befällt fast ausschließlich Patienten ab dem 60. Lebensjahr

Das Kawasaki Syndrom

Das Kawasaki Syndrom ist eine Vaskulitis, welche fast ausschließlich Säuglinge und Kleinkinder befällt.

Die Symptome sind:

  • plötzlich einsetzendes hohes Fieber über mehrere Tage
  • eine himbeerfarbene Zunge
  • Lacklippen
  • Schwellungen der Lymphknoten, insbesondere im Halsbereich
  • beidseitige Bindehautentzündung (Konjunktivitis)
  • Hautausschläge am ganzen Körper, auch in der Mundhöhle
  • stark gerötete Schleimhäute

Ein unbehandeltes Kawasaki Syndrom führt bei einem Viertel der Patienten zu krankhaften Veränderungen der Herzgefäße, was bis zu einer Mitralklappen- oder Aortenklappeninsuffizienz führen kann.

Durch die Gefäßveränderungen werden Myokardinfarkte und Angina pectoris begünstigt.

Was ist ein Exanthem?

Unter einem Exanthem wird ein akuter Hautausschlag verstanden, der oft bei Erkrankungen infektiöser Art wie Scharlach, Windpocken, Röteln, Masern und Typhus sowie bei Erkrankungen der Hände, Füße oder auch des Mundes in Erscheinung tritt.
Darüber hinaus kann es sich bei einem Exanthem auch um das Symptom einer Reaktion allergischer Natur oder Folgeerscheinung einer Unverträglichkeit von Medikamenten handeln. Weiter kann die Ursache für ein Exanthem in einem Mangel des Vitamins B2 liegen, Symptom einer Syphilis im sekundären Stadium sein sowie Anzeichen einer Arthritis rheumatoider Art.

Was geschieht bei einem Exanthem?

Oftmals ist aus dem Erscheinungsbild eines Hautausschlags ein erster Hinweis auf mögliche Ursachen zu erkennen, wobei es von Wichtigkeit ist, diese Veränderungen und ihre Weiterentwicklung zu beobachten und festzustellen, ob weitere Beschwerden hinzukommen.

Das am meisten auftretende Begleitsymptom eines Hautausschlags ist der Juckreiz, zu welchem sich eine Überhitzung und ein schmerzhaftes Brennen gesellen können. Auch Fieber, Atembeschwerden, Übelkeit, übermäßiges Schwitzen und Schwellungen der Lymphknoten können in diesem Zusammenhang beobachtet werden. Ein Exanthem kann sich auf der Oberfläche der Haut in unterschiedlicher Weise und Stärke ausweiten, wobei manchmal gar ein netzartiger Verlauf oder ein solcher in Form einer Landkarte beobachtet wird.

Typisches Begleitsymptom bei einem Exanthem ist der Juckreiz. © Fotolia.com

Typisches Begleitsymptom bei einem Exanthem ist der Juckreiz.
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Aus einer ursprünglichen Rötung der Haut können sich so im Verlauf Wunden, Krusten, Schuppen und Risse bilden. Bei Kindern sind beispielsweise akut gerötete Flecken auf der Haut in Verbindung mit Fieber oftmals das Zeichen einer typischen Kinderkrankheit wie Masern oder Windpocken aber auch des Kawasaki Syndroms.

Was steckt hinter einem Exanthem?

Zumeist ist ein Ausschlag der Haut ein äußerer Ausdruck für eine Infektionskrankheit oder eine Abwehrreaktion des Körpers, welche auf der Haut solcherart ihren sichtbaren Niederschlag findet. Auch Nebenwirkungen bestimmter Medikamente, Autoimmunerkrankungen sowie Entzündungen der Gefäße können hier eine wichtige Rolle spielen.

Liste möglicher Ursachen

  • Windpocken (juckender Ausschlag mit Bläschenbildung)
  • Infektionskrankheit (hervorgerufen durch Bakterien oder Viren)
  • Tropenkrankheiten (beispielsweise Dengue-Fieber, hohes Fieber und Schmerzen der Gelenke mit der Grippe ähnlichen Symptomen)
  • Medikamente (Nebenwirkungen und Abwehrreaktionen auf bestimmte Bestandteile von Medikamenten)
  • Allergien (Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Stoffen können Abwehrreaktionen auslösen, welche sich in Hautausschlägen manifestieren)
  • Hitzepickel (bei manchen Menschen fotoallergische Reaktion auf Sonnenlicht)

Wann sollte man eine Arzt aufsuchen?

Der Arzt sollte prinzipiell konsultiert werden, wenn ein Ausschlag akut auftritt und die Ursache dafür unklar ist.

Die Funktionen des Lymphsystems

Das Lymphsystem ist Teil des Immunsystems des menschlichen Körpers. Es besteht aus verschiedenen Organen und einem eigenen Gefäßsystem. Krankheitserreger, Fremdpartikel und krankhaft veränderte Körperbestandteile werden erkannt, bekämpft und deren Informationen gespeichert.

Aufbau

Beim menschlichen Immunsystem unterscheidet man zwischen zwei Mechanismen. Zum einen ist da die angeborene Immunabwehr zu der die Haut, die zellvermittelte Gegenwehr, allgemeine entzündliche Reaktionen sowie das Komplementsystem zählen.

Das Lymphsystem gehört zur adaptiven Immunabwehr. Zu den primären Organen zählen das Knochenmark sowie die Thymusdrüse. Die sekundären Organe des Lymphsystems sind Lymphfollikel, Tonsillen, die Milz und die Lymphknoten sowie der Wurmfortsatz als Anhang des Blinddarms. Das Lymphsystem hat seine eigenen Gefäße, in denen pro Tag immerhin zwei Liter Flüssigkeit bewegt werden. Kapillaren vereinigen sich zu größeren Lymphgefäßen, in die Lymphknoten als Filter integriert sind. Die Gefäße gehen über in Lymphstämme, die schließlich in die obere Hohlvene münden.

Aufgaben

Das Lymphsystem ist so etwas wie die Sondermüllentsorgung des Körpers. Bakterien, Viren, Tumorzellen, Toxine, körperfremde Partikel, Würmer oder Pilze, mit denen die angeborene Immunabwehr nicht fertig wird, fallen in die Zuständigkeit des Lymphsystems. Die weißen Blutkörperchen enthalten Zellen, die in der Lage sind, Erreger und schädigende Stoffe zu erkennen und entsprechende Antikörper zu produzieren. Am Ende einer Infektion bleiben Gedächtniszellen für eine zukünftige Abwehrreaktion gegen dieselben Erreger erhalten.

Funktionen

Das Lymphsystem ist so etwas wie die Sondermüllentsorgung des Körpers. © Fotolia.com

Das Lymphsystem ist so etwas wie die Sondermüllentsorgung des Körpers.
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In Knochenmark und Thymus werden aus Vorläuferzellen höher spezialisierte, immunkompetente Lymphozyten erzeugt. Mit jenen Zellen wird in den sekundären Organen des Lymphsystems eine passende Abwehrreaktion gegen die Erreger ausgelöst.

Die Tonsillen, auch Mandeln, in Mundhöhle und Rachen sind die Torwächter, die schädliche Organismen lokalisieren. Die Milz ist an den Blutkreislauf angeschlossen und besorgt neben anderen Aufgaben die Vermehrung der zu den weißen Blutkörperchen zählenden Lymphozyten. Die Lymphknoten sind die Filterstationen in den Gefäßen des Lymphsystems. Jene an Hals, unter den Achseln und in der Leiste können beispielsweise ertastet werden. Das Gefäßsystem selbst schließlich dient dem Abtransport von Stoffwechselprodukten.

Erkrankungen

Angeschwollene Lymphknoten sind eine gängige Reaktion auf verschiedene Erkrankungen, die nicht primär etwas mit dem Lymphsystem zu tun haben. Dagegen ist eine Lymphadenitis eine bakterielle Entzündung der Lymphknoten. Die Lymphangitis wird im Volksmund auch als Blutvergiftung bezeichnet und ist eine bakterielle Entzündung von Gefäßen des Lymphsystems.

Eine chronische Einlagerung von Gewebeflüssigkeit nennt man Lymphödem und kann verschiedene Ursachen haben. Unbekannt ist hingegen die Ursache für das sogenannte mukokutane Lymphknotensyndrom, auch Kawasaki-Syndrom genannt, welches zunächst gerne mit Scharlach und Masern verwechselt wird.

Das Lymphsystem kann schließlich auch von Tumorerkrankungen befallen sein. In ihren bösartigen Erscheinungsformen werden diese in Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphome unterteilt.