Es gibt zwei Arten der Nierenentzündung. Die eine – die eigentliche Nierenentzündung – ist die Glomerulonephritis. Die andere Form ist Nierenbeckenentzündung. Während die Symptome ähnlich – sehr unangenehm – sein können sind die Ursachen komplett unterschiedlich.


Nierenentzündung versus Nierenbeckenentzündung

Die erste Form ist eine Entzündung der Nierenrinde. Die zweite Form – die Nierenbeckenentzündung betrifft die harnführenden Teile des Körpers. Für die Prognose und die Behandlung ist die genaue Bestimmung wichtig. Die Nierenentzündung ist eigentlich eine Autoimmunkranheit und kann mit Immunsupressiva kontrolliert werden, die Nierenbeckenentzündung ist bakteriologisch verursacht und kann mit Antibiotika behandelt werden, sodass sich die Nierenwerte wieder verbessern.

Entstehung einer Nierenentzündung

Zunächst gibt es bei den Betroffenen Patienten einige genetische Disposition für diese Erkrankung. Das Immunsystem kann sich gegen eigenes Gewebe richten. Dies gilt für einige Erkrankungen, die Glutenunverträglichkeit wie auch Formen der Diabetes gehören dazu. Durch äußere Einflüsse fängt nun das Immunsystem an, sich gegen das eigene Gewebe zu wehren.

Eine Nierenentzündung kann im schlimmsten Falle sogar zu multioplem Organversagen führen

Eine Nierenentzündung kann im schlimmsten Falle sogar zu multioplem Organversagen führen

Ein Kontakt mit einem Bakterium kann ein solcher auslösender Trigger sein. Während der Mikroorganismus schon längst zerstört ist, arbeitet das eigene Immunsystem weiter an der Zerstörung des eigenen Organs – hier der Niere. Langsam aber sicher wird so die Niere geschädigt.

Folgen der Nierenentzündung

Es gibt verschiedene Versionen der Nierenentzündung. Eine schleichende Form sowie eine akute Form. Bei der akuten Form kann es unmittelbar zu einem Ausfall der Organe und anschließend einer Harnvergiftung kommen. Bei einer Harnvergiftung wird Harnstoff – der für den Organismus toxisch ist – nicht mehr aus dem Körper entfernt. Es kann zu einem multiplen Organversagen mit letalem Ausgang kommen. Hier hilft dann nur noch eine baldige Dialyse. Da in diesem Fall die Nieren final zerstört sind, bleibt es bei der Dialyse bis zu einer Transplantation.

Die schleichende Form merkt der Patient zunächst kaum. Müdigkeit, Nachtfieber und eventuell ein schäumender Urin sind die Warnzeichen. Die Schädigung des Körpers ist auf die Dauer jedoch sehr intensiv, sodass nur eine Nierentransplantation helfen kann Zum einen verlieren die Nieren ihre Filterfunktion, zum anderen werden wichtige Proteine und Mineralien einfach weggespült. Daneben steigt der Blutdruck an – der Blutdruck wird in der großen Arterie der Nieren generiert.

Maßnahmen

Wenn die Diagnose einer Nierenentzündung gestellt ist, dann helfen Immunsupressiva. Eventuell kann man den Verlauf der chronischen Form sowie auch der akuten Form abmildern.

Eine Beobachtung der Werte – insbesondere des Blutdrucks – sind für die Behandlung sehr wichtig.