Die Anwort vorweg: Aktfotografie ist ein visuelles Spiel mit der Phantasie, ein Schnellschuss ins Gehirn. Erotische Botschaften werden gesendet, ohne sie zu entschlüsseln, stattdessen wird dem Betrachter vielmehr sinnlicher Raum für eigene, auch gewagte Interpretationen eingeräumt. Aktfotografie unterscheidet sich von billigen Pornofotos durch Diskretion; breit gespreitzte Schenkel sind tabu, ein erigierter Penis oder Geschlechsverkehr in allen Details ebenfalls. Solche Fotos wirken platt und aufdringlich und haben mit der hohen Kunst der Aktfotografie nichst zu tun.


Sinnlich und erotisch – Ein Aktfoto

Sinnlich und erotisch – Ein Aktfoto

Ein Akt ist Teil eines Theaterstücks, Teil einer genau geplanten Inszenierung, ob Komödie oder Tragödie – ein Aktfoto ist nichts anderes – plus erotischer Komponenten.

Aktfotografie entsteht deshalb nicht spontan, sondern bedarf exakter Vorbereitungen. Fotograf und Models müssen eine Vertrauensbasis aufbauen und jeden Schritt, der zum gewünschten Foto führen soll, genau miteinander abstimmen. Das beginnt nicht mit dem Druck auf den Auslöser der Kamera, sondern mit der Wahl der Locations, der Accessoires und der Rahmenbedingungen. Nie sollte sich ein Fotograf und sein Modell auf Zweisamkeit einlassen. Das könnte leicht falsch gedeutet werden und spricht eher für Unprofessionalität. Aktmodels müssen geschminkt und gegebenenfalls mit erotischen Dessouseingekleidet und in die Location platziert werden. Die Ausleuchtung muss abgestimmt werden, das Ambiente und die allgemeine “Stimmung” am Set, die es einzufangen gilt, ebenfalls. All das erfordert eine eingespielte Crew.Aktfotografie ist für Fotografen wie für Models harte Arbeit, weil eine falsche Pose, eine zu harte Ausleuchtung oder bereits ein zweideutiges Lächeln leicht falsch interpretiert werden können und die geplante Inszenierung des Aktfotos zunichte machen, weil unbeabsichtigt pornografische Elementeins Bild kommen.Profis wissen um diese Schwierigkeiten; für Laien gibt es zahlreiche Workshops und Seminare, die die hohe Kunst der Aktfotografie bei professionell begleiteten Fotoshootings vemitteln.

Aktfotos sollten nie zuviel offenbaren

Aktfotos sollten nie zuviel offenbaren

Ein gutes Aktfoto lässt dem Betrachter den größtmöglichen Spielraum, seine persönliche Sichtweise einzubringen. Als besondere Stilmittel dienen oft Weichzeichnungen oder die Nutzung der klassischen Schwarz-Weiß-Fotografie. Der Phantasie des Fotografen bei der nachträglichen Bildbearbeitung am Computer sind keine Grenzen gesetzt – die des Betrachters ebenfalls nicht. Jeder Laie, der sich der Aktfotografie nähern möchte, sollte beherzigen, dass es eht darum, Offensichtliches zu verhüllen statt es preiszugeben. Das passiert im Kopf des Betrachters.