Die Bronchien sind ein wesentlicher Teil der Lunge. Die Lunge besteht nicht nur aus zwei Ballons, im Innern befinden sich die Bronchien, welche die Luft in die entledigenden Bereiche des Organs befördern. Die Verästelungen werden von der Luftröhre ausgehend immer kleiner, etwa wie bei einem Baum, welcher auf dem Kopf steht.


Wie funktionieren die Bronchien?

Die eingeatmete Luft wird über die Bronchien zu den Lungenbläschen geführt, wo der entsprechende Gasaustausch von Sauerstoff und Kohlendioxid erfolgt. In unserem Gedankenspiel wären die Bronchien zu Beginn der Stamm, später die Äste und die Lungenbläschen, welche in der Fachsprache als Alveolen bezeichnet werden, wären die Blätter. An der Carina teilt sich die Luftröhre und dadurch werden beide Lungenflügel mit Sauerstoff versorgt.

Die rechte Seite teilt sich in drei große Äste und die linke Seite hat nur zwei Äste. Im linken Lungenlappen befindet sich ein Hohlraum mit dem Herz, was besonders mit Sauerstoff versorgt wird. Das Herz pumpt das mit Sauerstoff angereicherte Blut in die entlegensten Regionen unseres Körpers.

Die Flimmerhaare

Flimmerhaare auf den Bronchien sorgen dafür, dass unerwünschte Partikel abgehustet werden

Flimmerhaare auf den Bronchien sorgen dafür, dass unerwünschte Partikel abgehustet werden

Auf den Bronchien selbst befinden sich auch kleine Flimmerhaare. Diese Haare sorgen dafür, dass unerwünschte Stoffe wieder in den Mund gelangen und abgehustet werden können. Besonders bei einer Erkältung macht sich diese Funktion deutlich bemerkbar. Diese Flimmerhaare reagieren allerdings sehr anfällig auf Umweltgifte und Rauchen ist besonders schädlich.

Die Flimmerhaare können nicht mehr ihre Arbeit erledigen und immer mehr Gifte bleiben in den Bronchien hängen. Die Folgen können Lungenkrebs, Asthma oder COPD sein.

Raucher schädigen ihre Bronchien

Die meisten Raucher husten sehr stark und der Auswurf hat eine grünlich bis gelbe Färbung. Dies ist ein ganz klares Zeichen, hier sind die Bronchien schon sehr stark angegriffen. Normalerweise sollte beim Husten der Auswurf eine weiße Farbe haben. Wer etwas für seine geschädigte Lunge tun möchte, stellt am besten sofort das Rauchen ein. Auch die teuersten Medikamente helfen nicht, wenn dem Körper weiterhin das schädliche Nikotin zugeführt wird. Bis die Lunge sich von dem jahrelangen Rauchen wieder erholt hat, vergehen etwa 10 Jahre.

Es ist also eine wesentliche Verbesserung der Atmung zu erreichen, allerdings wird die Lunge niemals den Zustand erreichen, welcher vor dem Beginn des Zigarettenkonsums war. Eine Schädigung der Lunge ist noch für viele weitere Krankheiten verantwortlich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was tun bei verschleimten Bronchien? Welche Hausmittel helfen?

Häufig sind verschleimte Bronchien der Auslöser für nächtliche Hustenattacken. Es gibt ein paar wirksame Hausmittel, Tipps und Tricks, die dabei helfen können. Ganz wichtig ist, reichlich Flüssigkeit zu trinken. Schon zwei bis drei Liter am Tag können den Schleim so effektiv lösen wie ein Hustensaft.

Darüber hinaus können lange Spaziergänge und gute Luftfeuchtigkeit im Zimmer helfen. Zusätzlich sind Kräutertees optimal geeignet, wie zum Beispiel Anis, Fenchel und Thymian. Sie sollten nicht am Abend getrunken werden, da viele von ihnen anregend wirken. Es ist auch möglich, die Brust vor dem Schlafen mit Sesamöl einzureiben.

Ein wirksames Hausmittel ist der eigene Hustensaft. Hierfür wird eine mittelgroße Zwiebel feingehackt. Sie wird mit drei Esslöffel Honig vermischt, hinzu kommt ein achtel Liter Wasser. Das Ganze wird aufgekocht und muss etwa zehn Minuten ziehen.

Ist Bergluft gut für die Bronchien?

Bergluft ist gut für die Bronchien.

Bergluft ist gut für die Bronchien.

Definitiv! Deshalb gibt es auch zahlreiche Kurorte in Deutschland, die sich in Wäldern, Bergen oder seenreiche Gegenden befinden. In den Bergen ist die Luft äußerst schadstoffarm, was dem Bronchialsystem gut tut. Empfohlene Regionen sind unter anderem die Alpen oder das Fichtelgebirge.

Durch die Bergluft und Salz wird der Schleim flüssiger und lässt sich besser abhusten. Des Weiteren fangen die Flimmerhärchen in den Bronchien wieder an, besser zu schlagen. Dadurch regeneriert sich die kranke Schleimhaut, wobei ein langer Aufenthalt nötig ist. Drei Wochen in den Bergen werden kaum ausreichen, um das Bronchialsystem vollständig zu heilen.

Was ist der Unterschied zwischen Bronchien und Bronchiolen?

Bei den Bronchien und Bronchiolen handelt es sich um ein Röhrensystem, das als Leitung für die Luft dient. Dort findet kein Austausch für Gase statt. Der Unterschied zwischen Bronchien und Bronchiolen ist, dass Bronchiolen einen größeren Durchmesser haben.

Sie verfügen nämlich durch ihre Knorpelspangen über verstärktere Wände. Um die Röhren befinden sich Muskelstränge, die von glatter Muskulatur sind. Sie werden von einigen Teilen des vegetativen Nervensystems kontrolliert. Dazu gehört der Sympathicus und Parasympathicus. Bei viel Bewegung sorgt der Sympathicus dafür, dass möglichst viel Luft durch die Bronchien gelassen wird. Der Parasympathicus hingegen ist dafür verantwortlich, dass der Körper sich in Ruhephasen erholen kann. Die glatte Muskulatur wird angeregt und der Durchmesser der Bronchien verengt sich. Die Bronchien und Bronchiolen sind mit einer Haut ausgestattet, die Schleim produziert.

Hilft eine Eigenurinbehandlung bei chronischer Bronchitis?

Die Eigenurinbehandlung zählt zu den alternativmedizinischen Behandlungsmethoden. Dabei wird der eigene Urin in kleinen oder großen Mengen getrunken und äußerlich angewendet. Viele Menschen sagen, dass die Eigenurinbehandlung bei einer chronischen Bronchitis hilft, was so leider nicht ganz richtig ist.

Der eigene Urin kann die körpereigenen Abwehrkräfte zwar anregen, was von Naturheilkundlern jedoch abgelehnt wird. Es gibt keine nachweislichen Studien über die Wirkung von Urin. Allerdings wird er bei vielen Krankheiten angewendet.