Staphylokokken sind Bakterien und gehören zu den wohl häufigsten und auch am besten untersuchten Krankheitserregern des Menschen. Das Wort “Kokken” bedeutet dabei, dass sich die Bakterien unter dem Mikroskop in runder Form präsentieren – im Gegensatz zu den Stäbchen.


Grundsätzlich gibt es verschiedene Unterarten Staphylokokken:

  • Staphylococcus aureus
  • Staphylococcus epidermidis
  • Staphylococcus saprophyticus
  • u.v.m.

Der Staphylococcus aureus ist ein häufiger Bewohner menschlicher Haut und Schleimhäute und löst als solcher nicht unbedingt Krankheiten aus. Erst wenn die Bedingungen geeignet werden (Verletzungen, Wunden, Fremdmaterial, Durchblutungsstörungen der Haut), kann er das menschliche Immunsystem überwinden und Hauterkrankungen wie das Furunkel oder invasive Erkrankungen wie Lungenentzündungen, Herzentzündungen (Endokarditiden) bis hin zur Blutvergiftung (Sepsis) auslösen.

Des Weiteren gibt es spezielle Unterarten dieser Staphylokokken, welche mithilfe eines speziellen Giftes, das sogenannte Toxic-Shock-Syndrom verursachen können, bei dem sie sich in geeigneten Milieus (z.B. länger sitzenden Tampons) rasch vermehren und innerhalb von Stunden zur Verbreitung im Blut und zum Kreislaufschock führen.

Staphylokokken werden besonders im Krankenhaus gefürchtet. © Fotolia.com

Staphylokokken werden besonders im Krankenhaus gefürchtet.
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Die Bandbreite von Staphylokokkenerkrankungen ist somit groß, die einzelnen Bakterien können aufgrund des Krankheitsbildes und schließlich unter dem Mikroskop nachgewiesen werden. Ursprünglich sind Staphylokokken allgemein gut sensibel auf einfache Antibiotika wie Penicilline – leider hat der massive Antibiotikagebrauch in Human- und Tiermedizin aber mittlerweile zur Anzüchtung resistenter Stämme geführt. Diese MRSA-(Multi-Resistenter Staphylococcus Aureus)-Stämme werden immer mehr zum Problem in der modernen Krankenhausmedizin, da nur noch sehr wenige Antibiotika überhaupt funktionieren und für schwere Fälle invasiver Staphylokokken-Infektionen aufgespart werden müssen.

Eine andere Art Staphylokken sind die Staphylococcus epidermidis: Sie leben in großer Zahl auf unserer Haut und gehören zur sogenannten “Standortflora“. Sie haben aber die Eigenschaft, Fremdmaterialien zu befallen und auf diesen Biofilme zu bilden, unter welchen sie dem Immunsystem schlecht zugänglich sind. Dadurch werden sie vor allem in Krankenhäusern gefürchtet, da sie Katheter und Metallimplantate befallen können und sich über diese einen Weg in den menschlichen Körper hinein bahnen können.

Die Staphylokokken lösen dort dann invasive Infektionen bis hin zur Sepsis aus und gehören auch zu den häufigen Endokarditis-Erregern auf künstlichen Herzklappen. Im Allgemeinen sind sie aber gut Antibiotika-sensibel und können somit gut behandelt werden.

Der Staphylococcus saprophyticus ist eine weitere Unterart von Staphylokokken, er ist der Erreger der klassischen “Honeymoon”-Zystitis, eines recht häufigen Harnwegsinfektes. Seinen Namen hat die Erkrankung daher, dass besonders bei häufigem Geschlechtsverkehr in kurzer Zeit Staphylokokken zwischen den Partnern ausgetauscht und in Richtung Harnwege befördert werden können – die Blasenentzündung in den Flitterwochen ist also oftmals dieser Ursache geschuldet.

Es gibt viele weitere Arten von Staphylokokken, welche aber für die Medizin eher von untergeordnetem Interesse sind, da sie nicht zu den häufigen Krankheitserregern zählen.

Was sind Kokken?

Was versteht man eigentlich unter Kokken? Davon gehört haben, dürften die meisten ja bereits. Denn es gibt sie in vielen Unterarten, die so von dem Begriff „Kokken“ zusammengefasst werden. Kokken sind Bakterien.

Symptome bei Kokken Erkrankungen

Diese Krankheitserreger sind in der Regel rund, manchmal gibt es sie aber auch in länglicher Form. Als eine der Unterarten gelten die Staphylokokken. Diese Kokken bewirken viele krankhaften Symptome des Verdauungssystems. So treten Durchfall, Erbrechen, und Übelkeit auf, die unbehandelt, zu schweren Komplikationen führen können.

Weiterhin können sich Streptokokken entwickeln, die wiederum mit Symptomen, wie zum Beispiel Karies auftreten, da sich die Beschwerden zumeist auf Erkrankungen in der Mundhöhle beschränken, beziehungsweise, dass diese Bakterien in normalen Mengen immer darin zu finden sind. Allerdings greifen sie den Zahnschmelz an und können, wenn sie vermehrt nach einer Infektion auftreten, auch zu Problemen im H-N-O-Bereich führen. Es gibt ebenfalls noch weitere Ausnahmen, bei denen zusätzlich noch eine, durch die Kokken verursachte, Herzinnenhautentzündung auftreten kann.

Kokken werden mit Antibiotika behandelt. © Fotolia.com

Kokken werden mit Antibiotika behandelt.
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Ursachen für Kokken-Infektionen

Hier wird mit Antibiotika als Mittel der Wahl therapiert. Insgesamt gibt es 8 Untergruppen der Kokken. So zählen unter anderem auch Tetrakokken, Diplokokken, Paketkokken zu dieser Gruppe.

Eine weitere Art ist der Staphylococcus epidermidis. Dieser setzt sich gerne auf Lebensmitteln ab und wirkt beim Menschen dann vor allen Dingen auf der Haut und der Schleimhaut. Bei Menschen, die eine gute Immunabwehr vorweisen können, richten diese Kokken allerdings nichts an. Bei schwächeren, älteren und allgemein nicht sehr widerstandsfähigen Personen können dadurch allerdings schwere Probleme entstehen, die unter anderem sogar zu einer Herzstörung führen können. Oder wenn Patienten nach Amputationen Prothesen angepasst bekommen, kann dieser Erreger auch auftreten und den Heilungsprozess verzögern.

Oft treten diese Infektionen auf, wenn es der Patient mit Fremdkörpern zu tun hat, wie zum Beispiel auch Drainagen oder Kathetern. Bei diesen Maßnahmen können diese Komplikationen bei einer längeren Anwendung am Patienten häufiger auftreten.

Leider besteht hier die Schwierigkeit, dass längst nicht jedes Antibiotikum bei dieser Kokken-Art anschlägt, sondern da muss der Arzt ganz genau gucken, was in diesem Fall für den Patienten am sinnvollsten ist.

Bakterien – Vorbeugen statt Heilen

Bakterien findet man überall. Bakterien können krank machen und die Symptome hierfür sind unterschiedlich und von Mensch zu Mensch verschieden. Durch professionelle Hygiene werden nie alle Keime beseitigt oder abgetötet. Im Gegenteil, oftmals vermehren sich Keime durch Wärme oder warmes Wischwasser noch schneller und finden somit optimale Lebensräume.

Viele Bakterienarten bilden Sporen und können überall und unbegrenzt überleben. Besonders Schwämme, Spültücher oder auch nasse Handtücher sind perfekte Nährböden für Bakterien oder Sporen. Selbst nach der Wäsche sind hier Bakterien zu finden. Auch in Staubflusen oder in Matratzen leben unterschiedliche Bakterienarten. Bakterien gehören, wie die Luft zum Atmen, mit zum Leben. Ein gesunder Körper oder ein gesundes Immunsystem wird mit diesen kleinen Fieslingen in der Regel fertig.

Kokken gehören auch zu den Bakterien. Hier gibt es verschiedene Arten. Man unterscheidet in Streptokokken und Staphylokokken. Ein besonders für Krankenhäuser gefährlicher Erreger ist der Staphylococcus Epidermides, da er sich auf Metallimplantaten festsetzt.

Keime und Sporen lauern überall

Ein gewisses Maß an Grundreinigung ist hier natürlich Voraussetzung. Gefährlich werden diese Keime oder Sporen, wenn es um Allergien geht. Hier muss kompetent vorgegangen und mit speziellen Mitteln bekämpft werden.

Regelmäßiges Händewaschen schützt vor Bakterien. © Fotolia.com

Regelmäßiges Händewaschen schützt vor Bakterien.
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Gefährliche Bakterien oder Keime sind Salmonellen, welche vermehrt durch eine unsachgemäße Handhabung mit Eierschalen oder Hähnchenfleisch zu schlimmen, ernsthaft bedrohlichen Krankheiten führen können. Bei der Verarbeitung von Eiern, ist im Anschluss auf ein sofortiges Händewaschen zu achten. Ebenfalls bei der Verarbeitung von rohem Hähnchenfleisch. Hände waschen ist hier unerlässlich um vor fatalen Folgeerkrankungen zu bewahren. Auch die Schneidebretter sind sorgfältig abzuspülen.

Ebenfalls zählen Noroviren als gefährlich und sind nicht unbedenklich. Diese Bakterien lösen eine starke Brech-Durchfall-Erkrankung aus, die dringend ärztlich behandelt werden sollte. Diese Viren verbreiten sich in Lichtgeschwindigkeit und niemand kann sich hundertprozentig schützen.

Prävention ist unerlässlich

Prävention heißt hier immer das Zauberwort. Mehrmals täglich Hände waschen und mit offenen Augen durch Leben gehen. An allen Orten, an denen viel Publikum verkehrt, kann mit gefährlichen Keimen oder Krankheitserregern gerechnet werden. Öffentliche Toiletten, Einkaufswagen, Türklinken und andere Dinge, welche mit vielen fremden Händen in Berührung kommen.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, verwendet einfache Desinfektionsmittel. Diese werden in unterschiedlichen Varianten in Drogeriemärkten oder Apotheken zum Kauf angeboten. Diese Mittel ersetzten allerdings nicht die Handwäsche und schützen nur bedingt.

Empfehlenswert ist eine zusätzliche, gesunde Ernährung und ausreichend sportliche Aktivitäten, um den körpereigenen Organismus zu stärken, widerstandsfähiger zu machen und somit vorzubeugen.

Staphylococcus epidermidis

Staphylococcus epidermidis ist ein Mikroorganismus, der zur Familie der Staphylokokken zählt. Diese Familie gehört neben anderen Klassen zur Klasse der Bazillen. Staphylococcus epidermidis ist die wissenschaftliche Bezeichnung für das grampositive, saprophag lebende Bakterium. Synonym werden auch die älteren Bezeichnungen Staphylococcus albus oder Micrococcus epidermidis verwendet.

Das Bakterium besiedelt Haut und Schleimhäute des Menschen und ist auch auf Lebensmitteln zu finden. Charakteristisch ist die mögliche Ausbildung von sogenannten Biofilmen. Diese Biofilme wurden früher auch als Plaques bezeichnet. Hierbei handelt es sich um die Fähigkeit, sich auf Oberflächen anzusiedeln und Kolonien zu bilden. Diese zeichnen sich durch eine besonders hohe Resistenz gegen Beseitigung durch Reinigungsverfahren aus.

Effektiv hat sich die Kombination von mechanischer und chemischer Reinigung erwiesen, wie sie bei der Flächendesinfektion durch zusätzliches Scheuern und Wischen erreicht wird. Man spricht hierbei auch von der Scheuer- und Wischdesinfektion.

Ein Risiko und eine Gefahr für den Menschen?

Bei intakter immunologischer Abwehr bedeuteten Bakterien keine oder eine nur geringe Gefährdung. Ist jedoch die immunologische Abwehr geschwächt, kann es bei entsprechend disponierten Personen, beispielsweise während eines Krankenhausaufenthaltes, zu schwerwiegenden Erkrankungen kommen. Infektionen, die im Krankenhaus erworben werden, werden als nosokominale Infektionen bezeichnet.

Erkrankungen, die durch Staphylococcus epidermidis ausgelöst werden können:

  • Endokarditis nach Herz-Operationen
  • Infektionen nach Implantation von Prothesen,
  • Infektionen nach Katheterisierung oder nach dem Anlegen von Drainagen

Der Anteil von Infektionen nach Einbringung von Fremdkörpern durch Staphylococcus epidermidis beträgt über 70 Prozent. Der Mikroorganismus ist damit der häufigste Auslöser dieser Reaktionen.

Der Staphylococcus Epidermidis kann einen Biofilm auf Gegenständen bilden und eine Wunde infizieren. © Fotolia.com

Der Staphylococcus Epidermidis kann einen Biofilm auf Gegenständen bilden und eine Wunde infizieren.
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Therapieoptionen eingeschränkt – Antibiotika-Resistenzen bei MRSE-Stämmen

Die Therapie von Staphylococcus epidermidis gestaltet sich zunehmend schwieriger, da mittlerweile gegen viele eingesetzte Antibiotika Resistenzen aufgetreten sind. Penicillin und Methicillin wirken nur noch selten gegen diesen Krankheitserreger. Aufgrund der Resistenz gegen Methicillin wird oft auch von MRSE gesprochen. Das Akronym MRSE bedeutet Methicillin-resistente Staphylococcus epidermidis Stämme.

Eine Übertragung des Erregers kann durch direkten oder indirekten Kontakt mit kontaminierten Gegenständen oder erkrankten Personen erfolgen. Daher ist eine grundlegende Desinfektion von kontaminierten Flächen und eine umfassende Handhygiene beim Umgang mit Erkrankten von herausragender Wichtigkeit. Damit soll eine Neuansteckung vermieden und eine weitere Verbreitung des Erregers, und damit die Ansteckungsmöglichkeit eingedämmt werden.

Immun supprimierte Personen sollten auf eine hygienische einwandfreie Zubereitung von Lebensmitteln achten. Bevorzugt sollten abgekochte Speisen verwendet werden, um anhaftende pathogene Keime abzutöten. Ungekochte Nahrungsmittel sollten sehr sorgfältig gereinigt oder geschält werden können, damit anhaftende Bakterien möglichst entfernt werden.

So kann die Anzahl von Staphylokokken effektiv reduziert werden.

Krankheitserreger

Unter Krankheitserregern versteht man Makro- oder Mikroorganismen, welche einen anderen Organismus, wie zum Beispiel den menschlichen Körper, zu ihrem Wirt machen und zu ihrem eigenen Vorteil diesem Wirt schaden, dass sie sich selber vermehren können. Als “humanphatogen” werden Krankheitserreger bezeichnet, die den Menschen befallen und ihm schaden wollen.

Krankheitserreger

Es gibt eine hohe Zahl an verschiedenen Krankheitserregern, die den menschlichen Organismus befallen können. Zu den Krankheitserregern zählen Bakterien, Pilze, Viren und Parasiten, die sich noch einmal in kleinere Gruppen unterteilen lassen.

Bakterien können häufig Erkältungen auslösen. Diese Erreger nennt man häufig Kokken, welche nicht nur auf Schleimhäuten sich ansiedeln, sondern gerne auch zu Entzündungen beitragen und sich in offenen Wunden vermehren können. Staphylokokken befallen zum Beispiel sehr gerne die menschlichen Schleimhäute (Staphylococcus Epidermidis). Um Bakterien abtöten zu können, ist zum einen das Immunsystem gefragt, jedoch können auch Antibiotika dazu beitragen, dass die Bakterien schnell getötet werden.

Parasiten nisten sich sehr gerne im menschlichen Körper ein und beginnen dort sich zu vermehren. Häufig findet man diese Krankheitserreger in Form von Würmern im Stuhlgang wieder, wo sie sich vom Kot ernähren und immer weiter vermehren. Ausschalten lassen sich diese Erreger meistens durch spezielle Wirkstoffe, welche in die Proteinbiosynthese des Lebewesens eindringen und diese hemmen. Außerdem wird häufig versucht, das Nervensystem der Parasiten zu zerstören.

Eine gute Immunabwehr schützt vor Krankheitserregern wie Viren und Bakterien. © Fotolia.com

Eine gute Immunabwehr schützt vor Krankheitserregern wie Viren und Bakterien.
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Viren sind laut der Biologie eigentlich gar keine richtigen Lebewesen und trotzdem fügen sie dem Körper großen Schaden zu. Sie werden meistens durch andere infizierte Menschen ausgeschieden und gelangen so in den Körper. Dort vermehren sie sich recht schnell, indem sie Zellen befallen und diese als Wirt verwenden. Viren lösen häufig Grippe aus, teilweise auch Magen-Darm Beschwerden. Bekannte stärkere Viren sind zum Beispiel die des HI-Virus, die sich immer wieder verändern können und man so schwer an ein Medikament herankommt.

Die letzte Gruppe sind die Pilze, welche sich auch von Mensch zu Mensch übertragen können. Sie treten häufig in Form von Pilzerkrankungen wie Fußpilz, Nagelpilz oder auch Hautpilz auf. Verbreiten tun sie sich durch die kleinen Sporen, die kaum zu erkennen nicht.

Vorbeugung

Vorbeugen lassen sich die Krankheitserreger vor allem durch Hygiene, denn durch Desinfektionsmittel lassen sich zahlreiche Erreger abtöten. Händewaschen sollte man ebenfalls recht häufig, vor allem in der kalten Jahreszeit. Fernhalten sollte man sich von anderen erkrankten Menschen.

Bestimmte Medikamente können die Krankheitserreger abtöten und die Immunabwehr auf den Plan rufen.