Die letzten Tage des Sommers und der beginnende Herbst bieten meist noch zahlreiche Sonnenstunden. Das bunte Laub sowie die würzige Luft locken die Menschen ins Freie. Doch hier lauern auch die Gefahren. Je weiter die Temperaturen sinken, desto eher ist mit Erkältungen und Infektionen zu rechnen. Es ist daher bereits in der Übergangszeit wichtig, sinnvolle Präventionsmaßnahmen gegen das Eindringen der Viren und Bakterien zu ergreifen.

Die Ernährung als Basis der Gesundheit

Zu den wichtigsten Präventionsmaßnahmen für eine sorgenfreie Saison zählt die Ernährung. Die Frage, welche Lebensmittel wir in welchen Maßen verzehren, besitzt für unsere Vitalität eine hohe Bedeutung. Das Glas Orangensaft am Morgen, der Salat am Mittag und das Vollkornbrot am Abend sind typische Speisen, die nicht alleine den Magen sättigen. Vielmehr versorgen sie den Organismus auch mit lebenswichtigen Bausteinen wie den Vitaminen C und D oder dem Mineralstoff Zink. Davon wiederum profitiert das Immunsystem, das erst dann seine gesamte Stärke ausspielen kann, wenn es gehegt und gepflegt wird – und das gelingt nun einmal am besten über die regelmäßige Ernährung. Der Zweck solcher Präventionsmaßnahmen kann aber rapide sinken, wenn vermehrt ungesunde Lebensmittel konsumiert werden: Tabak, Alkohol, Zucker oder künstliche Zusätze schwächen die Abwehr des Körpers.

Das Vitamin C gehört zu den elementaren Präventionsmaßnahmen

Die bereits angesprochenen Vitamine übernehmen in unserem Körper wichtige Funktionen. Ohne sie wären wir nicht lebensfähig – die Organe könnten nicht oder nur unzureichend ihre Arbeit erledigen. Für das Immunsystem ist daher das Vitamin C besonders bedeutsam. Es lässt sich in den meisten Obst- und Gemüsesorten nachweisen. Diese sollten jedoch möglichst roh verzehrt werden, da allzu hohe Temperaturen die Wirksamkeit des Vitamins verringern. Ist es einer Person etwa aufgrund einer Unverträglichkeit oder einer Allergie nicht möglich, den Bedarf an diesem lebenswichtigen Baustein über die Ernährung zu decken, so seien ihm hoch dosierte Vitamintabletten ans Herz gelegt. Diese setzen ihren Inhaltsstoff binnen wenigen Stunden im Körper frei und stärken somit umgehend das Immunsystem. Eine effektive Methode also, um sich vor den ersten niedrigen Temperaturen zu schützen.

Ein starker Darm schützt vor Infekten

Dennoch kann die Abwehr des Körpers erst dann funktionieren, wenn ihr zentralstes Organ gesund ist: Dem Darm kommt eine Vielzahl an Aufgaben zu. In großem Umfang werden hier Präventionsmaßnahmen gegen alle ungesunden oder sogar schädlichen Einflüsse getroffen. Ist die Flora des Darms jedoch angegriffen, können Viren und Bakterien weitgehend ungestört in den Organismus gelangen und sich dort zu unangenehmen Krankheiten fortbilden. Ratsam ist es daher, regelmäßig gesunde Milchbakterien zu sich zu nehmen. Diese können etwa bei Sauerkraut und Rotkohl aus dem vorherigen Gärungsprozess gewonnen werden. Aber natürlich wird auch der tägliche Becher Joghurt oder die morgendliche Scheibe Käse auf dem Brot zu einer Verbesserung der Darmflora beitragen. Allerdings kann es einige Tage dauern, ehe derlei Präventionsmaßnahmen gegen den Schnupfen im Herbst greifen.

Allgemeines zum gesunden Immunsystem

Die bereits aufgezeigten Beispiele der richtigen Ernährung lassen sich darüber hinaus durch kleine Tipps verbessern. So besitzt die Natur vielfältige Pflanzen und Gewächse, die für das Immunsystem vorteilhaft sein können. Wer also häufiger am Morgen einen Kaffee trinkt oder nach dem Sport eine erfrischende Cola genießt, sollte auch dieses Vorgehen überdenken – und durch gesunde Lebensmittel ersetzen. So gehören bestimmte Teesorten zu den bedeutsamsten Präventionsmaßnahmen für die Übergangssaison. Sanddorn und Zistrose verfügen über wichtige Inhaltsstoffe, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken. Zudem sollten frische Säfte aus Obst und Gemüse als Durstlöscher dienen. Hierbei gilt: Je weniger künstliche Zusätze zum Einsatz kommen, desto gesünder ist das Getränk. Zucker und Aromaverstärker sind also tabu. Lediglich Wasser – ob aus der Leitung oder der Flasche – sollte zum Verdünnen verwendet werden. Denn pur schmeckt das Konzentrat doch ohnehin am besten.

Viel Zeit an der frischen Luft verbringen

Natürlich nützen alle Präventionsmaßnahmen wenig, wenn dem Körper keine Gelegenheit eingeräumt wird, sich an die neuen klimatischen Bedingungen zu gewöhnen. Niedrige Temperaturen, ein frischer Wind oder die anhaltenden Regenfälle mögen zunächst einmal ungemütlich sein. Für den Organismus stellen sie aber ein wichtiges Werkzeug dar, um sich auf die kommende kalte Jahreszeit einzustellen. Denn wie ein Muskel beim Sport, so kann auch das Immunsystem durch wandelnde Wettereinflüsse trainiert werden. Wer sich also häufiger an der frischen Luft aufhält, den Nachmittag in der Natur statt im Wohnzimmer verbringt oder wer die abendliche Runde mit dem Hund auch tatsächlich an jedem Tag absolviert, nutzt eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen. Der gestärkte Körper kann den meisten Viren und Erregern widerstehen.

Sport hält Körper und Geist beisammen

Das Stichwort der Stärke kann direkt aufgegriffen werden: Auch Bewegung und Sport sind hilfreich, um sich vor Schnupfenattacken zu wappnen. Dadurch werden nicht alleine die Muskeln trainiert. Das Herz-Kreislauf-System profitiert von der wiederholten Anstrengung. Durch den konstant erwärmten Organismus wird Schweiß produziert, der zudem einige Bakterien als Verursacher von Krankheiten aus dem Leib schwemmt. Wichtig bei alledem ist es jedoch, das gesunde Niveau dieser Präventionsmaßnahmen nicht zu überschreiten: Sei es das Joggen am Morgen, das Schwimmen an warmen Tagen im See oder das abendliche Stemmen der Hanteln – weniger ist durchaus mehr. Zumindest dann, wenn der Körper regelmäßig einer schonenden Belastung ausgesetzt wird. Wer dagegen bei jedem Training die Grenzen der Leistungsfähigkeit erreicht, schwächt damit gerade das Immunsystem und verringert eher den Abwehrmechanismus des Körpers.

Ohne gute Kleidung geht es nicht

Allerdings wäre der Aufenthalt an der frischen Luft keine der empfehlenswerten Präventionsmaßnahmen, wenn an der Bekleidung gespart würde. Pullover, Jacken und Hosen sowie die Schuhe sollten nicht alleine eine wärmende Hülle um den Körper legen, sondern ebenso dafür sorgen, dass die beim Schwitzen entstehende Feuchtigkeit an die Umluft abgegeben wird. Ratsam ist es daher, auf moderne Fasern zurückzugreifen – Wolle und andere textile Stoffe können sich dagegen mit dem Schweiß anreichern, wodurch sich für die direkt darunter befindliche Haut eine Temperatursenkung ergibt. Dem Eindringen der Viren wäre damit Tür und Tor geöffnet. Wer sich aber regelmäßig gesund ernährt, etwa zwei bis drei Mal pro Woche ein wenig Sport treibt und sich darüber hinaus sorgfältig ankleidet, hat alle notwendigen Präventionsmaßnahmen ergriffen, um vor dem Herbstschnupfen gefeit zu sein.