Was bedeutet das Kiss Syndrom? Das Kiss Syndrom ist eine Abkürzung für Kopfgelenk induzierte Symmetriestörung. Bei diesem ist die Blockade des Kopfgelenks die Ursache für das ganze Krankheitsbild. Der Begriff steht aber auch für die Symptome. Babys und Kleinkinder leiden unter Kiss und werden deshalb behandelt. Das Kiss Syndrom ist auch als Schiefhals bekannt.

Symptome

Das Kiss Syndrom ist leicht zu diagnostizieren: Die Blockade des Kopfgelenks zieht eine Fehlstellung mit sich. (© Fotolia.com)

Das Kiss Syndrom ist leicht zu diagnostizieren: Die Blockade des Kopfgelenks zieht eine Fehlstellung mit sich. (© Fotolia.com)

Das Kopfgelenkt bezeichnet den Übergang von Schädelbasis zu den ersten und zweiten Halswirbel. Leider ist oft auch die gesamte Halswirbelsäule betroffen, wenn es um das Kiss Syndrom geht. Bei dem Kiss Syndrom kommt es zu einer Verkrampfung oder auch Verkürzung der umgebenden Muskulatur. Daraus resultiert auch eine Verhärtung umliegenden Strukturen und Membranen. Dies wieder sorgt für eine Menge Störungen, die auch die kindliche Entwicklung verzögert. Auch die vegetative Steuerung wird beeinträchtigt. Die Symmetriestörung bezieht sich auf asymmetrische Phänomene, so auf die Haltung und Bewegung.

Kurz & Bündig

Das Kiss Syndrom

  •  betrifft Babys und Kleinkinder
  •  ist eine Abkürzung für die Kopfgelenk induzierte Symmetriestörung
  •  betrifft die Schädelbasis und den ersten und zweiten Halswirbel
  •  betrifft oft die gesamte Halswirbelsäule
  •  die daraus resultierenden Störungen behindern die kindliche Entwicklung
  •  die vegetative Steuerung wird beeinträchtigt

Die Beeinträchtigungen der Kinder

Das Kiss Syndrom ist auf den ersten Blick zu erkennen und hat gesundheitliche Auswirkungen auf die Säuglinge und Kleinklinder. Aber viel problematischer sind die Symptome und die Entwicklungsstörungen. Diese können Komplikationen bis in die späte Entwicklung mit sich bringen. Der Sichelfuß ist nur eine Problematik, um ein Beispiel zu nennen. Viele Kinder überspringen die Krabbelphase, die für die Entwicklung wichtig wäre und haben später motorische und kognitive Störungen, oder aber auch Entwicklungsverzögerungen.

Das Kiss Syndrom muss auf jeden Fall behandelt werden, denn ansonsten kann die Erkrankung sich zu dem KIDD Syndrom wandeln, welches Gleichgewichtsstörungen mit sich bringt: Kinder stolpern dann sehr oft. Außerdem kann das unbehandelte Kiss Syndrom auch zu ADHD, ADHS und ADS führen. Als Erwachsene können Kiss Kinder dann auch oft an Migräne, Skoliose, Fehlhaltungen (durch die dauerhafte Fehlstellung der Halswirbelsäule) und Tinnitus leiden.

Auswirkungen bei Säuglingen & Behandlung

Das Kiss Syndrom bedeutet im Ganzen ausgeschrieben: Kopfgelenk induzierte Symmetrie Störung. Es kommt häufig bei Säuglingen vor und wird leider in der Schulmedizin erst sehr spät entdeckt. Vom Kiss Syndrom wird gesprochen, wenn es zu einer Fehlstellung der oberen Halswirbelsäule kommt. Die Auslöser für das Kiss Syndrom bei Säuglingen sind spekulativ, jedoch lässt sich anhand von Statistiken feststellen das Kinder die mit der Zange, Saugglocke oder per Kaiserschnitt geboren wurden eher zu dieser Fehlstellung neigen. Das Kiss Syndrom ist nicht mit dem Schiefhals zu verwechseln und bedarf schon im Säuglingsalter der richtigen manuellen Behandlung.

Folgeschäden ohne Behandlung

Wird das Kiss Syndrom nicht schon beim Säugling erkannt kann es zu Folgeschäden kommen. Nach der Geburt ist der Säugling oft unruhig, bevorzugt beim Liegen nur eine Seite, da die Fehlstellung Schmerzen auslöst. Wird Kiss bei einem Säugling nicht behandelt hat es Schlafstörungen, Probleme beim Stillen und Entwicklungsverzögerungen in den Bewegungen. Im Kindergarten- und Schulkindalter führ ein unbehandeltes Kiss Syndrom zu Kopfschmerzen, Problemen in der Motorik, Müdigkeit oder Hyperaktivität. Schlechte schulische Leistungen durch Unaufmerksamkeit sind bei unbehandeltem Kiss keine Seltenheit. Im Erwachsenenalter führt es zu massiven Problemen im Rücken und Kiefer. Die Kiefergelenke sind davon betroffen und das Kauen von Speisen wird zu einer schmerzhaften Erfahrung.

Symptome bei Säuglingen

 Gymnastik hat sich als Therapie gegen das Kiss Syndrom bewährt und kann die Folgeschäden um ein Vielfaches reduzieren. (© Fotolia.com)


Gymnastik hat sich als Therapie gegen das Kiss Syndrom bewährt und kann die Folgeschäden um ein Vielfaches reduzieren. (© Fotolia.com)

Die Symptome für Kiss bei sind bei Säuglingen sind nicht immer klar zu erkennen. Oft werden sie mit Symptomen anderer Krankheiten vom Säugling verwechselt. Hier sollte lieber zweimal kontrolliert werden, ob es sich auch um die richtige Diagnose handelt. Typische Symptome sind:

  • Schiefhaltung des Kopfes
  • Einseitige Schlafposition
  • Asymmetrie am Hinterkopf
  • Auffälligkeiten beim Stillen
  • Neigung zur Überstreckung
  • Überspringen von Entwicklungsphasen
  • Hohe Berührungsempfindlichkeit im Nacken
  • Schlafstörungen
  • Überspringen des Krabbelns – Frühzeitiges laufen
  • Fehlstellung der Füße
  • Langes und grundloses Schreien

Natürlich hat nicht jeder Säugling der viel schreit gleich ein Kiss Syndrom jedoch wird eben oft eine falsche Diagnose gestellt und Eltern verzweifeln an ihren Fähigkeiten. Daher sollte immer ein Facharzt für Kiss aufgesucht werden, wenn die Symptome nicht verschwinden.

Behandlung

Werden Säuglinge frühzeitig behandelt, werden Folgeschäden um ein Vielfaches reduziert oder ganz beseitigt. Spezielle Behandlungen werden manuell angewandt um die Wirbelkörper und Gelenke zu verschieben und an ihren natürlichen Platz zu verweisen.

Behandlungen des ersten Halswirbels, welche die Durchblutung des Schädels und des Nervensystems anregen, haben sich als sichere Behandlungsmethode gegen Kiss durchgesetzt. Gezielte Krankengymnastik und tägliches Fördern der natürlichen Bewegung des Kindes lassen die Beschwerden nach einiger Zeit der Therapie verschwinden. Die Behandlung von Kiss ist immer ein langjähriger Prozess, der sich an die Entwicklung des Kindes anpasst.

Der Schiefhals

Das ständige Bevorzugen einer Seite beim Liegen kann ein Hinweis auf einen Schiefhals sein. (© Fotolia.com)

Das ständige Bevorzugen einer Seite beim Liegen kann ein Hinweis auf einen Schiefhals sein. (© Fotolia.com)

Torticollis muscularis Bei dem Schiefhals sprechen die Ärzte auch vom Torticollis muscularis, was als eine Fehlstellung des Kopfes bei Säuglingen bezeichnet wird. Zwischen Kopf und Halswirbelsäule ist beim Schiefhals der Kopfnickermuskel verkürzt. Die unangenehme Folge ist, dass der Kopf nach einer Seite abkippt.

Ein Schiefhals kann angeboren sein oder sich bei einer falschen Kopfhaltung später zugezogen werden. Durch diese Fehlstellung wird auch die Beweglichkeit der Halswirbel beeinträchtigt. Ein Arzt kann den Schiefhals schon frühzeitig feststellen, welcher in der Kopffehlstellung leicht erkennbar ist.

Die Behandlung

Durch diese Erkrankung kann es auch zur Schwerhörigkeit auf der betroffenen Seite kommen. Der muskulärere Schiefhals lässt sich mit entsprechender Krankengymnastik relativ gut behandeln. Durch gezielte Übungen wird die Muskulatur gestärkt und der Kopf wieder in die richtige Lage gebracht. In einigen Fällen ist etwas Geduld gefragt. Sollte die Therapie keine Erfolge zeigen, so muss der Weg der Operation beschritten werden. Nach einer OP ist es erforderlich, dass der Kopf des Kindes einige Wochen ruhig gelagert wird, damit sich die Nervenbahnen und Muskeln entsprechend erholen können.Die Häufigkeit vom Schiefhals liegt bei etwa 0,5 Prozent bei den Neugeborenen. Eine genetische Ursache wird von den Medizinern vermutet, konnte allerdings bis heute nicht nachgewiesen werden. Fest steht lediglich, dass die rechte Seite häufiger betroffen ist als die linke Seite. Auch die genaue Ursache für diese Erkrankung ist noch nicht erforscht, sodass zurzeit nur die Symptome behandelt werden können.

Der Sichelfuß

 Auch Spreiz- und Plattfuß sind Fußfehlstellungen (wie der Sichelfuß). Vorbeugen kann man durch passendes, gesundes Schuhwerk. (© Fotolia.com)


Auch Spreiz- und Plattfuß sind Fußfehlstellungen (wie der Sichelfuß). Vorbeugen kann man durch passendes, gesundes Schuhwerk. (© Fotolia.com)

Der Sichelfuß tritt häufig bei Säuglingen auf und es handelt sich dabei um eine angeborene Fehlstellung des Fußes, die oft auch auf beiden Seiten auftritt. Die Wölbung des Mittelfußes ist sehr stark und die Zehen zeigen nach innen, dabei gibt es auch eine Adduktionsstellung. Die Ursache für die Fehlstellung ist die Fixierung des Fußes durch die Lage des Fötus in der Gebärmutter. Je nach der Stärke dieser Fehlstellung gibt es dazu auch sehr unterschiedliche Behandlungsformen. Schwache Fälle bei Babys werden mit der Reflex- und Drehgymnastik behandelt. Dabei wird auch der Babinski-Reflex ausgenutzt. Dabei werden beim Entlangstreichen des seitlichen Fußrückens die Zehen gestreift und durch eigene Muskelkraft die Fußform gedehnt. Bei der Drehungsmassage wird der Fuß dann mehrmals täglich in die richtige Form gedreht bzw. gedehnt. Wenn das Kind die Füße nicht selbst in die richtige Position ziehen kann, wird oft eine Bandage angewandt und die Indikation gegeben mit einem Gipsverband und vom Arzt wird unterschiedliches angeordnet.

Der Sichelfuß kann auch durch das KISS Syndrom auftreten

Wenn der Sichelfuß beim KISS Syndrom auftritt, handelt es sich um eine Kopfgelenk-induzierte-Symmetrie-Störung. Die Existenz dieses Syndroms ist ein Krankheitsbild, das klinisch von anderen ähnlichen Störungen stark abgegrenzt ist und die Körperhaltung im Kind- und Säuglingsalter stark beeinflusst. Verschiedene Verhaltensstörungen werden hier ebenfalls aufgezeigt und dazu können nur manuelle Therapien in der Behandlung helfen. Bei KISS handelt es sich um eine Fehlstellung der Wirbelsäule, die hauptsächlich bei Kindern auftritt und deren Diagnose von Geburt an gestellt werden kann. Dabei geht es auch um eine Haltungsasymmetrie, die den Schiefhals verursachen kann, so aber auch den gebogenen Rücken. Und die Schädelasymmetrie sowie die Gesichtsasymmetrie und die Glutäalfaltenasymmetrie und die einseitige Hüftreifungsstörung sowie den Sichelfuß, der schon mehrfach erwähnt wurde. Bei der Therapie im KISS Syndrom bzw. für den Sichelfuß geht es darum, manuell zu behandeln, damit auch die Wirksamkeit der therapeutischen Erfolge nachzuweisen und verschiedene Behandlungstechniken anwenden zu können. Hier werden die Konzepte von den Krankenkassen übernommen. Der Sichelfuß ist also eine Fehlstellung, die im frühen Kindesalter auftritt, aber auch durchaus gut und effektiv behandelt werden kann. Außerdem gibt es da noch den Spreizfuß und den Plattfuß. Auch das sind Fußfehlstelllungen, die behandelt werden können, die aber nicht direkt durch das KISS Syndrom entstehen. Somit ist das Problem des Sichelfuß allgemein gesehen behandelbar und auch der Plattfuß, wie der Spreizfuß sind angeborene Fehlstellungen, die aber behandelt werden können. Hierbei ist immer der individuelle Fall zu beachten, so auch beim Sichelfuß. Für die optimale medizinische Behandlung, fragen Sie den richtigen Arzt.

Fehlstellung der Halswirbelsäule

Der Geburtsverlauf entscheidet häufig bereits über eine Fehlstellung der Halswirbelsäule des Neugeborenens. (© Fotolia.com)

Der Geburtsverlauf entscheidet häufig bereits über eine Fehlstellung der Halswirbelsäule des Neugeborenens. (© Fotolia.com)

Eine Fehlstellung der Halswirbelsäule kann vielfältige Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Bei Babys verursacht eine solche Fehlstellung häufig das Kiss Syndrom. Eine Nichtbehandlung kann zahlreiche Folgen bis ins Erwachsenenalter haben. Ein frühzeitiges Erkennen der Fehlstellung und eine entsprechende Therapie sind daher ratsam.

Ursachen

Der Geburtsverlauf entscheidet häufig bereits über eine Fehlstellung der Halswirbelsäule des Neugeborenens.

Eine Fehlstellung der Halswirbelsäule bei Säuglingen kann vielfältige Ursachen haben, von denen die meisten durch die Geburt entstehen. Negative Auswirkungen auf die Halswirbelstellung können haben:

  • schwere und lange Geburt
  • Zwillingsgebur
  • Kaiserschnitt
  • schnelle Geburt
  • Steiß- und Beckenendlage bei der Geburt
  • Übertragung

Aber auch ein Geburtsgewicht über 4000 g und eine gewisse familiäre Veranlagung können eine Rolle spielen.

Das Kiss Syndrom

Als Kiss Syndrom (Kopfgelenk induzierte Symmetriestörung) wird eine Blockade des Kopfgelenkes bezeichnet, welche zu Asymmetrien und zahlreichen anderen Folgeerscheinungen führen kann. Ausgehend von einer Fehlstellung der Halswirbelsäule treten vielfältige Symptome auf. Allgemein kann die Fehlstellung der Halswirbelsäule bei Säuglingen zu Entwicklungsstörungen, Störungen in der Haltung und Motorik sowie zu vegetativen Störungen führen. So können eine bevorzugte Blickrichtung, der sogenannte “Kiss-Fleck” (ein Haarabrieb am Hinterkopf) sowie Dreimonatskoliken und Gesichtsasymmetrien bei Säuglingen auf die Erkrankung hinweisen. Das Kiss Syndrom wird häufig auch als Schiefhals bezeichnet, jedoch ist die Fehlhaltung des Kopfes nur eine Folge des Syndroms.

Therapie

Zur Behandlung des Kiss Syndroms stehen verschiedene heilpraktische Therapiemethoden eingesetzt. Wichtig für den Erfolg einer Therapie ist eine regelmäßige Untersuchung der Säuglinge und Kleinkinder während der Behandlungsphase. Kiss-Therapeuten setzen zur Behandlung unterschiedliche Therapieformen der manuellen Medizin ein. Dazu gehören:

  • Craniosacraltherapie
  • Chiropraktik
  • Osteopathie
  • Atlastherapie nach Arlen
  • Manualtherapie nach Gutmann
  • HIO-Technik

Auch eine Kombination mehrerer Behandlungsmethoden ist möglich. Medizinische Geräte werden bei den Behandlungen nicht eingesetzt. Die Dauer der Behandlung kann variieren. Eine Dauer von 10 bis 45 Minuten einer Therapiesitzung ist die Regel. Je nach Schwere und Ausprägung des Kiss Syndroms kann schon eine Behandlung mit einer anschließenden Kontrolluntersuchung ausreichend sein, um die Fehlstellung der Halswirbelsäule zu korrigieren. Nach der Behandlung der Halswirbelsäule muss innerhalb von rund 2 Wochen mit einer Reaktionsphase gerechnet werden. Dabei kann es vorübergehend zu einer Verschlechterung der Symptome kommen.