In Folge verschiedener teils schwerer Erkrankungen kann ein sogenannter Pleuraerguss entstehen. In fortgeschrittenem Stadium geht dieser mit schwerer Atemnot einher. Hierbei handelt es sich um Flüssigkeit, die sich aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen zwischen der inneren Wand des Brustkorbes und der Lunge ansammelt. Ein Ausdehnen der Lunge beim Einatmen wird dadurch zum Teil massiv behindert, sodass die Betroffenen bei größerer Flüssigkeitsansammlung unter Atemnot leiden.


Ein Pleuraerguss ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, da er ernsthafte Folgen und eine Operation nach sich ziehen kann. Es werden folgende Unterscheidungen gemacht:

1. Seröser Pleuraerguss

Dieser liegt oft in einer chronischen oder akuten Herzschwäche begründet. Das Herz arbeitet nicht mehr richtig, sodass das Blut nicht mehr ausreichend von der Lunge weggepumpt wird und sich in die Pleurahöhle drückt. Im Rahmen einer Rippenfellentzündung oder aufgrund einer bösartigen Erkrankung kann er ebenfalls entstehen.

2. Eitriger Pleuraerguss

    Ein Pleuraerguss wird durch Abhören und -klopfen der Lunge diagnostiziert. (© Fotolia.com)

Ein Pleuraerguss wird durch Abhören und -klopfen der Lunge diagnostiziert. (© Fotolia.com)

Eiteransammlungen zwischen der inneren Wand des Brustkorbes und der Lunge können als Folge einer schweren bakteriellen Lungenentzündung auftreten.

3. Blutiger Pleuraerguss

Durch Verletzungen kann sich Blut in der Pleurahöhle ansammeln. Selten handelt es sich um Blut in Folge von schweren bösartigen Tumoren der Lunge bzw. des Rippenfells.

4. Ansammlung von Lymphe

Die Ursache der Flüssigkeitsansammlung liegt darin begründet, dass die Abflussfähigkeit der Lymphflüssigkeit gestört ist. Dies kann bei Lymphknotenerkrankungen wie z.B. Leukämie der Fall sein.

Diagnose

In fortgeschrittenem Stadium kann der Arzt durch Abklopfen des Brustkorbes bzw. Abhören der Lunge erkennen, ob ein Erguss vorliegt. Durch Ultraschall, Punktion oder Computertomographie sind genauere Erkenntnisse möglich.

Therapie

Die Therapie richtet sich nach dem Krankheitsbild. Liegt eine Herzschwäche oder eine fortgeschrittene Krebserkrankung vor, so wird mittels einer Operation ein steriler Puder zwischen Lunge und Rippenfell mit einer Thoraxdrainage verteilt, damit sich Rippen- und Lungenfell miteinander verbacken. Die Lunge soll anschließend fest an der inneren Wand des Brustkorbes haften und so ihre Funktion voll und ganz erfüllen. Häufig ist eine wiederholte Punktion, bei der immer wieder kleinere Mengen an Flüssigkeit entfernt werden können, erfolgversprechend.

Die häufigste angwendete Therapie ist eine Drainage, bei der zunächst die Einstichstelle betäubt und anschließend mit einer Hohlnadel die Pleurahöhle ebenfalls betäubt wird. Dann wird ein Schlauch in die Höhle geschoben und die Flüssigkeit durch Unterdruck abgesaugt. Bei Ansammlung von Eiter ist wird eine Operation in Form von „Schlüsselloch-Chirugie“ erforderlich. Der Eiter wird entfernt und Verwachsungen zwischen Lunge und Rippenfell getrennt. In schwereren Fällen können gleichzeitig auch Spülungen mit Kochsalzlösung und Antibiotika injiziert werden.

Pleurodese

Als Pleurodese bezeichnet man einen operativen Eingriff, bei dem der Pleuraspalt zwischen Lungenfell (Pleura visceralis) und Brustfell (Pleura parietalis) verödet wird. Dies geschieht durch eine Verklebung und dadurch ausgelöst eine Verwachsung des Lungenfells mit dem Brustfell. Dieser Eingriff soll verhindern, dass sich Luft oder Flüssigkeit zwischen den beiden Pleurablättern ansammelt und die Lunge kollabieren lässt.

Bei welchen Patienten wird diese Operation durchgeführt?

Eine Pleurodese wird in der Regel bei Patienten durchgeführt, die innerhalb kurzer Zeit dreimal einen Pneumothorax (Luftansammlung im Pleuraspalt) oder einen Pleuraerguss (Flüssigkeitsansammlung im Pleuraspalt) erlitten haben. Bei besonderen Risikogruppen, wie Piloten oder Tauchern, kann der Eingriff auch nach erstmaligem Auftreten eines Pneumothorax durchgeführt werden.

Operationsmethoden

Man unterscheidet die chemische, die chirurgische und die passive Pleurodese (Drainageverfahren). Alle drei Verfahren können miteinander kombiniert werden:

1) Chemische Pleurodese: Mit Hilfe verschiedener chemischer Substanzen wird eine massive Entzündung der Pleurablätter herbeigeführt. Diese Substanzen können als Flüssigkeiten über Katheter in den Pleuraspalt eingebracht werden, oder auch in Form von Pudern oder Aerosolen im Rahmen einer Operation. Als Folge dieser Entzündung verkleben die Pleurablätter miteinander.

    Eine Pleurodese wird bei einem Pleuraerguss oder einem Pneumothorax durchgeführt. (© Fotolia.com)

Eine Pleurodese wird bei einem Pleuraerguss oder einem Pneumothorax durchgeführt. (© Fotolia.com)

2) Chirurgische Pleurodese: Zunächst werden Ergüsse abgesaugt und eventuell vorhandene pathologische Veränderungen (Tumore, Lungenblasen) entfernt. Anschließend wird der Rippenfell genannte Teil des Brustfells teilweise oder komplett entfernt, um eine Verwachsung der Lunge mit der Brustwand zu ermöglichen.

Bleibt ein Rest des Rippenfells erhalten, kann der verbliebene Pleuraraum zusätzlich mit Fibrinkleber oder Talkumpuder verschlossen werden. Neuere chirurgische Verfahren setzen zunehmend auch Laser ein, mit denen kleine Lungenbläschen, die einen Pneumothorax auslösen könnten, verödet werden, ohne dass das gesunde Umgebungsgewebe geschädigt werden muss.

3) Passive Pleurodese: Dieses auch Drainagebehandlung genannte Verfahren setzt auf das mechanische Absaugen von Flüssigkeit oder Luft aus dem Pleuraspalt. Durch das Absaugen kann sich die zuvor teilkollabierte Lunge wieder ausdehnen und die beiden Pleurablätter aneinander drücken. Im Idealfall kommt es dabei zu einer Verklebung von Brustfell und Lungenfell.

Das Drainageverfahren gilt als weniger stabil und wird daher in der Regel nur bei Patienten eingesetzt, bei denen wegen einer schweren Grunderkrankung ein chirurgischer Eingriff zu riskant wäre und vor allem eine schnelle Entlastung angestrebt wird.

Risiken der Operation

Als Folge einer gezielt herbeigeführten Entzündung oder Operation am Brustfell kann es zu einem eitrigen Erguss, dem sogenannten Pleuraempyem, kommen. Eine weitere Komplikation stellt die sogenannte Pleuraschwarte dar. Durch die Verwachsung der beiden Pleurablätter können sich bis zu mehrere Zentimeter dicke Schwielen bilden, die die Beweglichkeit der Lunge so stark einschränken, dass es zu starken Atembeschwerden kommt.

Pneumothorax

Unter einem Pneumothorax wird ein Krankheitsbild bezeichnet, welches durchaus lebensbedrohlich ist, da die Ausdehnung des Lungenflügels behindert wird, sodass eine Atmung nur mehr schwer bis gar nicht mehr möglich ist. Die Erkrankung kann harmlos sein, sodass es der Patient selbst nicht mitbekommt, kann jedoch auch so weit gehen, dass es bis zu einer kollabierten Lunge kommt bzw. zu einem Spannungspneumothorax, bei welchem neben der Lungen auch die Herz-Kreislauf-Funktion erheblich eingeschränkt werden kann.

Die Ursache

Je nach Entstehung wird der Pneumothorax in drei Formen eingeteilt. So gibt es den spontanen Pneumothorax, welcher oftmals zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr auftritt und in der Regel Raucher betrifft. Der traumatische Pneumothorax hingegen besteht immer durch indirekte oder direkte Verletzung des Brustkorbs wie der Organe. Wie auch beim Pleuraerguss kann hier eine Verletzung der Lunge durch Rippenbrüche, Stichverletzungen, Schussverletzungen als auch Quetschungen wie auch sehr starke Prellungen ausschlaggebend sein. Der therapeutische Pneumothorax ist ein künstlich angelegter Pneumothorax, welcher vor allem bei Lungentuberkulose eingeleitet wurde. Dieses Verfahren wird jedoch aufgrund der medikamentösen Weiterentwicklung nicht mehr angewendet.

Symptome und Diagnose

Am sichersten kann man einen Pneumothorax mithilfe eines CTs erkennen. (© Fotolia.com)

Am sichersten kann man einen Pneumothorax mithilfe eines CTs erkennen. (© Fotolia.com)

Die Symptome sind individuell. So kann bereits ein Hustenreiz ein Hinweis darauf sein wie auch das Gefühl zu ersticken. Eine schnelle Atmung wie auch körperliche Unruhe wie auch ein unangenehmes Gefühl beim Einatmen sind weitere Symptome. Ebenfalls klagen Patienten oft über Atemnot, einer Enge im Brustkorbbereich wie auch Schmerzen im Kopf und Rücken. Die Patienten können auch aufgrund der mangelnden Sauerstoffaufnahme gräuliche bis bläuliche Haut bekommen.

Die Diagnose wird mittels Abhörens der Lunge gestellt, wobei oftmals auch mit der Perkussion (der Brustkorb wird abgeklopft) getestet wird, ob ein hohler Klopfschall hervorgeht oder nicht. Zur Absicherung wird ein Röntgenbild des Brustkorbes veranlasst bzw. ein Lungenröntgen, bei welchem ebenfalls gut erkennbar ist, ob es sich um einen Pneumothorax handelt oder nicht. Ebenfalls wird oftmals ein Ultraschall angewendet, wobei dies durchwegs nicht immer die beste Variante ist. Die sicherste Möglichkeit, einen Pneumothorax oder andere Verletzungen zu erkennen ist das CT.

Behandlung

Bei einer traumatischen Entstehung wird eine Bülau Drainage gelegt, welche die Flüssigkeit ableitet. Ist der Pneumothorax spontan entstanden, wird oftmals keine weitere Maßnahme unternommen, da die Patienten das oftmals selbst nicht bemerken und somit erst gar keine ärztliche Hilfe suchen.

Lungenemphysem

Ein Lungenemphysem ist eine irreversible Überblähung der kleinen mit Luft angefüllten Lungenbläschen. Es bildet den gemeinsamen Endpunkt einer ganzen Reihe von Lungenerkrankungen.

Entstehung des Lungenemphysems

Durch verschiedene Schadstoffe, wie zum Beispiel Tabakrauch oder Quarzstaub oder aber durch körpereigene Proteasen kann es zu entzündlichen Veränderungen des Lungengewebes kommen. Da sich der äußere Druck auf die Bronchiolen zusätzlich noch erhöht, können diese beim Ausatmen kollabieren und dadurch bleibt die in den Alveolen enthaltene Luft gefangen. Als Folge entsteht daraus eine Überblähung der Lunge. Dies ist eine oft vertretene Theorie, allerdings gibt es auch andere Vermutungen.

Eine weitere Theorie besagt, dass ein Asthma bronchiale zur Entstehung des Lungenemphysems führen kann. Dabei kann weniger verbrauchte Luft ausgeatmet werden und somit kann weniger frische Luft aufgenommen werden. Dies kann im Extremfall dazu führen das aus den vorher funktionstüchtigen Lungenbläschen große funktionslose Emphysemblasen werden. Auf alle Fälle lässt sich festhalten, dass in allen Fällen die Lunge an Elastizität verliert und die enthaltene Luft somit nicht mehr vollständig entweichen kann.

Typische Symptome

Atemnot ist immer ein Symptom eines Lungenemphysems. (© Fotolia.com)

Atemnot ist immer ein Symptom eines Lungenemphysems. (© Fotolia.com)

Generell kann man feststellen, dass bei einem Lungenemphysem immer eine chronische Atemnot vorliegt. Zuerst meist nur bei Belastungen später dann auch bei Ruhezuständen. Auch kann sich eine bläulich-rote Verfärbung der Lippen, Fingerspitzen und Zehenspitzen durch den verminderten Sauerstoffgehalt des Blutes zeigen. In einem sehr ausgeprägtem Stadium kann es möglich sein, dass die Luft nicht einmal mehr zum Ausblasen einer Kerze ausreicht. Außerdem lässt sich eine Zunahme des Brustkorbumfangs verzeichnen und im Spätstadium kommt es schließlich zu einer Herzbelastung was zu einer Ausbildung eines Tropfenherzens führen kann.

Behandlungsformen Lungenemphysem

Da die auftretenden Schäden der Lunge irreversibel sind, lässt es sich nicht heilen, jedoch kann mit einer konsequenten Therapie ein Fortschreiten verlangsamt werden und die Lebensqualität des Patienten stark verbessert werden. An erster Stelle steht bei Rauchern die Rauchentwöhnung und generell sollten alle Belastungen wie Abgase und Feinstoffe vermieden werden.

Auch versprechen Medikamente, oft in Form von Sprays Besserung. Ein weiterer Punkt ist die Physiotherapie. Eine ausgewogene Mischung an Kraft- und Ausdauertraining kann bei einem Lungenemphysem Hilfe bringen. Des Weiteren bringt oft auch eine Sauerstofflangzeittherapie Linderung. Bei fortgeschrittener Erkrankung können auch operative Eingriffe helfen.

Auf jeden Fall kann man sagen, dass je eher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Therapiechancen.

Aszites

Die Krankheit Aszites wird umgangssprachlich auch Bauchwassersucht genannt und ist eine Ansammlung von Flüssigkeiten in der freien Bauchhöhle. Bei einem gesunden Menschen befinden sich nur ganz geringe Spuren von Flüssigkeiten in dieser freien Bauchhöhle. In kleinen Mengen sind die Aszite meist harmlos und werden nur durch die große Ansammlung zum Problem und zur eigentlichen Krankheit Aszites. In den meisten Fällen ist die Ansammlung der Flüssigkeiten zwar schmerzlos aber trotzdem nicht angenehm. Die Unterform der malignem Aszites ist auf eine Tumorerkrankung zurückzuführen, bei der meist das Bauchfell von Metastasen angegriffen wird. In schlimmen Fällen kann es dazu kommen, dass aufgrund der Krankheit Darmbakterien aus dem Darm auswandern und so eine Peritonitis hervorrufen.

Ursache

Die Ursache dieser Wasseransammlung ist meist der Übertritt der Flüssigkeiten von den Blutgefäßen in die Bauchhöhle. Dieser ruft eine Ausschüttung von Entzündungsfaktoren hervor, die die Gefäßwände durchlässiger für weitere Flüssigkeiten machen. In schwerwiegenden Fällen von Organverletzungen kann es sogar zur Ansammlung von Blut in der Bauchhöhle kommen. Dies wird als spezielle Sonderform der Aszites betrachtet und muss gesondert behandelt werden.

Diagnose

Eine große Aszites ist sehr gefährlich. (Foto: James Heilman, MD)

Eine große Aszites ist sehr gefährlich. (Foto: James Heilman, MD)

Folgende Symptome führen zur Diagnose von Aszites:

  • Eine Sichtbare Schwellung ist vorhanden
  • Durch seitliches Anstoßen bildet sich eine Welle, die auf der gegenüberliegenden Bauchseite ertastet werden kann
  • Durch Ultraschall wurde am Unterrand der Leber eine Flüssigkeitsansammlung erkannt
  • Durch eine Computertomographie wird die Krankheit sichtbar
  • Bei einer Punktion der Bauchhöhle tritt Flüssigkeit aus

Therapie

Bei leichten Fällen kann der Patient mit einer Natriumrestriktion behandelt werden. Mittelschwere Fälle werden durch die Zugabe eines Schleifendiuretikums behandelt. Hierbei bekommt der Patient Medikamente zur Erhöhung der Nierenausscheidung. Dadurch wird eine Ausschwemmung veranlasst, die jedoch nicht höher als 500g pro Tag sein sollte.

In besonders schweren Fällen der Aszites kann zusätzlich eine Abpunktion eingesetzt werden. Hier wird der Erguss dann durch eine Punktierung der Bauchdecke abgelassen. Hierbei ist aber aufgefallen, dass viele Patienten diese Methode so lange herauszögern, bis die Schmerzen unerträglich werden. Falls dies eintritt hat sich eine Methode bewährt, bei der ein Schlauch zum Ablaufen in die Bauchhöhle gelegt wird. Nach einer Einweisung kann diese Methode sogar durch die Patienten selbst angewendet werden.

Lungenödem

Bei einem Lungenödem tritt Flüssigkeit aus dem Lungenkapillaren ins Lungengewebe. Die Flüssigkeit sammelt sich in der Lunge und kann zu den Lungenbläschen vordringen. Die Atmung ist behindert und es entstehen Schäden an der Lunge. Auf dem Röntgenbild ist das mit einer Verschattung sichtbar. Ursache ist ein zu hoher Druck in den Lungenblutgefäßen, der zu einer verstärkten Durchlässigkeit führt. Der Volksmund nennt diese Erkrankung “Wasser in der Lunge”.

Ursachen für ein Lungenödem

Einem Lungenödem gehen oft Herzerkrankungen wie Herzinfarkte, Herzklappenschädigungen, Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen voraus. Starker Bluthochdruck kann ebenfalls zu einem Lungenödem führen. Dann schafft das Herz nicht, das Blut schnellstmöglich weiter zu pumpen. Auch Wasseransammlungen, die durch Nierenversagen entstanden sind, können ein Ödem in der Lunge verursachen. Die Vorschädigung von Leber oder Nieren kann ebenfalls zu einem derartig schweren Krankheitsbild führen. Bergsteiger können an einem Höhenlungenödem erkranken. Es bildet sich in großen Höhen, in Verbindung mit Sauerstoffmangel und niedrigem Luftdruck. Dabei ziehen sich die Gefäße zusammen und verursachen Bluthochdruck, der die Herzkammer überlastet. Der entstandene Rückstau führt zu Atemnot.

Beschwerden bei einem Lungenödem

Die Erkrankten haben eine flache Atmung und Schmerzen in der Brust, bekommen wenig Luft und husten. Die Atmung macht sich durch rasselnde Geräusche bemerkbar, der Betroffene ist blass und hat nicht selten blaue Lippen. Die Krankheit kann zum Atemstillstand führen. Manchmal kommt es auch sehr plötzlich zu heftiger Atemnot und Hustenattacken.

Die Diagnose

    Beim Abhören kann anhand rasselnder, feucht klingender Atemgeräusche ein Lungenödem festgestellt werden. (© Fotolia.com)

Beim Abhören kann anhand rasselnder, feucht klingender Atemgeräusche ein Lungenödem festgestellt werden. (© Fotolia.com)

Die rasselnden, feucht klingenden Atemgeräusche kann der Arzt beim Abhorchen sofort feststellen. Nicht selten hört man sie bereits ohne Stethoskop. Ein Lungenödem im Anfangsstadium sieht man oft nur auf dem Röntgenbild.

Die Behandlung

Ein Lungenödem ist eine schwere, lebensbedrohliche Krankheit und macht einen Krankenhausaufenthalt notwendig. Als Erste-Hilfe-Maßnahme lagert man den Oberkörper des Erkrankten möglichst hoch, die Beine aber tief. Das soll das Herz entlasten. Die Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung. Nicht selten wird sogar eine künstliche Beatmung notwendig. Die Therapie mit gefäßerweiternden und entwässernden Medikamenten soll die Sauerstoffversorgung des Herzens verbessern und den Druck vom Organ nehmen.

Pleuraerguss

Beim Pleuraerguss hat sich wie beim Lungenödem Wasser angesammelt, doch das befindet sich im Brustkorb, überwiegend zwischen Lunge und innerer Brustwand. beim Einatmen kann sich die Lunge nicht mehr richtig ausdehnen, die Atmung fällt schwer.

Auch hier kann die Ursache in einer chronischen Herzschwäche, einer Rippenfellentzündung oder einer Tumorerkrankung liegen. Kleine Pleuraergüsse werden oft nicht bemerkt, sie entwickeln sich langsam und es kommt nur bei körperlicher Anstrengung zu Atemnot. Ist der Pleuraerguss ausgeprägt, stellt der Arzt die Diagnose durch Abklopfen des Brustkorbes und Abhören.