Der menschliche Körper verfügt im Blutkreislauf, im Knochenmark, in der Leber und in der Milz über rund vier Gramm Eisen. Müdigkeit, Blässe, Antriebslosigkeit, erhöhte Infektanfälligkeit – das alles können Symptome eines Eisenmangels sein. Besonders gefährdet sind Babys und Kleinkinder, die Milchersatzprodukte bekommen und nicht gestillt werden. Blutspender weisen ebenfalls ein erhöhtes Risiko auf, da mit jeder Blutspende etwa 250 mg Eisen verloren gehen. Auch Frauen verlieren mit jeder Menstruation rund 15 Gramm Eisen. Eine zu starke oder lang andauernde Regelblutung, aber auch innere Blutungen können daher zum Eisenmangel führen. Insgesamt leiden etwa acht bis zehn Prozent der deutschen Bevölkerung an einem Eisenmangel.

Eisen als wichtiger Blutbaustein

Das Eisen ist Bestandteil des Hämoglobins, des roten Blutfarbstoffes. Auch andere menschliche Enzyme bestehen zu großen Teilen aus Eisen. Der Mineralstoff bindet den Sauerstoff im Blutkreislauf und befördert ihn in die Zellen. Zur Bildung der roten Blutkörperchen werden etwa drei Viertel des im Körper vorhandenen Eisens benötigt. Liegt ein Eisenmangel vor, werden zu wenige rote Blutkörperchen gebildet, es entsteht die Eisenmangel-Anämie, eine Form der Blutarmut.

Eisenmangel – was ist das?

Ein Eisenmangel entsteht, wenn der Körper täglich mehr Eisen verbraucht als er zugeführt bekommt. Das im Körper vorhandene Eisen ist zwar eine Art Depot, dennoch muss es immer wieder aufgefüllt werden, da der Körper seine Eisenvorräte zur Bildung des Hämoglobins und zum Binden des Sauerstoffes verbraucht. Der gesunde Körper verbraucht etwa ein Milligramm Eisen pro Tag. Diese Menge mit der Nahrung abzudecken, sollte ein Leichtes sein. Doch Vorsicht: Tatsächlich kann der Körper nur etwa zehn Prozent der zugeführten Eisenmenge über die Darmschleimhaut aufnehmen und verwerten. Die tägliche Eisenzufuhr muss also bedeutend höher sein, um den Bedarf wirklich zu decken. Mangelernährung ist daher eine häufige Ursache für einen Eisenmangel.

 

Ursachen von Eisenmangel

Die Hauptursachen für massive Eisenverluste sind Blutungen, etwa bei Operationen, durch Unfälle oder zu starke Menstruation. Doch auch unerkannte innere Blutungen, etwa im Magen-Darm-Trakt sowie Blutbeimengungen im Urin können den Eisenmangel auslösen.

Eine ebenfalls häufige Ursache findet sich in Magen-Darm-Erkrankungen, die mit einer Über- oder Unterproduktion von Magensäure einhergehen, da das Eisen dann nicht gut aufgenommen werden kann.

Weitere Ursachen sind Mangelernährung, weswegen häufig auch Vegetarier unter Eisenmangel leiden sowie die Einnahme verschiedener Medikamente. So beeinträchtigen etwa Acetylsalicylsäure sowie Antazida (Medikamente zum Binden überschüssiger Magensäure) nachweislich die Aufnahme des Eisens über die Nahrung.

 

Tägliche Eisenzufuhr

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bei einem gesunden Erwachsenen je zwischen 12 und 15mg Eisen täglich. Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Eisenbedarf erhöht. Die genauen Zufuhrempfehlungen lauten:

Säuglinge

  • 0 bis unter 4 Monate: 0,5mg
  • 4 bis unter 12 Monate: 8mg

Kinder

  • 1 bis unter 7 Jahre: 8mg
  • 7 bis unter 10 Jahre: 10mg
  • 10 bis unter 15 Jahre: 12mg (Jungen), 15mg (Mädchen)

 Jugendliche und Erwachsene

  • 15 bis unter 19 Jahre: 12mg (Jungen), 15mg (Mädchen)
  • Männer von 19 bis 65 Jahre und älter: 10mg
  • Frauen von 19 bis unter 51 Jahre: 15mg
  • Frauen von 51 bis 65 Jahre und älter: 10mg
  • Schwangere: 30mg
  • Stillende: 20mg

 

Risikogruppen für Eisenmangel

Einige Personen sollten besonders auf eine ausreichende Eisenzufuhr achten.

Schwangere

Da der Eisenbedarf während einer Schwangerschaft um das Dreifache ansteigt, sind werdende Mütter eine besondere Risikogruppe. Da sich der erhöhte Eisenbedarf in der Regel nicht über die Nahrung decken lässt, bekommen Schwangere häufig ein Eisenpräparat verordnet. Eine regelmäßige Überprüfung der Werte ist während der Schwangerschaft daher nötig, um einen Eisenmangel schnell zu erkennen und zu behandeln.

häufig leiden Schwangere unter Eisenmangel


häufig leiden Schwangere unter Eisenmangel

Babys und Kleinkinder

Weiterhin sind auch Babys und Kleinkinder besonders gefährdet, an einem Eisenmangel zu erkranken. Vor allem ungestillte Kinder, die mit Kuhmilch und Kuhmilchersatzprodukten versorgt werden, leiden häufiger unter einem Eisenmangel. Ausreichend Eisen kann nur über die Muttermilch an das Kind weitergegeben werden. Dennoch liegt natürlich nicht bei jedem Flaschenkind ein Eisenmangel vor. Inwiefern der Eisenbedarf über Flaschennahrung gedeckt werden kann, hängt von der Aufnahmefähigkeit des Darms ab und ist von Kind zu Kind unterschiedlich.

Vegetarier & Veganer

Auch Vegetarier laufen eher Gefahr, die körpereigenen Eisenreserven zu verbrauchen, da der tägliche Eisenbedarf bei fleischloser Ernährung schwierig zu decken ist. Gleiches trifft auch auf Veganer zu.

Sportler, Kinder im Wachstum & Senioren

Weitere Risikogruppen sind Sportler, Kinder und Teenager im Wachstum sowie Senioren. Während bei Sportlern und Kindern im Wachstum einfach ein erhöhter Eisenbedarf besteht, der oftmals nur unzureichend gedeckt werden kann, ist es bei Senioren meist die Mangelernährung, die für den Eisenmangel verantwortlich ist. Darüber hinaus leiden ältere Menschen nicht selten unter Erkrankungen und Störungen im Magen-Darm-Trakt, was wiederum dazu führt, dass Eisen nicht gut aufgenommen und verwertet werden kann.

 

Personen mit Vorerkrankungen

Menschen mit einem Magenbypass sollten ihren Eisenbedarf ebenfalls medikamentös decken, da durch die operative Veränderung des Magens und des Zwölffingerdarms die Eisenaufnahme über die Ernährung nicht mehr gewährleistet ist. Doch auch Krebsleiden sorgen dafür, dass Eisen nicht optimal aufgenommen und verwertet werden kann. Ein möglicher Eisenmangel muss also während Chemotherapie und Bestrahlung mit behandelt werden.

Eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte ist jedoch auch bei den Risikogruppen nicht immer nötig. Stattdessen sollten Symptome, die auf einen Eisenmangel hindeuten, besonders beachtet werden, sodass bei Bedarf eine schnelle und zuverlässige Diagnose gestellt werden kann.

Symptome bei Eisenmangel

Zunächst einmal verläuft jeder Eisenmangel symptomlos, da sich der Körper noch eine Zeit lang seiner eigenen Reserven bedienen kann. Erst nach Wochen bis Monaten kommt es zu unspezifischen Beschwerden wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit, Blässe, Kopfschmerzen, Gereiztheit, Unruhe und Vergesslichkeit. Symptome, die nicht sofort an einen Eisenmangel denken lassen. Erst im weiteren Verlauf stellen sich Beschwerden ein, die ein typisches Bild zeichnen:

  • die Fingernägel werden brüchig, porös und bekommen Rillen
  • verstärkter Haarausfall
  • blasse, durchschimmernde Gesichtshaut; auch die Schleimhäute können ungewöhnlich hell wirken
  • Kurzatmigkeit und Schwindelgefühle
  • Konzentrationsstörungen bis hin zur Vergesslichkeit und zum Leistungsabfall
  • innere Unruhe, Aufregung, verringerte Belastbarkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • häufiges Frieren
  • trockene Haut, rissige Lippen
  • Brennen auf der Zunge
  • Sodbrennen und Schluckbeschwerden

 

Haarausfall als sehr häufiges Anzeichen für Eisenmangel

Ein Eisenmangel geht in 50 bis 80 Prozent aller Fälle mit Haarausfall und brüchigen Nägeln einher. Betroffen sind sowohl Männer als auch Frauen. Zwar ist Haarausfall als Symptom nicht bedrohlich, dennoch beeinträchtigt er die Lebensqualität erheblich.
Das im Körper befindliche Eisen wird hauptsächlich zur Bildung roter Blutkörperchen verbraucht, die schließlich den Sauerstoff in die Zellen transportieren. Liegt ein Eisenmangel vor, reicht das Eisen gerade so zur Bildung der roten Blutkörperchen, jedoch nicht zur Versorgung der Haar- und Nagelwurzeln, die für ein gesundes Wachstum ebenfalls Eisen benötigen. Haarausfall und Nagelbruch sind die Folge.

Veränderung der Haarstruktur führt zu Haarbruch

Wird jede einzelne Haarwurzel nicht mit ausreichend Nährstoffen und Eisen versorgt, verändert sich die Haarstruktur. Zusätzlich verringert sich die Talgproduktion, weswegen die Haare trocken und spröde werden. In der Folge brechen die Haare auf unterschiedlichen Längen ab. Bleibt der Eisenmangel längere Zeit unbehandelt, beeinträchtigt er nicht nur das einzelne Haar selbst, sondern das gesamte Haarfollikel. Auf diese Weise kann ein großflächiger, kreisrunder Haarausfall entstehen.
Zusätzlich können die Fingernägel unter dem Eisenmangel leiden. Querrillen, nach oben gewölbte oder brüchige, splitternde Nägel geben dem Arzt wichtige Hinweise auf mögliche Mangelerscheinungen.
Doch die gute Nachricht: Wird der Eisenmangel behoben, wachsen sowohl Haare als auch Fingernägel gesund nach.

 

Auswirkungen auf den Herz- und Blutkreislauf

eine häufige Ursache von Eisenmangel: Herz-Kreislaufprobleme

eine häufige Ursache von Eisenmangel: Herz-Kreislaufprobleme

Bei lang anhaltendem Eisenmangel können sich die Beschwerden einer Herzinsuffizienz verschlechtern, da Eisen der Hauptbestandteil des Herzproteins Myoglobin ist. Auch der Blutkreislauf leidet unter dem Eisenmangel. Besteht dieser über Monatehinweg und hat der Körper alle Eisenreserven aufgebraucht, kann das Knochenmark nicht mehr ausreichend rote Blutkörperchen bilden. Eine Blutarmut entsteht. Diese wiederum äußert sich in Seh- und Hörproblemen, dem Ausbleiben der Regelblutung, in Atemnot, Herzrasen, Schmerzen im Brustkorb bis hin zur eintretenden Herzschwäche.

Das Pica-Syndrom als Folge des Eisenmangels
Eine weitere Auswirkung des Eisenmangels ist das Pica-Syndrom. Hierbei verdünnen sich durch das fehlende Eisen die Fingernägel, es entstehen Rillen und die Nägel verformen sich. Auch Wadenkrämpfe, insbesondere in der Nacht, gehören zu den häufigen Beschwerden. Gleichzeitig verlangt der Körper unwillkürlich nach Stärke, Eis oder sogar Erde, um die Eisenspeicher wieder aufzufüllen. Wird der Eisenmangel behoben, bildet sich das Pica-Syndrom vollständig zurück.

Eisenmangel-Werte und Diagnosestellung
Obwohl der Gedanke, einfach den Eisenwert im Blut bestimmen zu lassen, naheliegt, reicht das zur Diagnosestellung leider nicht aus. Der Eisenwert unterliegt zu starken Schwankungen, als dass er einen Eisenmangel zuverlässig anzeigen könnte. Stattdessen wird ein Eisenmangel labordiagnostisch über verschiedene Blutwerte untersucht. Folgende Werte müssen dafür überprüft werden:

  • Ferritin
  • Transferrin
  • Hämoglobin
  • Erythrozytenvolumen

Referenzwerte bei Eisenmangel

Ein Eisenmangel liegt dann vor, wenn folgende Referenzwerte unterschritten werden (Abweichungen je nach Labor möglich):

  • Serumeisen: weniger als 20 ng/dl
  • Ferritin: weniger als 15 ng/dl
  • Transferrin: weniger als 200 mg/dl
  • Hämoglobin: weniger als 12,3 g/dl (Frauen), weniger als 14 g/dl (Männer)
  • Erythrozytenvolumen: weniger als 80 fl (Femtoliter)

Darüber hinaus kann auch das c-reaktive Protein, ein Entzündungswert, bei einem Eisenmangel erhöht sein.

Körperliche Diagnostik

Zur Diagnosestellung eines Eisenmangels gehört neben der Blutuntersuchung auch eine körperliche Untersuchung. So geben zum Beispiel die Schleimhäute Aufschluss über die Eisensättigung. Liegt ein Mangel vor, wirken Augen- und Mundschleimhäute blass. Außerdem deuten ein zu schneller Herzschlag und ein durch den erhöhten Puls zusätzlich hörbares Herzgeräusch auf einen Eisenmangel hin.

Eisenkonzentration prüfen mit Selbsttest für zu Hause

Ein erster Hinweis auf einen Eisenmangel kann der Stada-Eisentest für die Selbsttestung zu Hause liefern. Mithilfe einer dünnen Pipette wird aus der Fingerkuppe ein Tropfen Blut entnommen, ähnlich wie beim Blutzuckertest. Dieses Blutröhrchen wird anschließend in die mitgelieferte Kassette eingelegt und dort binnen 10 Minuten auf einen möglichen Eisenmangel untersucht. Gemessen wird dabei die Konzentration des Ferritins im Blut. Liegt diese bei unter 20 ng/ml, ist ein Eisenmangel wahrscheinlich und eine weitere Diagnostik beim Arzt angezeigt. Obwohl der Selbsttest nur einen ersten Hinweis geben kann, liegt die Trefferquote bei 98 Prozent. Der Eisenmangel-Test eignet sich für Menschen jeden Alters, auch für Kinder.

Eisenmangel behandeln

Die Behandlung des Eisenmangels sollte nach Möglichkeit über die Behebung der Ursachen erfolgen. Bevor also die Eisenzufuhr über die Nahrung oder Medikamente erhöht wird, muss klar sein, woher der Eisenmangel kommt. Ist beispielsweise eine zu starke Monatsblutung der Auslöser, so ist das Ziel, den Zyklus zu regulieren. Das kann etwa durch die Einnahme der Pille oder pflanzliche Medikamente wie Mönchspfeffer erfolgen. Auch andere Ursachen, etwa Blutungen im Magen-Darm-Trakt müssen ursächlich behoben werden.
Ist der Eisenmangel und eine damit verbundene Blutarmut durch starke Blutungen, etwa bei einer Operation oder durch Verletzungen, entstanden, so ist oftmals eine Bluttransfusion nötig.

 

Präparate bei Eisenmangel

Obwohl schwerwiegende Eisenmangel einer ärztlichen Behandlung bedürfen, eignen sich einige Eisenpräparate auch zur Selbstmedikation eines leichten Eisenmangels. Insbesondere Tabletten und Kapseln mit niedriger Eisenkonzentration, etwa Floradix oder Ferro Sanol, werden häufig zur Selbstbehandlung empfohlen.

Hinweis: Überschüssige Eisensalze, die nicht vom Darm aufgenommen werden können, werden über den Stuhl ausgeschieden und färben diesen schwarz. Dies ist eine normale Begleiterscheinung der Eisensubstitution und kein Anzeichen einer Erkrankung.

Bei reinen Eisenpräparaten auf Nebenwirkungen achten
Reine Eisenpräparate ohne Zusätze wie Vitamine oder Kräuter liefern den höchsten Eisengehalt und können Mangelzustände entsprechend schnell beheben. Oftmals sind die reinen Eisenpräparate jedoch weniger verträglich. Insbesondere Verstopfungen, Durchfall oder Erbrechen gehören zu den Nebenwirkungen. Sollten Sie jedoch reines Eisen gut tolerieren, sind diese Präparate das Mittel der Wahl.

Kombipräparate meist besser verträglich
Eisenpräparate in Kombination mit anderen Nährstoffen wie Vitamin B und C sowie Folsäure sind meist verträglicher, liefern nebenbei weitere Inhaltsstoffe, die sogar die Aufnahme untereinander verbessern. Der Eisengehalt ist jedoch meist geringer, sodass eine längerfristige Substitution nötig sein kann.

Auf hochwertiges Eisen achten
Eisen ist in organischen oder anorganischen Verbindungen erhältlich und kann vom Körper unterschiedlich gut aufgenommen bzw. verwertet werden. So empfiehlt sich die Anwendung von zweiwertigem Eisen, wie es auch in tierischen Produkten vorkommt. Geeignet sind Präparate mit Eisen-II-sulfat, -gluconat, -lactat, -fumarat oder -saccharat.

Anwendung je nach bevorzugter Darreichung
Eisenpräparate sind in Form von Tabletten, Kapseln, Dragees und Säften erhältlich. Tabletten, Kapseln und Dragees sind dabei meist höher und genauer dosiert als die Säfte, darüber hinaus können Eisensäfte zu Zahnverfärbungen führen. Empfehlenswert sind Eisensäfte dann, wenn Sie beispielsweise keine Tabletten schlucken können.

Einnahme in mehreren Etappen empfohlen

Die Gesamttagesdosis Eisen wird auf drei Einzelgaben verteilt und morgens, mittags und abends eingenommen. Diese aufgeteilte Einnahme erhöht die Resorption im Darm. Damit der Körper so viel Eisen wie möglich aufnehmen kann, empfiehlt sich die Einnahme zwischen den Mahlzeiten. Nur bei fortwährenden Nebenwirkungen wie Durchfall oder Verstopfung, Erbrechen und Übelkeit sollten Sie das Präparat zu oder nach dem Essen einnehmen, um die Beschwerden zu minimieren. Die Einnahme zu den Mahlzeiten mindert durch Wechselwirkung mit den Nahrungsmitteln die Eisenaufnahme im Darm, weswegen sich die Therapie mit Eisen entsprechend verlängert.

Monatliche Kontrolle des Eisenstatus
Nach etwa drei bis vier Wochen sollten Sie Ihren Hämoglobinwert im Blut überprüfen lassen. Ist dieser um etwa 2 gd/l gestiegen, zeigt die Eisensubstitution Wirkung und kann bis zur Normalisierung der Eisenwerte fortgeführt werden. Verlaufskontrollen sind einmal monatlich nötig.

Ernährung bei Eisenmangel

Um einem Eisenmangel vorzubeugen oder einen bestehenden Eisenmangel wieder auszugleichen, empfiehlt sich eine eisenreiche Ernährung. Zusätzlich sollten Betroffene die Vitamin-C-Zufuhr erhöhen, denn nur so kann der Darm auch Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln aufschlüsseln und verwerten.

Besonders eisenhaltig sind Innereien, Blutwurst und Fleisch, aber auch nicht-tierische Produkte liefern wertvolles Eisen (Angaben in mg je 100g Lebensmittel)

  • Entenleber: 30mg
  • Blutwurst: 6,4mg
  • Schweineleber: 15,8mg
  • Rindfleisch: 2,3mg
  • Austern: 5,8mg
  • Rotbarsch, geräuchert: 4,7mg
  • Brathering: 1,1mg
  • Zuckerrübensirup: 23mg
  • Weizenkleie: 16mg
  • Kürbiskerne: 12,5mg
  • Sesam: 10mg
  • Mohn: 9,5mg
  • Pinienkerne: 9,2mg
  • getrocknete Steinpilze: 8,4mg
  • Leinsamen: 8,2mg
  • getrocknete Linsen: 8mg
  • Haferflocken: 5,8mg
  • Hirse: 7mg
  • Sojabohnen, reif: 6,6mg
  • Kichererbsen: 6,2mg
  • Knäckebrot: 4,7mg
  • getrocknete Aprikosen: 4,4mg
  • Brennnessel: 4,1mg
  • Spinat: 4,1mg
  • Schwarzwurzeln: 3,3mg
  • Roggenbrot: 2,5mg
  • Pumpernickel: 2,4mg
  • Rosinen: 2,3mg
  • Brokkoli: 0,8mg

 

Stoffe, welche die Eisenaufnahme hemmen

Im Umkehrschluss gibt es jedoch auch Lebensmittel, die die Aufnahme von Eisen hemmen. Bei der Mahlzeitenzusammenstellung sollte hierauf besonders geachtet werden (vor allem auch Vegetarier & Veganer), dass eisenhaltige Lebensmittel nicht mit den hemmenden Stoffen kombiniert werden. Diese Lebensmittel sollten bei Vorliegen eines Eisenmangels vom Speiseplan gestrichen werden:

  • Tannine in Rotwein, Kaffee & schwarzem Tee
  • Oxalsäure in Nüssen, Rhabarber, Spinat
  • Phosphate in Cola & Limonaden
  • Kalzium in Milch & Milchprodukten
  • Magnesium
  • Phytate in Sojaprodukten & Hülsenfrüchten

Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme

Vitamin C sollte zusammen mit einer eisenhaltigen Mahlzeit aufgenommen werden, um so die Aufnahme zu unterstützen. Hier eignen sich:

  • Gemüse wie rote Paprika, Kartoffeln und Sauerkraut
  • Obst wie Orangen, Granatapfel und Mandarinen
  • Vitamin C-haltige Fruchtsäfte aus Orange, Traube, Granatapfel oder Heidelbeere
Vitamin C reiche Ernährung hilft gegen Eisenmangel

Vitamin C reiche Ernährung hilft gegen Eisenmangel

Einen Eisenmangel über eine eisenhaltige Ernährung zu regulieren, ist in schweren Fällen oft nicht ausreichend. Dennoch sollte diese Variante zunächst versucht werden. Denn im Vergleich zu Medikamenten lässt sich Eisen über die Ernährung keinesfalls überdosieren.

Normale Ernährung reicht nicht immer aus

Bei einem leichten Eisenmangel kann eine eisenhaltige Ernährung bereits hilfreich sein. Besonders starke Eisenverluste lassen sich über die Ernährung in der Regel nicht ausgleichen, da der Körper das zugeführte Eisen nicht in dem Umfang aufnehmen und verwerten kann. Daher erfolgt die erhöhte Eisenzufuhr nach Anweisung des Arztes meist medikamentös. In geeigneten Eisenpräparaten ist das Eisen so verarbeitet, dass es vom Körper besonders leicht aufgenommen werden kann.

Obwohl viele Präparate rezeptfrei erhältlich sind, sollte die Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen. Es empfiehlt sich, die Eisenwerte bei einem bestehenden Mangel regelmäßig durch einen Arzt überprüfen zu lassen.

 

 

Bidquellen:

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