Unter Epicondylitis wird ein chronischer Schmerzzustand durch eine Entzündung von Sehnenansätzen im Ellenbogen verstanden. Der gemeinhin auch als Tennisarm oder Golferarm bezeichnet wird. Allerdings ist die Erkrankung keineswegs als Sporterkrankung zu bezeichnet, da sie eine Abnutzung und Überstrapazierung von Sehnen darstellt, die auch bei anderen Berufsgruppen auftritt.


Auslöser der Erkrankung

Die Epicondylitis wird durch eine übermäßige Belastung der Muskulatur des Unterarms (Beuger oder Strecker) hervorgerufen. Diese kann häufig durch sportliche Tätigkeiten hervorgerufen werden, wie zum Beispiel bei einem Tennisarm, sie kann jedoch auch durch Arbeiten bedingt werden, die mit sich häufig wiederholenden Tätigkeiten verbunden ist.

So können auch Menschen mit einer PC-Tätigkeit oder im Handwerk durch die Erkrankung betroffen sein. Ausgelöst wird die Epicondylitis durch falsche Beanspruchung von Muskeln, einseitige Haltungen oder Zwangshaltungen (beispielsweise bei Facharbeitern wie Schleifern oder Schweißern) oder falschen Sport- und Arbeitstechniken.

Behandlung von Epicondylitis

Zur Behandlung der Entzündung gibt es unterschiedliche Ansätze, die davon abhängig sind, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Auf jeden Fall sollte bei anhaltenden Schmerzen immer direkt der Orthopäde aufgesucht werden.

Anfangsstadium

Der Besuch eines Physiotherapeuten ist bei einer Epicondylitis zu empfehlen

Der Besuch eines Physiotherapeuten ist bei einer Epicondylitis zu empfehlen

Hier kann Physiotherapie dazu beitragen, die Schmerzen zu lindern und die Epicondylitis dauerhaft zu beseitigen. Dies kann durch Massagen, Elektrostimulation oder Kältebehandlung erfolgen und wird unterstützt durch Bandagen und spezielle mit Diclofenac angereicherte Cremes oder Voltaren. Wichtig ist hier insbesondere die Schonung der Sehnen und Muskulatur, um ein schnelles Abheilen zu ermöglichen.

Anhaltende Schmerzen

Sofern physiotherapeutische Maßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen, ist ein erneuter Arztbesuch empfehlenswert, bei dem – falls nicht bereits geschehen – Blockaden oder Fehlstellungen im Bereich der Halswirbel überprüft werden. Akute Schmerzen können parallel durch lokale Injektionen von Cortison oder Anästhetika beseitigt werden, was jedoch keine dauerhafte Lösung darstellt.

Operation

Ist keine Besserung des Schmerzzustandes absehbar, ist in einigen Fällen auch ein operativer Eingriff erforderlich. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze, die im Kern aber alle darauf zielen, Teile der Sehne zu entfernen oder zu durchtrennen.

Hierdurch werden ein schmerzfreier Zustand und ein Abklingen der Entzündung erreicht.

So machen Sie eine wirkungsvolle Epicondylitis Bandage

Zur Behandlung einer Epicondylitis wird eine Epicondylitis Bandage empfohlen. Diese unterstützt nicht nur den Heilverlauf, sondern beugt auch einem Rückfall der Epicondylits vor. Gerade auch nach dem Ausheilen der akuten Erkrankung sollte diese Bandage dann noch bei übermäßiger Beanspruchung des Armes getragen werden, etwa beim Handball-, Volleyball-, Tennis- oder Golfspielen.

Aber auch beim langen Arbeiten am PC oder anderen beruflichen Tätigkeiten oder Freizeitbeschäftigungen, die das Risiko für eine Epicondylitiserkrankung erhöhen. Diese speziell angefertigten Spangen sollen die uneingeschränkte und schmerzfreie Bewegungsfreiheit gewährleisten.

Wie funktioniert diese Bandage?

Diese spezielle Spange für die Epicondylitis kann in allen Sanitätshäusern, vielen Sportgeschäften und teilweise auch in Apotheken gekauft werden. Sie wird vor der belastenden Tätigkeit vom Betroffenen selber angelegt. Bei medizinischer Indikation kann für dieses Hilfsmittel aber auch eine Rezeptverordnung vom Orthopäden ausgestellt werden.

Das Prinzip dieses Hilfsmittels ist relativ einfach. Durch konzentrierte und gezielte Druckausübung auf die Muskeln am Unterarm und die Sehnen wird der Muskelapparat entlastet, weshalb der Schmerz gelindert wird oder im Falle der Prophylaxe eben erst gar kein Schmerz entsteht. Im Normalfall besteht diese Bandage aus Neopren oder einem ähnlich robusten Material, welches hohe Beanspruchungen ohne Schwierigkeiten standhalten kann.

Die Druckintensität auf die Muskulatur lässt sich bei vielen Modellen durch einen Klettverschluss individuell variieren. Zudem können sie meist auf beiden Armen getragen werden. Beim Anlegen dieses Schutzes muss darauf geachtet werden, dass diese weder zu locker sitzt, noch zu fest. Sie darf nicht locker am Arm sein, aber auch nicht drücken und trotzdem Halt geben.

Mögliche Probleme

Wird diese Spange unmittelbar nach einer akuten Erkrankung angelegt, muss darauf geachtet werden, dass sie den Blutkreislauf am Arm nicht abschneidet, denn somit verzögert sich der Heilungsprozess. Während der akuten Reizung sind sie ohnehin nicht immer empfehlenswert und sollte in diesem Fall nur getragen werden, wenn sie vom Orthopäden verordnet wurden. Außerdem kann die Bandage auch gut mit anderen Therapieformen kombiniert werden, etwa einer Wärme- oder Kältebehandlung.