Das Medikament Prednisolon ist ein Glukokortikoid, das dieselbe Wirkung aufweist, wie das körpereigene Kortisol. Die Nebenniere des Menschen produziert das Hydrokortisol in den Nebennieren. Es gehört zu der Gruppe der Hormone. Die Pharma-Firma Merck brachte 1957 erstmals das Prednisolon unter dem Handelsnamen „Solu-Decortin H“ auf den Markt.


Wie wirkt Kortison?

Das Medikament hat die typischen Eigenschaften eines Kortisons und wirkt somit entzündungshemmend, antiallergisch sowie immunsuppressiv. In der Medizin nutzt man besonders die entzündungshemmende Wirkung. Das Eindringen von Entzündungszellen in erkranktes Gewebe kann mit Prednisolon verhindert werden. Außerdem wird die Ausschüttung von immunmodulierenden Stoffen verhindert. Eine schwere Entzündung kann mit diesem Wirkungsprofil schnell kontrolliert werden.

Bei welchen Erkrankungen wird Prednisolon eingesetzt?

Durch die vielseitigen Eigenschaften wird Kortison bei vielen verschiedenen Krankheitsbildern verabreicht, um Linderung zu schaffen.
Die häufigsten Anwendungsgebiete sind Asthma bronchiale, chronische Polyarthritis, chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, allergische Erkrankungen und Tumore. Es wird bei Kindern in Form von Zäpfchen als Notfallmedikament bei Pseudokrupp gegeben und lindert schnell Atemnot und Hustenreiz.

Prednisolon findet in der Notfallmedizin Anwendung, z.B. bei Asthma.

Prednisolon findet in der Notfallmedizin Anwendung, z.B. bei Asthma.

Es findet in der Notfallmedizin auch bei Rauchgasinhalationen Anwendung, denn in der Lunge wirkt es membranstabilisierend. Ein anaphylaktischer Schock, der bei Allergikern zum Tod führt, kann mit Kortison durchbrochen werden. Bei einer Insuffizienz der Nebennieren kann Prednisolon das fehlende Kortison ersetzen. Aber auch eine Organabstoßung nach einer Transplantation kann, durch die immunsuppressiven Eigenschaften, verhindert werden.

Wie kann Prednisolon angewendet werden?

Die Anwendung hängt von Art und Schwere der Erkrankung ab. Grundsätzlich entscheidet der behandelnde Arzt, wie das Medikament eingenommen werden soll. Es gibt Kortison in den verschiedensten Formen. Bei Hauterkrankungen als Salben und Gels, bei Atemwegserkrankungen als Spray oder Inhalat. Es kann aber auch als Zäpfchen oder Tablette verabreicht werden. In akuten Fällen kann es sogar über die Vene verabreicht werden.

Welche Nebenwirkungen können unter der Therapie mit Prednisolon auftreten?

Die Wirkung des Kortisons hat zwar eine große therapeutische Breite, jedoch ebenso eine Reihe von Nebenwirkungen. Die häufigsten sind: gesteigerter Appetit und Stammfettsucht, Wundheilungsstörungen, Muskelschwäche, Magenbeschwerden, Einblutungen unter der Haut in Form von Petechien und Hyperglykämien. Viele Patienten entwickeln im Verlauf der Behandlung eine Osteoporose und Wassereinlagerungen im Gewebe, was das typische Bild der Aufschwemmung verursacht. Besonders das Gesicht wandelt sich bei Daueranwendung zum sogenannten Vollmondgesicht.

Die Ausprägung der Nebenwirkungen hängt mit der Dosierung und der Form der Einnahme ab.