Eine Herzmuskelentzündung ist eine akute oder chronische Entzündung des Herzmuskels. Diese Erkrankung wir in der Fachsprache Myokarditis genannt und kann verschiedene Ursachen haben. Eine solche Entzündung beeinflusst die Kontraktionsfähigkeit des Herzen und kann ernste Folgen haben wie z.B. einen plötzlichen Herztod. Sie kann in jedem Alter auftreten, heilt jedoch meistens wieder aus. Zum Tod führt die Herzmuskelentzündung in etwa 20% aller Fälle.


Was sind die Ursachen einer Herzmuskelentzündung?

Eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kann verschiedene Ursachen haben. Zu 80% sind Viren (hauptsächlich Coxsackievieren) für die Krankheit verantwortlich. Ist das Immunsystem intakt, ist eine Erkrankung durch bakterielle Erreger eher unwahrscheinlich. Meistens wird die Herzmuskelentzündung nach einer Grippe-, Durchfall- oder Scharlacherkrankung hervorgerufen. Eine toxische Form der Entzündung, kann außerdem durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamente entstehen. Weitere Ursachen können eine Strahlentherapie oder eine Autoimmunerkrankung (HIV) sein. Zu einer Myokarditis kommt es in der Regel, wenn sich die körpereigene Immunabwehr gegen den Herzmuskel richtet.

Was sind die Symptome bei einer Herzmuskelentzündung?

Es gibt bei der Herzmuskelentzündung kein bestimmtes Leitsymptom. Manche Erkrankungen verlaufen sogar ohne Symptome. Die meisten Patienten bemerken zu Anfang eine starke Müdigkeit, allgemeine körperliche Schwäche und Unwohlsein. Hinzu kommen Atemnot, Gliederschmerzen, Gewichtsverlust und Fieber.

In vielen Fällen wird auch über ein Stechen im Brustbereich und Vorhofflimmern berichtet. Ist die Krankheit bereits fortgeschritten lösen schon die kleinsten Anstrengungen eine Atemnot aus. Weiterhin geht einer durch Viren ausgelösten Myokarditis meist eine Erkältung oder eine Durchfallerkrankung voraus.

Welche Therapie ist bei einer Herzmuskelentzündung möglich?

Wichtig bei solch einer Krankheit ist sich, ggf. während einer stationären Behandlung, zu schonen und Erkältungen etc. immer ausreichend auszukurieren. Ist die Ursache bakteriell bedingt, kann schon die Einnahme von Antibiotika helfen. Das ist bei einer auf Viren basierenden Erkrankung nicht der Fall. Bei dieser Form der Myokarditis, besteht die Möglichkeit auf eine spontane Ausheilung der Krankheit. Andernfalls kann die auch zum plötzlichen Herztod des Patienten führen. Es besteht die Möglichkeit auf einer medikamentösen Behandlung sowie das Absaugen von entstandener Flüssigkeit im Herzen. Es gibt Patienten die innerhalb kürzester Zeit an Herzrhythmusstörungen oder einer akuten Herzschwäche verstorben sind. Um das zu verhindern sollte rechtzeitig eine Herztransplantation oder erfolgen. Vor allem bei jüngeren Patienten ist es ratsam rechtzeitig ein Herzschrittmacher oder Defibrillator einzusetzen.