Sertralin ist eine sogenannte polycyclische, chemische Verbindung und gehört als solche zu den Halogenaromaten sowie Aminen. Es wird unter anderem in der Medizin für verschiedene Arzneimittel verwendet und beispielsweise bei Depressionen verschrieben.


Wirkung von Sertralin

Als selektiver Wiederaufnahmehemmer für Serotonin führt Sertralin zu einem Konzentrationsanstieg von Serotonin im zentralen Nervensystem, genauer im synaptischen Spalt. Schon bei der ersten Einnahme des Mittels wirkt es antriebssteigernd und wird daher als sehr effektiv betrachtet. Bereits nach durchschnittlich sieben Tagen können stimmungsaufhellende Wirkungen festgestellt werden. Bei einer weiteren Einnahme baut sich diese Wirkung entsprechend weiter aus.

Sertralin

Sertralin kann bei unterschiedlichen Krankheitsbildern verschrieben werden.

Wann sollte Sertralin verwendet werden?

Sertralin kann bei unterschiedlichen Krankheitsbildern verschrieben werden. Insbesondere bei schweren Depressionen hat sich Sertralin als Medikament mehrfach bewährt und ist durchaus zur Langzeittherapie geeignet.

Bei der Behandlung von Zwangserkrankungen hat sich Sertralin im Vergleich zu einem Placebo als bedeutend wirksamer herausgestellt. Gleiches gilt für die Behandlung von Angstzuständen und Panikanfällen. Auch bei einer sozialen Phobie oder einer posttraumatischen Belastungsstörung konnten bereits erfolgreiche Behandlungen durchgeführt werden.

Nebenwirkungen

Bisher sind verschiedene Nebenwirkungen bekannt, die in unterschiedlicher Häufigkeit auftauchen. Zu den häufig festgestellten Nebenwirkungen gehören:

  • Schlaflosigkeit aber auch Schläfrigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Schwindel
  • verschiedene Störungen des Magen-Darm-Systems wie beispielsweise Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen
  • Störungen des vegetativen Nervensystems (Mundtrockenheit etc.)
  • erweitere Pupillen oder gar Sehstörungen
  • sexuelle Funktionsstörungen

Neben den genannten Nebenwirkungen gehören zudem auch Brustschmerzen, Herzklopfen und einige andere Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System zu den häufigen Nebenwirkungen. In einigen wenigen Fällen wurden unabhängig davon Muskelzittern, Muskelstarre, Zuckungen, Fieber und Bewusstseinstrübungen als Nebenwirkung festgestellt. Diese treten jedoch vor allem in Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln wie beispielsweise Migräne-Mitteln auf. Hier sollte daher auf eventuelle Auswirkungen geachtet werden.

Wechselwirkungen

Es gibt verschiedene Wechselwirkungen, die in Verbindung mit Sertralin zu mehr oder weniger heftigen Reaktionen führen können.

Wirkstoff/Arzneimittel Wechselwirkung
MAO-Hemmer Die seretonerge Wirkung des Mittels kann im schlimmsten Fall bis zum sogenannten Serotonin-Syndrom (lebensbedrohlich) führen.
serotoninerge Arzneimittel (Tryptane u.a.) Es wurden in einigen wenigen Fällen verschiedene Symptome des Serotonin-Syndroms festgestellt.
Alkohol Obwohl keine Wechselwirkungen festgestellt werden konnten, wird dennoch empfohlen auf den Verzehr von Alkohol während einer Behandlung mit Sertralin zu verzichten.