Viele Menschen, die die meiste Zeit im Jahr sportlich aktiv sind, gönnen sich in den Wintermonaten einmal eine richtige Auszeit vom Sport. Und das ist auch völlig in Ordnung so, denn bei Frost und Schnee zu trainieren macht nicht jedem Freude. Umso wichtiger ist es dennoch, sich nach dem Winter wieder nach und nach an das Training zu gewöhnen und die Intensität langsam zu steigern. „Gute Vorsätze umsetzen!“ ist das Motto!

 Gerade wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen sich wieder zeigen und es Freude macht, wieder im Freien unterwegs zu sein, wünschen sich viele Menschen, auch wieder Sport treiben zu können. Denn schliesslich ist der Sommer nicht mehr fern und die Figur will nach der langen Pause wieder in Form gebracht werden.

Doch hier gilt zunächst: Weniger ist mehr. Der Körper sollte nicht gleich zu stark strapaziert werden, wenn man einige Monate vor allem auf der Couch verbracht hat. Deshalb ist es wichtig, sich zunächst ein passendes Trainingsprogramm für sich zu überlegen, welches zum eigenen Konditions- bzw. Leistungsniveau passt und dabei hilft, wieder so fit wie im letzten Jahr zu werden. Dafür gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten: Ganz egal, ob Sie lieber schwimmen, Basketball spielen, Joggen, Radfahren oder Walken gehen möchten – es gibt eine Menge Sportarten, die sich gut dazu eignen, die Winterpause langsam ausklingen zu lassen. Aber nicht nur die Winterpause ist hier ein Punkt, auch eine Schwangerschaft kann für die Frau wie eine Winterpause wirken:

Wer ganz neu mit dem Training beginnt und zuvor noch keine grossen Erfahrungen damit gemacht hat, sollte in jedem Fall warten, bis der Frost endgültig vorüber ist. Eine sinnvolle Lösung ist es, zunächst längere Spaziergänge zu unternehmen und sich dann langsam zu steigern. So kann man zwischendurch schon einmal beginnen zu joggen – wenn auch nur für wenige Minuten – und dann wieder zum normalen Gehen wechseln. Mit der Zeit intensiviert man das Training. Dabei ist es wichtig, stets auf seinen Körper zu hören, um erkennen zu können, wo die körperlichen Grenzen liegen.

Die richtige Sportart für den Wiedereinstieg finden – Tipps für die Zeit nach der Winterpause

Während einige Menschen gerne für sich alleine Sport treiben, schätzen es andere, gemeinsam mit mehreren Leuten im Team zu trainieren. Hier ist jeder anders – demnach muss man auch ganz allein für sich selbst feststellen, welche Sportart die richtige für einen ist. Ein guter Tipp: Sehen Sie sich einmal in Ihrer Umgebung um, welche Angebote für Kurse und Vereine es gibt. Zahlreiche Vereine bieten Schnupperstunden an, die nichts kosten und eine ideale Möglichkeit sind, auszuprobieren, ob eine bestimmte Sportart auch wirklich zu einem passt. Eine weitere Möglichkeit stellt da natürlich eine perönlich abgestimmtes Trainings mittels Personal Tainer dar. Dieser motiviert und kontrolliert den Erfolg gleichzeit, ein Plus für unerfahrene Anfänger.

Treibt man ohnehin nicht regelmässig Sport, ist es noch wichtiger, sich nur kleine Ziele für den Anfang zu stecken. Lassen Sie öfter einmal das Auto in der Garage stehen und nehmen Sie stattdessen das Fahrrad oder gehen Sie direkt zu Fuss. Nach und nach werden Sie merken, dass Ihnen das Bewegungspensum nicht mehr ausreicht und Sie von alleine mehr Bewegung benötigen – so ist es auch richtig.

Das Training nach und nach steigern – so geht es richtig

Unser Körper kann sich relativ schnell wieder daran gewöhnen, inaktiv zu sein und baut somit unter Umständen auch Muskelmasse ab – dennoch benötigt er deutlich länger, um sich wieder an sportliche Intensität zu gewöhnen. Wenn der eigene Organismus im Winter ein bisschen „eingerostet“ ist, sollte man sich als Erstes für eine Sportart entscheiden, welche schonend ist und den Körper bzw. die Gelenke nicht zu stark belastet.

Hier einige Beispiele:

  • Schwimmen
  • Nordic Walking
  • Radfahren
  • Yoga
  • Pilates

Dabei wird zwar die Kondition gefördert, allerdings werden die Gelenke und Sehnen nicht überbelastet.

Selbiges gilt auch für das Herz-Kreislaufsystem. Auch dieses muss sich wieder nach und nach daran gewöhnen, nachdem es einige Monate nur auf Sparflamme lief und nicht wirklich gefordert wurde. Bei der Muskulatur ist es noch drastischer: Schon nach drei bis vier Wochen ohne Sport reduziert sich die Leistungsfähigkeit der Muskulatur um ganze 50%. Dies ist besonders dann ärgerlich, wenn man gewohnt war, den Hügel auf dem Weg zum Büro problemlos in 10 Minuten zu bewältigen und plötzlich viel länger dafür benötigt.
Daher: Bauen Sie Ihre Muskulatur und Ihre Kondition lieber gezielt und langsam auf, bevor Sie wieder ihr altes Bewegungspensum aufnehmen. Erwarten Sie nicht zu viel von Ihrem Körper, sonst drohen schnell Überlastungen oder sogar Bänderrisse.

Bedenken Sie, dass es einige Monate in Anspruch nehmen kann, bis die Sehnen soweit sind, dass sie wieder wie gewohnt belastet werden können. Trainieren Sie aber nicht aus Zeitdruck nonstop, sondern legen Sie immer wieder kurze Pausen zur Erholung ein. Es genügt beispielsweise völlig, zwei bis drei Mal pro Woche für eine halbe Stunde zu joggen, bevor man gleich eine ganze Stunde unterwegs ist. Nach und nach können Sie sich dann wieder steigern. Vergessen Sie dabei nicht, zwischendurch immer mal wieder zu pausieren, um Dehnübungen durchzuführen. Dadurch werden die Sehnen flexibler und geschmeidiger.

Sport soll vor allem Spass machen

Dass Bewegung gesund ist, weiss natürlich so gut wie jedes Kind. Dennoch sollte Sport keinesfalls dem Leistungsdruck unterliegen, sondern in erster Linie Spass machen. Wer trainiert, damit er schnell wieder zu seiner alten Bikinifigur gelangt und dafür fünf Mal die Woche ins Fitnesscenter geht, obwohl er lieber etwas anderes tun würde, verliert häufig schnell die Lust am Training. Auch der erste heftige Muskelkater nach einer langen Trainingspause sorgt schnell dafür, dass die Motivation flöten geht und die guten Vorsätze schon wieder vergessen sind.
Wichtig ist daher, sich eine passende Sportart auszuwählen, bei der der Spass im Fokus steht und man nicht nur auf seine Leistung fixiert ist. Wie wäre es zum Beispiel mit Klettern? Dieser Sport macht eine Menge Spass und ist ein ideales Training für die Muskulatur und Ausdauer. Natürlich gibt es noch viele weitere Sportarten, wie unter anderem Basketball, Schwimmen, Tanzen oder auch Handball. Erlaubt ist, was gefällt – und dann wird man in der Regel von ganz alleine schnell wieder so fit wie zuvor.