Schwitzen hat eine wichtige Funktion: Es dient der Regulierung der Körpertemperatur. Der menschliche Körper verfügt über etwa 2 Millionen Schweißdrüsen. Mit steigender Körpertemperatur wird die Haut besser durchblutet. Die Produktion der Schweißdrüsen nimmt zu. Der Mensch beginnt zu schwitzen. Da ein großer Teil der Feuchtigkeit jedoch gleich wieder verdunstet, wird die Hautoberfläche sofort kühler. 

Antitranspirants helfen bei übermäßiger Schweißbildung

Obwohl die Bildung von Schweiß für den Organismus lebenswichtig ist, wird Schwitzen von vielen Menschen als unangenehm empfunden. Feuchte Gesichtshaut fängt an zu glänzen, der Rücken wird nass. Achselschweiß führt zu unansehnlichen feuchten Flecken auf der Oberbekleidung. Die Geruchsbildung ist besonders peinlich. In einem solchen Fall hilft oft nur noch der Kauf eines Antitranspirant.

Was ist ein Antitranspirant und wie wirkt es?

Ein Antitranspirant ist ein Mittel, das als Spray, Puder, Roll-on, und Stick erhältlich ist und die Produktion der Schweißdrüsen hemmt. Je nach Inhaltsstoffen reduziert es die Schweißbildung um bis zu 70%. Aufgrund seiner adstringierenden Wirkung verengt es vorübergehend die an den kritischen Stellen befindlichen Poren. Die Schweiß-Absonderung in anderen Regionen des Körpers und die darüber regulierte Körpertemperatur werden hingegen nicht beeinflusst. Das lokal eingeschränkte Schwitzen verhindert natürlich auch die Bildung aufdringlicher Gerüche: Die dort lebenden Bakterien, die sich normalerweise von den im Schweiß enthaltenen Fettsäuren ernähren und bei ihrer Verdauung übel riechende Zersetzungsprodukte ausscheiden, werden dadurch ebenfalls mengenmäßig reduziert.

Die meisten im Handel erhältlichen Antitranspirants enthalten als Hauptwirkstoff Aluminium-Verbindungen wie ACH (Aluminium-Chlor-Hydrat) und ZAG (ein Aluminium-Zirkonium-Tetra-Chloro-Glycin-Komplex). ACH kommt in sehr vielen Antitranspirants vor. ZAG bekämpft die Schweißbildung noch effizienter. Was die anderen Inhaltsstoffe angeht, ähnelt das Antitranspirant normalen Deos. Mit einigen der handelsüblichen Antitranspirantien kann man nicht nur übermäßige Schweißabsonderung unter den Achseln, sondern auch noch Gesicht, Hände, Füße, Rücken und den Intimbereich behandeln.

Ein Antitranspirant kann man sich z. B. auf www.odaban.de/shop/ kaufen. Man trägt das Mittel am besten abends vor dem Schlafengehen sparsam auf die zuvor gewaschene und vorsichtig trocken getupfte Stelle auf und lässt es über Nacht einwirken. Am besten hilft es, wenn man es etwa 30 Minuten nach dem Duschen oder Baden verwendet. Möchte man ein Antitranspirant wie z. B. Odaban auf rasierter oder epilierter Haut anwenden, so sollte man damit mindestens 24 Stunden warten, um das Auftreten von Hautirritationen gänzlich ausschließen zu können. Möchte man sich in einem Shop ein Antitranspirant in Spray Form kaufen, so sollte man beachten, dass man damit nur die Achselhöhle einsprühen darf. Ist es auch noch für andere verschwitzte Körperpartien geeignet, so sollte man nur eine geringe Menge davon auf ein Watte-Pad geben und die zu behandelnde Stelle damit betupfen. Körperpartien wie Hände und Füße können mit speziellen Antitranspirants mit 30% Aluminiumchlorid behandelt werden.

Erstanwender tragen ihr Antitranspirant an mehreren Tagen hintereinander abends vor dem Schlafengehen auf. Stellen sie an der betreffenden Stelle dann eine verringerte Schweißbildung fest, applizieren sie es nur noch 1- bis 2-mal pro Woche und legen nach einigen Wochen eine Behandlungspause ein. Auch wenn das Mittel grundsätzlich immer wirksam ist, reagieren nicht alle Menschen mit derselben Intensität darauf.

Unterschied zwischen Antitranspirants und Deos

Im Gegensatz zu Antitranspirants, die die Schweiß-Bildung schon im Vorfeld verringern, beeinflusst das Deo die Schweißproduktion überhaupt nicht. Die in ihm enthaltenen Duftstoffe überdecken den unangenehmen Schweißgeruch, die Bakteriostatika reduzieren die Anzahl der Haut-Bakterien: Der Wirkstoff Triclosan hemmt das Bakterienwachstum. Andere handelsübliche Deos verfügen über einen Enzym-Blocker. Antitranspirantien sind grundsätzlich wirksamer als Deos. Im Gegensatz zu Schweiß verhindernden Mitteln trägt man das Deo tagsüber unmittelbar nach dem Duschen oder Baden auf.

Antitranspirants und Sport

Wer Sport betreibt, kennt das Problem. Man freut sich zwar über seine gute körperliche Fitness, möchte die damit verbundene erhöhte Schweißbildung jedoch am liebsten abschaffen. Da das leider nicht möglich ist, muss sich der Sportler etwas anderes einfallen lassen. Antitranspirants sind – auch wenn sie ansonsten ausgesprochen effizient sind – zur Spontan-Anwendung überhaupt nicht geeignet: Der Schweiß wäscht das Mittel einfach wieder ab, wenn man nach dem Sport nicht duschen kann. Außerdem sollte man Schweiß verhindernde Mittel ausschließlich vor dem Schlafengehen applizieren. Um den lästigen Körpergeruch nach dem Workout wenigstens vorübergehend etwas zu verringern, empfiehlt es sich, ihn ein wenig mit Deo zu überdecken, bis man unter seine heimische Dusche gehen kann. Wer Antitranspirants anwendet, wird jedoch feststellen, dass die Schweißproduktion an den behandelten Körperstellen ohnehin verringert ist.

Antitranspirants und Nebenwirkungen

Die meisten Antitranspirants werden gut vertragen, da sie keine Haut reizenden Inhaltsstoffe enthalten. Allerdings sollte man sie vorschriftsmäßig anwenden. Bei besonders empfindlichen Menschen und Personen, die zu Allergien neigen, kann es jedoch vereinzelt zum Auftreten allergischer Hautreaktionen kommen. Wer weiß, dass er über sensible Haut verfügt, verwendet daher idealerweise ein Mittel, das viele Haut beruhigende und pflegende Substanzen wie Nelken-Blüten, Salbeiblätter etc. enthält.

Da die in Antitranspirantien vorkommenden Aluminiumsalze ohnehin nur auf der Hautoberfläche wirken, können sogar Schwangere und Stillende sie verwenden. Auch die vor einiger Zeit geäußerten Befürchtungen, die Aluminium haltigen Mittel könnten Brustkrebs verursachen, können mittlerweile entkräftet werden. Laut Aussage des Deutschen Krebsinformationsdienstes (KID) vom Mai 2014 bestehe eine derartige Gefahr nicht. Das wurde außerdem noch von Institutionen wie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) bestätigt. Die einzige Nebenwirkung, die man bei der ordnungsgemäßen Anwendung von Antitranspirants beobachten kann, ist eine erhöhte Hauttrockenheit an der betroffenen Stelle.

Um eventuellen Hautirritationen vorzubeugen, empfiehlt es sich, kein Antitranspirant zu kaufen, das Alkohol enthält. Außerdem sollte es grundsätzlich nicht auf frisch rasierte oder vorgeschädigte Hautpartien appliziert werden. Um das bei den ersten Anwendungen meist auftretende leichte Jucken, Kribbeln oder Brennen zu reduzieren, sollte man die gewaschene Stelle nicht mit einem Handtuch abrubbeln, sondern nur vorsichtig abtupfen. Die Reaktionen lassen meist schon nach 15 Minuten nach. Außerdem sind Antitranspirants nur ausgesprochen sparsam aufzutragen. Da sich unter den Armen beispielsweise nur an der tiefsten Stelle Schweißdrüsen befinden, wäre es pure Verschwendung, das Mittel in der gesamten Achselhöhle aufzutragen.

 

 

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