Oftmal sind speziell die Gliedmaßen, wie Beine, von Phlegmone betroffen. Oftmal sind speziell die Gliedmaßen, wie Beine, von Phlegmone betroffen.     Oftmal sind speziell die Gliedmaßen, wie Beine, von Phlegmone betroffen. (© britta60 – Fotolia)

Oftmal sind speziell die Gliedmaßen, wie Beine, von Phlegmone betroffen.  (© britta60 – Fotolia)

Als Phlegmone bezeichnet man eine flächenhafte, diffus-eitrige Entzündung des interstitiellen Körpergewebes, die wegen des abgesonderten Wundsekretes und des Eiters zu den exsudativen, also mit der Freisetzung von eiweißreichen Flüssigkeiten einhergehenden Entzündungen gehört, bzw. eine Sonderform dieser darstellt.


Man findet die Phlegmone zumeist in den Hautgeweben, im Mediastinum, am hinteren Teil des Bauchfells und in und um Muskeln, Faszien und Sehnen. Als Ursache lassen sich häufig kleine Verletzungen der Haut (z.B. Rhagaden) feststellen, die einen Befall durch Staphylokokken oder Streptokokken ermöglichen. Auch unreine Spritzen oder Skalpelle können Erreger dieser Art in das Gewebe einbringen. Da die Phlegmone in der Regel keine Abgrenzungen bildet, breitet sie sich ohne Behandlung schnell aus.

Symptome

Oft sind die Gliedmaßen befallen, vermutlich weil sie am häufigsten kleinen Verletzungen im Alltag ausgesetzt sind. In diesen Fällen zeigt sich die Phlegmone bedingt durch eine Mehrdurchblutung als eine überwärmte Hautrötung (Erythema) an Armen oder Beinen. Meist ist die untere Körperhälfte stärker betroffen und Männer erkranken häufiger als Frauen. Auch Diabetes mellitus und arterielle Verschlusskrankheit stellen zusätzliche Risikofaktoren für eine Phlegmone dar. Oftmal sind speziell die Gliedmaßen, wie Beine, von Phlegmone betroffen. Neben einem reduzierten Allgemeinzustand, Fieber, Schmerzen und weiteren typischen Entzündungssymptomen kann die Phlegmone Körpergewebe zerstören, auf Knochen und Gelenke übergreifen und in schweren Fällen eine Blutvergiftung (Sepsis) auslösen und ist daher unbedingt behandlungsbedürftig. Für eine gesicherte Diagnose werden im Labor Leukozytose, Entzündungsparameter und Erreger nachgewiesen.

Behandlung

Da es sich bei der Phlegmone um eine Streptokokken- bzw. Staphylokokkeninfektion handelt, ist die Behandlung mit Antibiotika in den meisten Fällen sinnvoll und erfolgt bevorzugt mit Penicillin. Bei einer Penicillinallergie kann auch auf Medikamente aus der Gruppe der Cephalosporine zurückgegriffen werden. Ist die Phlegmone schon eingeschmolzen, kann auch eine chirurgische Wundbehandlung notwendig werden, bei der das abgestorbene Gewebe entfernt und der Eiter durch eine Drainage abgeleitet wird. Zusätzlich können lokale Antiseptika appliziert werden und auch eine Ruhigstellung und Hochlagerung der von der Phlegmone betroffenen Gliedmaße ist empfehlenswert. Als lindernd haben sich kühlende Quarkwickel und feuchte Umschläge mit Arnika- oder Kamillentinktur bewährt. Grundsätzlich hat die Phlegmone eine sehr gute Prognose, wenn frühzeitig behandelt und konsequent ruhiggestellt wird. Die Eintrittspforten für die Erreger müssen behandelt und somit beseitigt werden, um Rückfälle und Komplikationen zu vermeiden.

Entzündliche Hautkrankheiten

 Neurodermitis ist einer der häufigeren Hautkrankheiten.(© lisalucia – Fotolia)

Neurodermitis ist einer der häufigeren Hautkrankheiten.(© lisalucia – Fotolia)

An Hautkrankheiten existiert eine große Anzahl. Schnell kann jeder davon betroffen sein. Gut ist es daher, etwas über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten zu wissen. Die Namen Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis hat fast jeder schon einmal gehört. Doch was verbirgt sich dahinter? Beide Erkrankungen sind als chronische Hautkrankheiten einzustufen. Entstehen kann diese Krankheit u.a. durch erbliche Disposition. Bekannt sind die roten schuppenden Flächen: Die Herde. Oft sind diese nur lokal begrenzt auf Kopf oder Knie. Es kann aber auch die gesamte Haut betroffen sein. Die Behandlung gestaltet sich leider schwierig. Es werden Salben verordnet. Ferner kann mit UV-Bestrahlung geholfen werden. Manchmal ist auch eine Kombinationstherapie hilfreich. Alle die nicht unbedingt sofort zur Chemie greifen wollen, können es in leichteren Fällen auch mit dem Hausmittel Schwarzer Tee versuchen. Man mache drei Mal täglich Umschläge damit. Außerdem existieren noch Hautkrankheiten, die duch kleine, manchmal fast unmerkliche Verletzungen auftreten können.

Neurodermitis

Die Neurodemitis (Ekzem) zählt ebenfalls zu den häufig auftretenden Hautkrankheiten. Hier gilt Stress als auslösender Faktor. Aber auch Kontaktekzeme treten immer gehäufter auf. Hier empfielt sich zunächst die genaue Abklärung durch einen Allergologen. Behandelt wird diese Krankheit ähnlich wie die Schuppenflechte.

Knötchenflechte

Die Knötchenflechte sei hier auch noch erwähnt. Es bilden sich kleine juckende Knötchen, die sich über den gesamten Körper ausbreiten können. Die Knötchenflechte ist allerdings eine der Hautkrankheiten, die einen harmlosen Verlauf nimmt. Oft heilt sie auch ohne ärztliche Behandlung wieder ab. Sollte sie allerdings durch Medikamente hervorgerufen worden sein, muss man über eine Medikamentenreduzierung oder gar ein Absetzen nachdenken.

Erysipel

Typische Symptome für Erysipel sind starke Hautrötungen. (© Klaus Eppele – Fotolia)

Typische Symptome für Erysipel sind starke Hautrötungen. (© Klaus Eppele – Fotolia)

Bei einem so genannten Erysipel, welches auch unter dem Namen Wundrose bekannt ist, handelt es sich um eine bakterielle Hautentzündung. Auslöser ist das Eindringen von Bakterien durch eine offene Wunde in der Haut und deren Ausbreitung über das Lymphsystem. Dabei sind Menschen mit einem ohnehin schon geschwächten Immunsystem, beispielsweise durch AIDS oder Diabetes, häufiger betroffen. Erysipel treten meistens an den Beinen, aber auch im Gesicht auf und führen dort zu starken Schmerzen. Ohne angemessene Therapie besteht eine hohe Gefahr auf einen chronischen Krankheitsverlauf bis hin zu einer Blutvergiftung. Deshalb sollten Erysipel immer ernst genommen und sofort beim Arzt behandelt werden.

Symptome

Die typischen Symptome sind starke Rötungen der betroffenen Hautpartien, einhergehend mit hohem Fieber, Schüttelfrost und Schwächegefühlen. Außerdem fühlt sich die Haut sehr warm an und steht unter Spannung. Die Lymphknoten in der nahen Umgebung der Entzündung sind zudem angeschwollen und führen bei Berührung zu Schmerzen. Sucht man möglichst zügig einen Arzt auf kann dieser anhand der Symptome und einer Blutuntersuchung schnell eine Diagnose erstellen und Penicillin verabreichen.

Behandlung

In günstigen Fällen heilt das Erysipel dann schon in wenigen Tagen ohne weitere Folgen aus. Je nach Fortschritt der Erkrankung ist aber eventuell auch ein Krankenhausaufenthalt nötig. Dort werden über intravenös verabreichte Antibiotika die Bakterien abgetötet. Zudem sollte man die betroffenen Bereiche schonen, kühlen und hoch lagern. Um einen Rückfall zu vermeiden, muss der Arzt außerdem die Stelle, durch welche der Erreger in den Körper eindringen konnte, ausfindig machen und entsprechend behandeln.

Eine spezielle und besonders bösartige Form der Entzündung sind die so genannten phlegmonösen Erysipel, welche ganze Teile der Haut zerstören und sich weiter ins Innere des Körpers ausbreiten. Daher sind betroffenen Hautpartien häufig dunkel bis schwarz gefärbt und es kann zu Eiterbildung kommen. Bei einem solchen Krankheitsbild kann unter Umständen auch ein chirurgischer Eingriff nötig sein, um das abgestorbenen Gewebe zu entfernen, bis mit der eigentlich Antibiotika Behandlung begonnen werden kann.

Staphylokokken

Staphylokokken (aus dem lateinischen Staphyloccocus) sind ernstzunehmende Bakterien, die gravierende Krankheitsverläufe verursachen können. Aber was genau sind Staphylokokken und was macht sie so gefährlich? Staphylokokken sind Bakterien, die eine erhöhte ph-Toleranz aufweisen und deshalb nur schwer mit Desinfektion und Austrocknung unschädlich zu machen sind. Darüber hinaus entwickeln sie schnell Resistenzen gegenüber Antibiotika, da sie ihre Struktur stetig verändern. Dieser Umstand macht sie besonders gefährlich, da sie dadurch nur erschwert behandelbar sind.

Ansteckungsgefahr

Staphylokokken tragen wir auf unserer Haut. (© Alexander Raths – Fotolia)

Staphylokokken tragen wir auf unserer Haut. (© Alexander Raths – Fotolia)

Tatsächlich tragen wir die Staphylokokken überwiegend auf unserer Haut und Schleimhaut, sowohl der Mensch als auch das Tier. Zunächst ist das nicht weiter schlimm, wenn man nicht immungeschwächt ist oder sonstige ernstzunehmende Krankheiten zu verzeichnen hat. Eine erhöhte Anzahl dieser Erreger lässt sich bei Diabetikern, Personen aus dem Gesundheitswesen oder Menschen, die in Kontakt mit Drogen stehen beobachten.

Die Bakterien vermehren sich schnell und finden besonders bei kranken Menschen schnell eine Eintrittspforte und die optimalen Bedingungen, um sich weiter zu vermehren. Krankenhäuser haben deshalb mit den Ausmaß der Staphylokokken am meisten zu kämpfen. Die Erreger halten sich in so einer Gesundheiteinrichtung am meisten auf und finden dort immer einen Wirt. Besonders infektiös sind dabei Wundsekrete, Blut erkrankter Menschen, infektiöse großflächige Wundarsenale und Atemwege. In seltenden Fällen können auch Ansteckungen durch medizinische Gerätschaften erfolgen, da wie bereits erwähnt eine Desinfektionsmittelresistenz oftmals besteht.

Ursachen und Symptome

Es gibt eine Vielzahl an Symptomen und Krankheiten, die der Erreger hervorrufen kann. Es existierent mehrere Gattungen der Staphylokokken und so unterscheiden sie sich auch in den Symptomen nach Ansteckung. Der Typ aureus verursacht Symptome wie starke Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle.

Darüber hinaus kann es aber auch zu Wundinfektionen, Knochenmark- und Lungenentzündungen, sowie Blutvergiftungen kommen. Krankheiten, die aus einer Staphylokokkos Infektion resultieren, sind vorallem Entzündungen des Bindegewebes (Phlegmone) und sämtliche eitrige Entzündungen an Körperteilen.

Behandlung

Wie bereits erwähnt weisen diese Bakterien oftmals eine Resistenz auf. Jedoch ist eine Bekämpfung mit Antibiotika die erste Wahl. Oberste Priorität hat jedoch der Infektionsschutz, sodass sich dieser multiresistente Keim gar nicht erst ausbreiten kann. Händedesinfektion ist gleichermaßen wie die übrige Hygienemaßnahmen an allen Oberflächen in Gesundheitseinrichtungen von hohem Stellenwert. Einen hier zu Lande neuen Ansatz verfolgt Holland bereits seit vielen Jahren und die niedrige Anzahl an multiresisten Keimen gibt dem Verfahren Recht. Holland setzt auf ein MRSA-Screening, welches bei jedem Patienten bei Aufnahme in das Krankenhaus erfolgt. Somit können sämtliche Vorkehrungen zum Aufhalten der Keimverbreitung getroffen werden. Dieser Ansatz ist sicherlich auch für Deutschland empfehlenwert, um den Staphylokokkenerreger Einhalt zu gebieten.

Eiter

Eiter tritt oft in Verbindung mit Zahnproblemen auf. (© line-of-sight – Fotolia)

Eiter tritt oft in Verbindung mit Zahnproblemen auf. (© line-of-sight – Fotolia)

Eiter ist eine gelbliche Flüssigkeit, welche sich für die Patienten sehr bedrohlich ansieht und im Einzelfall auch sein kann. Die Entwicklung von Eiter ist in einer Vermehrung von Bakterien und absterbenden Zellen zu sehen. Der Körper versucht auf diesem Weg, fremde Eindringlinge wieder los zu werden und einen Heilungsprozess einzuleiten. In einigen Fällen gelingt es und manchmal ist ein medizinischer Eingriff erforderlich, damit der Eiter abfließen kann.

Ursachen und Behandlung

Die meisten Menschen kennen Eiter von Wunden, welche nicht gleich abheilen oder von vereiterten Wurzeln im Zahnbereich. Diese Beschwerden verursachen sehr häufig erhebliche Schmerzen und für die außenstehenden Menschen ist die Vereiterung der Wange sehr deutlich optisch zu sehen. In den meisten Fällen muss zuerst der Eiter bekämpft werden, bevor weitere Zahnbehandlungen erfolgen können. Inwieweit Eiter gefährlich ist, hängt von der Entzündung ab. In einigen Fällen können die Beschwerden durch das Auftragen von Salben beseitigt werden, in anderen Fällen ist eine fachliche Versorgung durch Ärzte notwendig. In Einzelfällen haben auch Mediziner ihre Schwierigkeiten, um Eiter in den Griff zu bekommen. Es wird intensiv mit Antibiotika gearbeitet und trotzdem dauert es eine gewisse Zeit, bis eine Verbesserung bei der Heilung zu sehen ist.

Phlegmone ist eine Erkrankung, wo sich in diffuser Form Eiter in den Weichteilen ausbreitet. Die Ursachen können schon kleine Verletzungen der Haut sein, wo sich die Beschwerden in ringförmiger Form vom Zentrum ausbreiten. Phlegmone ist häufig sehr schmerzhaft und führt in mehreren Fällen sogar zum Fieber. Aufgrund der beträchtlichen Ausbreitung ist Antibiotika das beste Mittel, um diese Beschwerden zu bekämpfen. Schwieriger wird es bei der Behandlung, wenn der Patient resident gegen Antibiotika ist. In diesem Fall kann nur noch mit hoch dosiertem Penicillin gearbeitet werden, um die Erkrankung in den Griff zu bekommen. Bei einer unzureichenden Behandlung ist die Gefahr einer Blutvergiftung nicht auszuschließen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich die betroffenen Personen schnellstens in eine entsprechende Behandlung begeben und nicht auf einen Selbstheilungsprozess hoffen. Der Eiter kann in relativ kurzer Zeit mehr Schaden anrichten, als es sich einige Menschen vorstellen können.

Diese Beschwerden dürfen nicht auf die leichte Schulter genommen werden und sollte in kurzer Zeit keine Verbesserung der Beschwerden auftreten, ist sofort ein Arzt aufzusuchen.

Erythema

Ein Erythema ist eine gerötete Stelle auf der Haut, die mit Schmerzen und Knoten einhergeht. (© casi – Fotolia)

Ein Erythema ist eine gerötete Stelle auf der Haut, die mit Schmerzen und Knoten einhergeht. (© casi – Fotolia)

Bei einem Erythema handelt es sich um eine gerötete Stelle auf der Haut, die oft mit Schmerzen und kleinen Knoten einhergeht. Wunde Hautstellen können verschiedene Ursachen haben. Sie können auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein und als Symptome verschiedener Infektionskrankheiten auftreten. Ein Erythema kann in verschiedenen Größen und unterschiedlicher Intensität auftreten. Die Rötung der Haut entsteht durch eine erhöhte Durchblutung der betroffenen Hautpartie. Sie sind nicht zwangsläufig ein Hinweis auf eine Krankheit und können auch von selbst wieder abklingen. So wird unter anderem auch die Schamesröte als Erythema bezeichnet.

Ursachen

Die Ursachen für die Entstehung eines Erythema können unterschiedlich sein. Sie können nach einiger Zeit von selbst abklingen, jedoch auch ein Hinweis auf eine Erkrankung sein. Es empfiehlt sich somit, die Ursachen für ein Erythema ärztlich abklären zu lassen.
Mögliche vorliegende Erkrankungen:

  • Stevens-Johnson-Syndrom
  • Scheibenrose
  • Lyell-Syndrom

Sie können auch als Begleiterscheinung von Phlegmonen auftreten. Bei Phlegmonen handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die auch unter der Hautfläche stattfinden kann. Im Zuge dieser Infektion können Erythema entstehen. Die Haut überhitzt und kann eine gräuliche Farbe annehmen.

Symptome, Diagnose und Verlauf

Ein Erythema äußert sich durch die rötliche Verfärbung der Haut, die zusammen mit Schwellungen und schmerzhaften Veränderungen der Haut einhergehen kann. Liegt eine solche Veränderung der Haut vor, sollte ein Dermatologe aufgesucht werden. Dieser übt Druck auf die betroffene Stelle aus. Verfärbt sich die Rötung dadurch, handelt es sich um ein Erythema. Ein Allgemeinmediziner kann im Anschluss durch Untersuchungen herausfinden, ob eine andere Grunderkrankung vorliegt. Eine besondere Form der Erythema ist die Erythrodermie, bei der mehr als 90 Prozent des Körpers von der Krankheit betroffen sind. Durch eine Erythrodermie verliert der Körper des Betroffenen an Wärme, was dazu führt, dass er seine Umgebung als kälter empfindet, als seine Mitmenschen.

Therapie

Die Behandlung eines Erythemas ist abhängig von deren Ursache. So ist zum Beispiel Scheibenrose nicht therapierbar, andere Krankheiten können aber bei rechtzeitiger Diagnose gut therapiert werden. Das Erythema selbst kann nicht behandelt werden, klingt jedoch von selbst oder nach nach erfolgreicher Therapie der Grunderkrankung, ab.