Im Gegensatz zu anderen Erkrankungen des knöchernen Systems treten bei dieser krankhaften Beeinträchtigung überwiegend anatomische, funktionelle und strukturelle Veränderungen auf, die sich auf die Wirbelsäule beziehen. Aufgrund der eintretenden Abnormitäten der Wirbelform wird bei der Spondylarthrose in der Medizin auch von der Spondylarthrosis deformans gesprochen.


Die Wirbelsäule ist ein kompliziertes Gerüst aus kleinen Wirbelkörpern, die sowohl knorpelige als auch knöcherne anatomische Bereiche aufweisen. Im Unterschied zu den bekannten Gelenks- und Knochenerkrankungen, zu denen die Arthrose, die Skoliose, die Osteochondrose und anhaltende Knieschmerzen gehören, sind bei der Spondylarthrose gleichermaßen die im Spinalkanal eingebetteten Spinalnerven involviert.

Ursache der Schmerzen bei der Spondylarthrose

Dieses Krankheitsbild geht wie eine Lumbalgie, ein Ischias oder ein sogenanntes cervikobrachiales Syndrom mit Schmerzen einher, welche durch die Einengung des Spinalnervs entsteht. Der Ursprung des Spinalnervs befindet sich unweit des betroffenen Gelenkes des Wirbelbogens.

Durch einen entzündlichen Vorgang, bei dem es meist zu Schwellungen des Gelenksgewebes kommt, erfolgt eine Größenzunahme, bei der die Wurzel des Spinalnervs gequetscht wird. Daraus resultieren die akuten oder chronisch anhaltenden schmerzhaften Leiden.

Die Schmerzen nehmen im weiteren Verlauf der Erkrankung in der Regel zu, weil sich knöcherne Verformungen an den Strukturen der Wirbelkörper bilden, die einen weitere Reizung des Nervs mit sich bringen können. Die Wirbelkörper werden langsam zerstört.

Symptome einer Spondylarthrose

Starke Rückenschmerzen sind Symptome einer Spondylarthrose. © Fotolia.com

Starke Rückenschmerzen sind Symptome einer Spondylarthrose.
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Die Betroffenen, die unter einer degenerativen Spondylarthrose leiden, klagen über verschiedene Symptome. Diese beinhalten:

  • Schmerzen, die mehr oder weniger stark sind und in den gesamten Rücken ausstrahlen können
  • Reduzierung der Beweglichkeit der Wirbelsäule
  • diagnostisch nachweisebare, knöcherne Ablagerungen an den Wirbelkörpern, welche unter der Bezeichnung Spondylophyten bekannt sind
  • Abklemmung von Nerven, sodass Taubheitsgefühle, Missempfindungen und Lähmungen in den Extremitäten auftreten können
  • Harn- und Stuhlinkontinenz
  • Durchblutungsstörungen durch die Einengung von Blutgefäßen

Hohe Risiken einer Spondylarthrose sind gegeben, wenn die Verlaufsformen recht schwer sind und sich durch eine Versteifung der Wirbelsäule bemerkbar machen. Die einzelnen, untereinander beweglichen Wirbelkörper schmelzen gegenseitig ein und verhärten sich. Die Betroffenen entwickeln eine äußerlich sichtbare, abnorme Körperhaltung.

Diese Beschwerden dienen den Ärzten als wichtige Informationen, um einen Einstieg in eine gezielte, weiterführende Diagnostik zu erhalten.

Therapeutische Maßnahmen bei bestätigtem Verdacht auf eine Spondylarthrose

Die moderne Medizin bietet eine Vielfalt an therapeutischen Möglichkeiten und Behandlungskonzepten, die je nach Krankheitsverlauf und Befinden der Patientinnen und Patienten ausgewählt werden.

Neben den medikamentösen und zum Teil auch operativen Vorgehensweisen sind oftmals recht einfache Empfehlungen wie entspannende Wärme, Massagen, medizinische Bäder, Bettruhe, eine weitgehende Wirbelsäulenentlastung oder krankengymnastische Übungen hilfreich.

Arthrose

Bei der Arthrose handelt es sich um einen altersunüblichen Gelenkverschleiß. Sie kann grundsätzlich an allen Gelenken auftreten, ist aber in Deutschland am häufigsten am Kniegelenk. Die Erkrankung führt in vier Stadien von einer anfänglichen Knorpelschädigung bis zu Veränderungen am Knochen.

Es gibt verschiedene Arten von Arthrose, unter anderem die Omarthrose, Spondylarthrose, Rhizarthrose, Kniegelenksarthrose, Hüftgelenksarthrose, Iliosakralgelenksarthrose, Pseudarthrose und Polyarthrose.

Ursachen

Als Ursachen sind fehlgestellte Gelenke (zum Beispiel durch Skoliose), durch Knochenerkrankungen (zum Beispiel Osteochondrose) ausgelöste knöcherne Deformierung, übermassige Belastung sowie angeborene und durch Krankheit oder Trauma bedingte Ursachen möglich.

Es wird zwischen der primären und die sekundären Arthrose unterschieden. Die biologische Minderwertigkeit des Knorpelgewebes wird als Ursache der primären Arthrose angenommen. Die sekundäre Arthrose entsteht durch mechanische Überlastung, metabolische Störungen oder entzündliche Veränderungen.

Symptome

Als typische Symptome der Arthrose gelten Anlauf- und belastungsabhängiger Schmerz (zum Beispiel Knieschmerzen), Gelenkerguss, Deformation des Gelenks und Gelenkgeräusche.
Grundsätzlich kann die Erkrankung aber auch ohne Symptome verlaufen.

Therapie

Arthrose tritt häufig im Knie auf. © Fotolia.com

Arthrose tritt häufig im Knie auf.
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Vorbeugung im Anfangsstadium

Zur Vorbeugenden Behandlung sind viel Bewegung, Vermeidung von Gelenkverletzungen und Übergewicht empfehlenswert.

Des Weiteren gibt es operative Therapiemöglichkeiten in Form von operativen Gelenkumstellungen, die Gelenkersatzoperation in Form von einer Endoprothese, Beseitigung mechanischer Irritationen, die Arthroskopie zur Gelenkspülung und die Synovektomie.

Außerdem gibt es die Möglichkeit der Knorpeltransplantation. Bei der Autotransplantation werden defekte Knorpel durch gut erhaltene Anteile des Gelenkknorpels aus Randbereichen des Gelenks ersetzt. Die Transplantation autologer Knorpelzellen hat das Ziel Gelenkknorpelschäden auszugleichen, so dass das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt, die Schmerzen reduziert und eine Operation zur Ersetzung des Gelenks herausgeschoben wird.

Therapie bei beginnender und fortgeschrittener Arthrose

In diesem Stadium der Erkrankung kommt es meist zu einer operativen Behandlung in Form von Korrekturosteotomie, Endoprothese, Abrasion oder der Gelenkversteifung. Wobei die langfristigste Lösung die Endoprothese ist.

Als konservative Therapieform kommen aber auch noch die medikamentöse Behandlung zur Schmerzreduzierung und Entzündungshemmung sowie die Physiotherapie, Wärmetherapie, Hydro- und Balneotherapie, Elektrotherapie und verschiedene Mittel aus der Orthopädietechnik in Frage.

Therapie bei aktivierter Arthrose

Zur Therapie bei einer aktivierten Arthrose sind physikalische Maßnahmen, Kühlung, Schmerztherapie, Ruhigstellung oder Entlastung sowie eine kurzfristige Cortisontherapie möglich.

Skoliose

Unter einer Skoliose versteht die medizinische Wissenschaft eine, in ihrer Struktur auftretende, laterale Verkrümmung der Wirbelsäule, die, je nach Ausprägung, in verschiedene Schweregrade eingeteilt wird.

Bei vorliegender Skoliose ist diese Verkrümmung bedingt durch entsprechende Fehlstellung einzelner Wirbelkörper. Der dadurch entstehende sogenannte Deformationswinkel bedingt die Einteilung dieser Krankheit nach Schweregraden.

Ursache und Entstehung

Je nach ihrer Genese wird unterschieden in:

Kongenitale Skoliose

Diese angeborene Form entsteht bereits während der embryonalen Entwicklung und wird auffällig durch das Auftreten von Deformationen der einzelnen Wirbelkörper ( Keil- oder Schmetterlingswirbel ), was sich bereits frühzeitig durch eine spezifische seitliche Verkrümmung der gesamten Wirbelsäule bemerkbar macht.

Eine angeborene Verkrümmung bei normal ausgeprägten Wirbelkörpern findet sich beim Neugeborenen dagegen nur sehr selten.

Idiopathische Skoliose

Diese Form entsteht, ohne daß sich eine spezifische Ursache dafür ausfindig machen läßt. Dabei sind in 60-80% der Fälle Mädchen betroffen. Nach neueren Untersuchungen an Schulkindern läßt sich ihr Auftreten bei 4% der 10-14 jährigen diagnostizieren und wurde früher oft durch einen Tadel der Jugendlichen geahndet, sich doch bitte aufrecht zu halten.

Diagnose

Bei Skoliose empfiehlt sich ein Korsett zur Haltungskorrektur. © Fotolia.com

Bei Skoliose empfiehlt sich ein Korsett zur Haltungskorrektur.
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Eine kongenitale Deformation läßt sich bereits am Neugeborenen leicht feststellen, da sie durch eine seitliche “Auswuchtung” der Wirbelsäule bereits bei erster Untersuchung auffällt.

Die idiopathische Skoliose läßt sich gut an Sekundärsymptomen festmachen, wie vorzeitige Ermüdung der Lumbalregion, die selbst ohne sonderliche körperliche Belastung auftritt, oder gar Knieschmerzen, welche bedingt sind durch den fortlaufenden Versuch der Beine, die permanente Schiefhaltung des Rumpfes auszugleichen.

Unmittelbar behandlungsbedürftig wird die Deformation bei Auftreten einer Spondylarthrose, einer reaktiv entwickelten Entzündung der kleinen Wirbelgelenke. Auch die Ausbildung von Arthrosen in anderen Gelenken (z.B. Hüfte oder Knie), und Osteochondrosen, der fortschreitenden Knorpel- und Knochendeformationen machen die Skoliose zu einem Auslöser eines ganzen Konglomerates an therapiebedürftigen Syptomen.

Therapie und Prognose

Die Behandlung der Skoliose besteht primär in krankengymnastischen Übungen. Bei schweren Ausprägungen empfiehlt sich die eventuelle Anlage eines auf Haltungskorrektur abzielenden Korsetts oder der Durchführung operativer Eingriffe bei Aussicht auf Mobilisierung einzelner Wirbelsäulenabschnitte.

Bei der bereits im Kindesalter voll ausgeprägten Verkrümmung ist die Prognose eher ungünstig; auch bei hoch gelegener Lateralverlagerung oder starker Achsenverkrümmung sind die Erfolgsquoten operativer Korrekturen leider nur auf 50-60% der Behandelten zu beziffern.

Die, je nach Art der Deformation und Gesamtstatur in unterschiedlichem Maße auftretenden Schmerzen, lassen sich durch eine gezielte Schmerztherapie (Medikation) behandeln.

Starke Knieschmerzen

Wenn das Knie schmerzt können verschiedene Ursachen dahinter stecken. Ein möglicher Auslöser für Knieschmerzen ist die Arthrose. Dabei handelt es sich um eine sehr schmerzhafte Erkrankung des Kniegelenks.

Alte Verletzungen sowie Überbelastung und falsche Haltung der Beine können dies verstärken. Eine echte Heilung ist hier nicht möglich. Die Schmerzen können lediglich gemildert werden. Im schlimmsten Fall ist ein Gelenkersatz nötig.

Eine weitere Ursache für Knieschmerzen liegt in diversen Arten von Verletzungen. Da wären zu einem die Bänderverletzungen.

Besonders das Seitenband auf der Knieinnenseite sowie das Kreuzband sind besonders anfällig für Verletzungen. Die häufigste Verletzungsursache besteht in dem plötzlichen Verdrehen der Bänder. Im schlimmsten Fall kann ein Bänderriss entstehen.

Gewöhnliche Dehnungen und Zerrungen können durch eine Schonung inklusiver Schmerzbehandlung kuriert werden. Bei einem Bänderriss ist eine OP notwendig.

Bänderverletzungen können Ursachen für Knieschmerzen sein- © Fotolia.com

Bänderverletzungen können Ursachen für Knieschmerzen sein-
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Knorpelverletzungen und Meniskusrisse stellen weitere Verletzungsformen dar, welche unangenehme Knieschmerzen verursachen können. Knorpelverletzungen entstehen häufig durch Unfälle im Sport und Verkehr. Wenn nicht rechtzeitig eine Schmerzbehandlung in Angriff genommen wird, kann daraus ein Verschleiß und letzten Endes eine Arthrose entstehen. Auch andere Erkrankungen können zu Knieschmerzen führen. Die Spondylarthrose betrifft allerdings mehr die Wirbelsäule, wie auch die Skoliose. Auch Osteochondrose zählt zu diesen Knochenkrankheiten.

Durch das zunehmende Alter können kleine Risse im Meniskus entstehen. Bestimmte Körperhaltungen wie z. B. in die Knie gehen können dies bestärken. Bei chronischen Meniskusschmerzen kann eine Gelenkspiegelung angeordnet werden. Daraufhin erfolgt eine ambulante OP.

Knieschmerzen können ebenso durch eine Entzündung entstehen. Dabei handelt es sich um eine Patella Sehnenentzündung. Diese kann vor allem durch eine Überbelastung hervorgerufen werden. Die typische Behandlungsmethode besteht in einer Krankengymnastik.

Die Verrenkung bzw. das Verschieben der Kniescheiben kann ebenfalls zu Knieschmerzen führen. Dabei wird die Kniescheibe aus der ursprünglichen Bahn verrenkt bzw. verschoben. Die Behandlungsmöglichkeiten richten sich nach dem Grad der Verrenkung. Zu einem kann die Kräftigung diverser Muskelgruppen helfen. Im schlimmsten Fall ist eine OP notwendig.

Fazit

Knieschmerzen können verschiedene Ursachen haben. Und es sind diverse Behandlungsmöglichkeiten vorhanden, um Knieschmerzen zu bekämpfen. Besonders wenn die Knieschmerzen Tag und Nacht anhalten, normales Laufen nicht möglich ist oder sich Schwellungen bilden, ist es Zeit einen Arzt aufzusuchen.

Die Osteochondrose

Eine andere Bezeichnung für die Osteochondrose, die vorrangig den knöchernen Funktionsapparat betrifft, ist die Osteochondrosis. Es geht bei den stattfindenden krankhaften Prozessen um teilweise entzündliche Vorgänge, die sich entweder in den beweglichen, gelenkigen Arealen oder in den sogenannten Wachstumsfugen der Knochen vollziehen.

Menschen, die unter einer Osteochondrose leiden, sind von einer abnormen Beeinträchtigung, des medizinisch als chondrale Ossifikation bekannten Vorganges betroffen. Die Wandlung der im Kindesalter knorpeligen Substanz, die in verschiedenen Stufen verhärtet und zu Knochen wird, kann bei einer Osteochondrose nicht in normalem Umfang stattfinden.

Ursächliche Auslöser für die Osteochondrose

Die Ostechondrose, die aufgrund ihrer vielfältigen Beschwerdebilden und medizinischen Auffälligkeiten in einem engen Zusammenhang mit Erkrankungen des Knochen- und Gelenksystems wie einer Spondylarthrose, Arthrose, Skoliose und Knieschmerzen einher gehen kann, führt zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität.

Darüber hinaus tritt die Osteochondrose in unterschiedlichen Formen auf, die sowohl bei Menschen als auch bei Tieren bedeutungsvoll sind.

Eine Ostechochondrose kann bedingt sein durch:

  • eine Schädigung des Knochens oder Gelenks durch ein Trauma
  • durch eine genetische Vorbelastung
  • eine im Laufe des Lebens aufrechterhaltene Fehl- oder Überbelastung einzelner oder komplexer Knochen und Gelenke
  • Mangel an Mineralstoffen
  • zu wenig Bewegung und fehlende Stoffwechselaktivierung
  • massives körperliches Übergewicht
  • Störungen der Durchblutung

    Bei einer Osteochondrose ist auch die Wirbelsäule betroffen. © Fotolia.com

    Bei einer Osteochondrose ist auch die Wirbelsäule betroffen.
    © Fotolia.com

Der letztgenannte Faktor wird häufig bei Kindern beobachtet, die sich in punkto Knochenbildung noch in der Wachstums- und Entwicklungsphase befinden. Treten diese Durchblutungsstörungen örtlich begrenzt auf, können diese eine Ursache für eine entstehende Ostechondrose sein.

Erfolgt über die Nahrung keine ausreichende Zufuhr an Mineralien, reagiert der Organismus mit einer Übersäuerung. Diese ungünstigen Bedingungen müssen ebenfalls als Ursache für eine Ostechondrose angeführt werden, weil keine genügenden “Baustoffe” für die Mineralisation von Knochengewebe vorhanden ist.

Beschwerden der Osteochondrose

Dieses Leiden beginnt einerseits damit, dass sich durch die fehlende Umwandlung von knorpeligem Gewebe in eine Knochenstruktur vermehrt eine Zunahme des Knorpeligen Volumens an den Wachstumsfugen bildet. Darüber hinaus treten im weiteren Verlauf der Erkrankungen Deformitäten auf, die äußerlich sichtbar werden und zu einer Einschränkung der Beweglichkeit, umfangreicher Schonhaltung, fehlender Belastbarkeit, Instabilität und Schmerzhaftigkeit beiträgt.

Die, bei einer Osteochondrose involvierten Körperteile, sind meist von offensichtlichen Verformungen charakterisiert, zu denen beispielsweise die Skoliose der Wirbelsäule gezählt wird.

In einer ganzen Reihe weiterer Fälle beginnt eine Osteochondrose mit einem Schmerz, der sich hauptsächlich auf die Bandscheiben und die Wirbelsäule bezieht. In Folge dessen treten krankhafte Auffälligkeiten im Bereich der bewegungsrelevanten Weichteile wie der Muskulatur und den Bändern und Sehnen auf.

Die Patientinnen und Patienten geben überwiegend auch Schmerzen in den Gelenken an, die bei Belastung zunehmen und später auch im Ruhezustand bleiben. Im fortschreitenden, unbehandelten Verlauf der Osteochondrose kann es zu einer zunehmenden Versteifung der Gelenke kommen.