Die Top 10 der ekeligsten Krankheiten

Die Top 10 der ekeligsten Krankheiten
(© Kristin Gründler – Fotolia.com)

Bei der Recherche für unsere Artikel aus dem Bereich Gesundheit, sind uns bei manchen Krankheiten immer mal wieder mehr oder weniger eklige bzw. abstoßende Bilder unter die Augen gekommen.

Da wir euch diese nicht vorenthalten möchten, findet Ihr hier die Top 10 der ekligsten Krankheiten. Einfach auf den Namen der jeweiligen Krankheit klicken, um mehr zu sehen.

Menschen mit starkem Ekelgefühl sollten diese Seite eventuell lieber wieder verlassen.

KAPOSI Sarkom

KAPOSI Sarkom
( © en.wikipedia – Sol Silverman, Jr., D.D.S.)

Das nach dem Wiener Dermatologen Moritz Kaposi benannte Kaposi-Sarkom ist ein Krebsleiden, welches häufig in Verbindung mit Aids auftritt beziehungsweise vorwiegend bei immungeschwächten Personen vorkommt.

Auslöser hierfür ist sehr wahrscheinlich das Humane Herpesvirus Typ 8 (HHV-8), jedoch aller Wahrscheinlichkeit nach mit weiteren Kofaktoren verbunden, wie zum Beispiel einer Immunsuppression, verschiedenen Umweltfaktoren oder oxidativem sowie nitrosativem Stress. Es treten vorwiegend im Darm und auf den Schleimhäuten schmerzhafte, blau-braune Hautknoten auf.

Erfolgt keine Therapie, breiten sich die Krankheitszeichen auf der ganzen Haut, den Schleimhäuten, in den Lymphknoten, in Lunge und Leber sowie in den Nieren aus. Als Behandlung kommen lokale Therapien (z.B. Lasertherapie und Strahlentherapie) und Chemotherapien zum Einsatz.

Parakeratose

Parakeratose
(© de.wikipedia – Drgnu23)

Unter einer Parakeratose versteht man die schrittweise und pathogene Verhornung der Epidermis (der äußeren Hautschicht).

Eine Parakeratose ist die Folge einer Beschleunigung der Epidermopoese oder resultiert aus einer fehlerhaften Reifung der sogenannten Keratinozyten (hornbildende Zellen). Oft kommt es zu einer gleichzeitigen Verdickung der Hornschicht, was als parakeratotische Hyperkeratose bezeichnet wird. Eine Parakeratose tritt zum Beispiel bei einem Ekzem auf oder bei der Psoriasis (Schuppenflechte). Auch beim Morbus Bowen, einer Hautkrebsart, kann eine Parakeratose auftreten.

Krätze

Krätze
(© de.wikipedia – Ukster1)

Krätze wird fachsprachlich auch Skabies genannt und ist eine durch Milben übertragene, ansteckende Hauterkrankung.

Die Milbe, die für Skabies verantwortlich ist, heißt Sarcoptes scabiei und gehört zu den Parasiten. Sie bohrt sich in die obere Schicht der Haut und legt dort Kotballen und ihre Eier ab. Die Folge davon sind Krankheitszeichen wie Pusteln, Quaddeln, Knötchen und Papeln, die mit einem starken Juckreiz einhergehen und nach einer Inkubationszeit von etwa drei bis sechs Wochen auftreten.

Zur Therapie wird das Insektizid Permethrin oder eine Emulsion mit Benzylbenzoat eingesetzt, wodurch die Krätzmilben abgetötet werden.

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden
(© de.wikipedia – Dr. K.-H. Günther, Klinikum Main Spessart, Lohr am Main)

Bei Hämorrhoiden handelt es sich zunächst nicht um eine Krankheit, sondern um kleine ringförmige Gefäßpolster, die jeder Mensch am unteren Enddarm hat und die für den Feinverschluss des Afters zuständig sind.

Krankhaft sind Hämorrhoiden erst dann, wenn sie sich unnatürlich vergrößern, indem sich Blut darin sammelt, das nicht mehr abfließen kann. Genau genommen wird das als Hämorrhoidalleiden bezeichnet, allgemein ist aber lediglich der Begriff Hämorrhoiden geläufig. Durch die Vergrößerung der Hämorrhoiden können Symptome wie Juckreiz, Nässen, Brennen, Schmerzen oder Blutungen im Analbereich auftreten. Ursächlich hierfür können Verstopfung, starkes Übergewicht, eine Bindegewebsschwäche oder übermäßiges Pressen beim Stuhlgang sein.

Leichtere Beschwerden können durch spezielle Salben oder entzündungshemmende Zäpfchen gelindert werden, stärker ausgeprägte Hämorrhoiden müssen verödet, abgebunden oder sogar chirurgisch entfernt werden.

Tripper

Tripper
(© de.wikipedia – GerardM)

Tripper wird in der Fachsprache auch Gonorrhoe genannt und gehört zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Tripper wird durch Bakterien übertragen, den sogenannten Gonokokken, und kann auch von Schwangeren auf ihr Baby übertragen werden. Bei Frauen kommt es zu Ausfluss und zu Schmerzen beim Wasserlassen, Männer leiden dazu noch unter einer Harnröhrenentzündung und Juckreiz. In manchen Fällen ist der Verlauf aber auch symptomlos. Eine Gonokokken-Infektion kann auch im Anal- oder im Mund-Rachen-Bereich vorkommen, was bei Männern häufiger der Fall ist als bei Frauen. Zuverlässigen Schutz gegen die Gonorrhoe bieten Kondome.

Als Therapiemaßnahme kommen Antibiotika zum Einsatz. Allerdings ist im Gegensatz zu vielen anderen Infektionskrankheiten danach keine lebenslange Immunität gegen die Erreger vorhanden. Es ist also jederzeit eine Neuansteckung möglich.

Feigwarzen

Feigwarzen
(© de.wikipedia – GerardM)

Feigwarzen werden im Fachjargon auch als Condylomata acuminata oder spitze Kondylome bezeichnet; landläufig sind sie auch als Feuchtwarzen oder Genitalwarzen bekannt.

Sie gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Virusinfektionen. Die Erkrankung wird durch humane Papillomviren (HPV) ausgelöst. Mehr als die Hälfte der HPV-Infektionen verläuft ohne sichtbare Krankheitszeichen und die Viruserkrankung heilt von selbst wieder ab. Allerdings können die Träger des HPV-Virus in dieser Zeit den Krankheitserreger auf andere Menschen übertragen. Am häufigsten treten Feigwarzen in einem Alter zwischen 20 und 40 Jahren auf; rund 30 Millionen Menschen infizieren sich jährlich mit dem HPV-Virus, meist ohne es zu ahnen.

Die Therapie hängt vom Ausmaß der Erkrankung ab und erfolgt medikamentös und/oder chirurgisch.

Syphilis

Syphilis
(© de.wikipedia)

Syphilis (auch Lues genannt) ist eine über den Geschlechtsverkehr übertragbare Infektionskrankheit. Wird sie nicht behandelt, wird der Krankheitsverlauf chronisch. Seit der Entdeckung des Penicillins hat die Geschlechtskrankheit erheblich an Bedrohlichkeit verloren.

Ausgelöst wird die Infektion durch das Bakterium Treponema pallidum. Nach einer Inkubationszeit von etwa drei Wochen bildet sich ein hartes Geschwür, welches allerdings keine Schmerzen bereitet und oft unentdeckt bleibt. In der zweiten Phase der Erkrankung treten Haut- und Schleimhautveränderungen auf und die Lymphknoten schwellen an. Oft heilt die Syphilis nach diesen ersten Beschwerden von selbst wieder ab. In einigen Fällen jedoch entsteht eine latente Syphilis, was im Laufe der Jahre zu Schädigungen von inneren Organen und zum Befall des Zentralen Nervensystems führen kann.

Mithilfe von Antibiotika (vornehmlich Penicillin) ist die Syphilis inzwischen gut zu behandeln.

Dermatitis ulcerosa

Dermatitis ulcerosa
(© de.wikipedia – Monopol)

Dermatitis ulcerosa, auch als Pyoderma gangraenosum bezeichnet, ist eine seltene und sehr schmerzhafte Erkrankung der Haut.

Dabei bilden sich anfangs zahlreiche kleine Pusteln und Knötchen, die sich nach und nach vergrößern und zu einem Geschwür auswachsen (Ulkus). Es kommt zum Absterben der Hautzellen (Nekrose). Die Dermatitis ulcerosa ist keine Infektion der Haut, die durch Bakterien ausgelöst wird; aus diesem Grund ist eine Behandlung mit Antibiotika wirkungslos. Vielmehr vermuten die Wissenschaftler, dass die Erkrankung durch einen Autoimmundefekt ausgelöst wird. Das bedeutet, dass sich das körpereigene Immunsystem gegen sich selbst richtet.

Eine Therapie ist recht problematisch und nicht selten kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden.

Dekubitus

Dekubitus
(© de.wikipedia – Bobjgalindo)

Als Dekubitus (von lateinisch decubare = liegen) wird eine Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes durch Wundliegen bezeichnet.

Es entsteht ein Druckgeschwür, welches durch den dauernden Druck auf kleinste Blutgefäße entsteht. Dadurch wird der Sauerstoff- und Gasaustausch an der jeweiligen Hautpartie gestört, die Durchblutung ist nicht mehr richtig gewährleistet (Ischämie) und es kommt zu schmerzhaften Druckstellen (Ödeme). Die Haut rötet sich und die betroffenen Zellen sterben nach und nach ab, wenn keine Entlastung der Körperstelle erfolgt. Das Gewebe wird nekrotisch.

Besonders gefährdet sind alte, bettlägerige Menschen oder Patienten im Rollstuhl, die sich aus eigener Kraft kaum mehr bewegen können. Hierbei ist es wichtig, dass durch die richtige Lagerung und Pflege einem Dekubitus vorgebeugt wird.

Mundkrebs

Mundkrebs
(© de.wikipedia – Bionerd)

Mundkrebs oder auch Mundhöhlenkrebs (Oropharyngeales Karzinom) umfasst alle Arten von Krebserkrankungen, die sich im Mundhöhlenbereich, an den Lippen, der Zunge, am Gaumen, im hinteren Rachenbereich, an den Mandeln oder den Speicheldrüsen entwickeln.

Männer sind dabei fast doppelt so oft betroffen wie Frauen. Jedoch nimmt die Zahl der weiblichen Betroffenen stetig zu, was vornehmlich daran liegt, dass der Alkohol- und Nikotinkonsum bei Frauen in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen ist. Denn zu den Risikogruppen beim Mundkrebs gehören vor allem Raucher und Alkoholkonsumenten.

Rund 90 Prozent der Patienten sind starke Raucher, allerdings kann auch eine genetische Veranlagung ursächlich für die Erkrankung sein. Die Prognose beim Mundkrebs liegt bei etwa 50 bis 60 Prozent, wobei die Heilungschancen stark von der Lokalisation des Krebses und dem Stadium abhängen, in welchem die Krebserkrankung entdeckt wird.

Und, wie schlimm findet ihr diese Bilder? Kennt ihr noch weitere abstoßende Krankheiten? Nutzt einfach unsere Kommentarfunktion unten.