Unter einer Schambeinentzündung, welche auch im lateinischen Sprachgebrauch als Osteitis pubis oder Ostitis pubis bezeichnet wird, versteht man eine schmerzhafte, jedoch nicht infektiöse Entzündung der Schambeinfuge, des Schambeinknochens oder auch in der unmittelbaren Umgebung befindlichen Adduktoren wie auch der Bauchmuskulatur.


Primär sind von einer Schambeinentzündung durchwegs Leistungssportler betroffen, die während ihrer körperlichen Betätigung oft Sprints absolvieren aber auch schnelle Richtungswechsel ausüben. So sind in der ersten Linie Tennisspieler wie Laufsportler als auch Basketballspieler von einer Schambeinentzündung betroffen. Zwischen 0,5 Prozent und 7 Prozent aller Sportler haben bereits eine Schambeinentzündung ertragen müssen, wobei häufiger Männer davon betroffen sind als Frauen. Auch Fußballer sind oftmals von einer Schambeinentzündung betroffen.

Diagnose und Symptome

Speziell Leistungssportler sind oft von einer Schambeinentzündung betroffen

Speziell Leistungssportler sind oft von einer Schambeinentzündung betroffen

Die Schambeinentzündung äußert sich durch Schmerzen beim Gehen oder auch beim Treppensteigen. Die Lokalisation des Schmerzes wird in der Nähe des Schambeins beschrieben, wobei auch durchwegs die Leiste oder die Hüfte schmerzen kann. Aus diesem Grund glauben viele, welche von einer Entzündung betroffen sind, eine Leistenzerrung zu haben. Festgestellt wird die Entzündung des Schambeins mittels einer Druckprobe, welche einen typischen Druckschmerz auslöst.

Therapiearten zur Behandlung der Entzündung

Mittels Röntgen oder auch mittels einer Skelettszintigrafie oder auch einer Magnetresonanztomographie lässt sich eine Schambeinentzündung feststellen. Die Behandlung erfolgt in erster Linie konservativ. Das bedeutet, dass Tabletten gegen die Entzündung verordnet werden, welche eingenommen werden müssen. Ebenfalls wird eine physikalische Therapie verordnet, wobei hier die Elektrotherapie durchwegs positive Aspekte mit sich bringt. Aber auch physiotherapeutische Übungen können die Schmerzen der Entzündung lindern. Zudem wird die Rumpf- wie auch die Beckenbodenmuskulatur durch die unterschiedlichen Übungen gestärkt. Auch Dehnungsübungen können bei Schmerzen helfen. Dass eine sportliche Pause angeraten wird, steht außer Frage, jedoch hält sich nur ein Bruchteil aller Leistungssportler an diese Weisung. Ein absolutes Sportverbot liegt nicht auf, sodass die Heilung jedoch nur länger andauert, als wenn ein Sportverbot eingehalten wird, welches sich auf ein paar Tage summiert. Bleibt jedoch die konservative Heilungsmethode mittels Medikamenten und physikalischer Therapie ohne Erfolg, so kann auch ein operativer Eingriff die letzte Möglichkeit sein, den Patienten von der Schambeinentzündung zu heilen.