Eine Blutvergiftung oder Sepsis entsteht durch eine Infektion im Körper, die durch die körpereigenen Abwehrmaßnahmen nicht mehr bekämpft werden kann so dass sich die aggressiven Erreger im ganzen Körper über die Blutgefäße verteilen und so im ganzen Organismus die typischen Entzündungserscheinungen wie Schmerzen, Schwellungen und Rötungen entstehen.


Dadurch befällt diese Infektion dann auch nacheinander die verschiedenen Organe so das diese nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden oder kleine Blutgefäßer verstopfen können. Ähnlich wie eine Kettenreaktion kann das zum Versagen der Lunge, der Nieren, des Kreislaufes, der Leber und weiteren Organen führen. Das bezeichnet man als “septischen Schock” und führt auch in der heutigen Zeit noch sehr oft zum Tod. Etwa ein Drittel aller Erkrankten sterben leider daran , obwohl eine frühe Diagnose die Sterblichkeitsrate stark sinken lässt. Allerdings ist eine Blutvergiftung im Frühstadium nur schwer zu diagnostizieren.

Häufige Ursachen für eine Blutvergiftung

Ursache für eine Blutvergiftung können zum Beispiel eine einfache Bindehautentzündung oder eine eitrige Wunde sein, aber auch jede andere Infektionen kann eine Sepsis auslösen. Dadurch gelingen Bakterien in den Blutkreislauf, die das körpereigene Abwehrsystem in Gang setzten.

Manchmal macht sich eine Blutvergiftung dadurch bemerkbar, dass eine oberflächliche Vene sich fortschreitend rot färbt, aber auch hohes Fieber oder Fieberschübe mit Schüttelfrost, Verwirrtheit, Beschleunigung von Atmung und Herzschlag sowie Blutdruckabfall können Hinweise auf eine Blutvergiftung sein. Damit eine Blutvergiftung diagnostiziert werden kann, wird dem Patienten Blut abgenommen und eine Blutkultur angelegt. Außerdem wird die Leber mittels Ultraschall auf eine Vergrößerung untersucht.

Eine Blutvergiftung wird auf der Intensivstation behandelt

Eine Blutvergiftung wird meist auf der Intensivstation behandelt

Eine Blutvergiftung wird meist auf der Intensivstation behandelt

Die Heilungschancen sind größer je eher die Krankheit entdeckt wurde. Im Krankenhaus wird der Patient in erster Linie mit Antibiotikum behandelt. Dadurch sollen die Bakterien im Körper bekämpft werden. Auch der Infektionsherd wird nach Möglichkeit entfernt.

Eine Vorerkrankung erhöht die Gefährlichkeit einer Blutvergiftung

Besonders gefährdet sind Personen, deren Immunsystem schon durch eine Vorerkrankung oder eine angeborene Immunschwächekrankheit haben. Ebenso haben frisch operierte Patienten ein erhöhtes Risiko an einer Sepsis zu erkranken. Seit kurzer Zeit forschen Wissenschaftler, ob auch verschiedene Erbanlagen die Wahrscheinlichkeit an einer Sepsis zu erkranken erhöhen. Einen sicheren Schutz vor einer Sepsis gibt es leider nicht, aber eine ausgewogene Ernährung mit vielen Vitaminen, gelgentlich Sport und ausreichend Schlaf minmieren das Risiko enorm.

So erkennen Sie die ersten Anzeichen einer Blutvergiftung

Eine Blutvergiftung, oder auch Sepsis genannt, erfolgt in Form einer Infektion.
Normalerweise gelingt es dem Körper bei gesunden Menschen, die Infektion auf den Ursprungsort zu begrenzen. Ist der Körper jedoch zum Beispiel aufgrund eines schlechten Immunsystems geschwächt, so kann sich die Infektion auch ausbreiten und die Organe befallen und mit zu wenig Sauerstoff beliefert werden.

Je mehr Funktionen des Körpers ausfallen, desto schwerer fällt es dem Körper, die Krankheit aufzuhalten. So können schon nach wenigen Stunden Lunge, Nieren, Kreislauf etc. ausfallen, was schließlich zum Tod führt.

Besonders gefährdet eine Blutvergiftung zu erleiden sind vor allem:

  • sehr junge und sehr alte Menschen
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Menschen mit Krebserkrankungen
  • Alkoholiker und Drogenabhängige
  • Menschen mit Erbanlagen für eine Sepsis

Mögliche Anzeichen einer Blutvergiftung bzw. Sepsis

Eine Blutvergiftung ist anfangs nur schwer zu erkennen.

  1. Ein mögliches Anzeichen ist Fieber bzw. eine erhöhte Körpertemperatur von bis zu 38 Grad Celsius, welche meist von Schüttelfrost begleitet wird.
  2. Auch eine schnelle und flache Atmung können auf eine Blutvergifung hindeuten.
  3. Ein weitere mögliches Anzeichen ist Verwirrtheit, denn bei einer Blutvergifung kann in besonders schlimmen Fällen auch das Hirn angegriffen worden sein, wodurch es zu Bewusstseinstrübungen und Desorientiertheit kommen kann.
  4. Des Weiteren kann sich in einigen Fällen der Herzschlag beschleunigen, sodass der Puls auch in ruhigem Zustand bei neunzig Schlägen in der Minute liegt.
  5. Auch kann der oftmals deutlich niedrige Blutdruck, welcher bei neunzig mmHg liegt ein Anzeichen sein.
  6. Ebenfalls kann eine Nierenfunktionsstörung, welche sich durch eine nur geringe Harnausscheidung äußert, auf eine Blutvergiftung hindeuten.
  7. Auch kleine rote Flecken auf der Haut sind ein mögliches Anzeichen. Diese Flecken verschmelzen im laufe der Zeit zu großen, dunkelroten Flecken. In besonders schlimmen Fällen bilden sich sogar mit Blut gefüllte Blasen.

Diagnose einer Blutvergiftung

Bei Verdacht auf einer Blutvergiftung ist der Gang zum Arzt unvermeidbar. Dieser wird sich über die Krankengeschichte des Patienten erkundigen und im Rahmen einer Untersuchung: Blutdruck, Puls, Herzfrequenz und Körpertemperatur messen. Oftmals sind schon allein diese Symptome zur Stellung einer Diagnose ausreichend und deuten auf eine Blutvergiftung hin.

Wie verläuft die Therapie bei einer Sepsis?

Da oftmals Bakterien der Auslöser für eine Blutvergiftung sind, erfolgt als erstes eine Blutabnahme um dem Arzt Aufklärung über den genauen Krankheitserreger zu geben. Danach wird ein Antibiotikum in die Vene gegeben, um die Vermehrung der Bakterien zu bremsen. Oftmals ist dieses Antibiotikum bei einer einfachen Sepsis völlig ausreichend.

Bei einer schweren Sepsis können die Organe ausfallen

Bei einer schwerwiegenden Sepsis versuchen die Ärzte die Funktion der Organe weiterhin aufrecht zu erhalten. Auch eine Beatmung kann von Nöten sein. Des Weiteren können bei der Bekämpfung der Blutvergiftung auch chirurgische Mittel eingesetzt werden. So können zum Beispiel Wunden geöffnet werden um entzündete Gewebeteile zu beseitigen. Danach ist eine Spülung der infizierten Stellen erforderlich.