Partner Yoga für Fortgeschrittene

Partner Yoga für Fortgeschrittene

Yoga bringt Körper, Geist und Atem in Einklang. Es hilft Stress abzubauen, zu entspannen und neue Energie zu wecken. Beim Yoga lernt man, eine neue Verbindung zu sich selbst aufzubauen. Es geht darum, das „Ego“ abzubauen und loszulassen.
Yoga bedeutet wörtlich „Vereinigung“. Mit dieser Vereinigung wird die Verbindung zu sich selbst, zum Körper, zum Geist und zur Seele gemeint. Es geht aber auch um die Verbindung zwischen Menschen und zur Umwelt. Alles im Leben dreht sich um Verbindungen.

In unserer schnelllebigen Zeit bleibt uns meist wenig Raum für diese Vereinigung. Und nicht selten bleibt dabei die Partnerschaft auf der Strecke. Zeit für wahre Zweisamkeit gibt es kaum noch. Der Dialog zwischen Menschen wird auf ein Minimum beschränkt. Eine Partnerschaft sollte aber mehr sein, als nur die Zeit die man miteinander verbringt.
Wir Menschen neigen dazu zu vergessen, dass es in unserer Natur liegt, Verbindungen einzugehen. Selbst ein Eremit kann nicht ohne Verbindungen leben. Verbindungen gehen wir mit Menschen, der Umwelt und der Natur ein.

Partner Yoga schafft ein neues Gefühl

Es geht um die Verbindung zu sich selbst, zum Körper, zum Geist und zur Seele auch zur Liebe und zur Verbindung zwischen Menschen.
Zwei Menschen werden beim Partner Yoga zu einer Einheit, in Harmonie und Einklang.
„Dein Herz wird voll Liebe sein, wenn es keine Barriere zwischen dir und dem anderen gibt.“
– Jiddu Krishnamurti –
Die Stille in sich selbst zu finden ist hier nicht das Ziel, sondern die Kraft aufzubauen, die Stille gemeinsam zu erreichen.

Der Gedanke von Partner-Yoga

Wer alleine Yoga trainiert, läuft Gefahr es bis zur Perfektion zu trainieren und dabei das „Ego“ aufzubauen, anstatt es loszulassen.
Ein anderer Grundgedanke von Partner Yoga ist es, den Partner vom Sofa zu locken und die kostbare Zeit gemeinsam zu verbringen. Sich gemeinsam zu bewegen und sich füreinander zu öffnen. Eine neue Vertrauensbasis zu schaffen und sich auf einer neuen Ebene zu begegnen.
Partner Yoga hilft, eingefahrene Verhaltensmuster in einer Beziehung wieder in Balance zu bringen. Man erlebt wie Vertrauen, Mitgefühl und Intimität mit anderen Menschen funktioniert und sich auf sich selbst auswirkt. Der Partner ist zu jeder Zeit ein Spiegel seiner selbst.
Partner-Yoga schenkt einem die Möglichkeit, sich bewusst für einen anderen Menschen zu öffnen und eine Verbindung aufzubauen. Schnell wird klar, dass es dabei nicht um Wettbewerb, Konkurrenz und Perfektion geht.
Der Unterschied

Der Hauptunterschied zwischen Yoga in der Einzelpraxis und Partner-Yoga besteht darin, nicht nur für sich selbst verantwortlich zu sein. Sondern Mitgefühl und Offenheit füreinander zu entwickeln, sich gemeinsam zu stärken und zu unterstützen. Sich aufeinander einzulassen und einander zu vertrauen.

Viele Übungen sind zueinander gerichtet und stärken die gemeinsame Bindung

Viele Übungen sind zueinander gerichtet und stärken die gemeinsame Bindung

Für wen ist Partner-Yoga geeignet?

Es ist für alle geeignet, egal ob für Anfänger oder für Fortgeschrittene.
Geübte Yogis profitieren auch davon, da sie sich nicht nur auf sich selbst konzentrieren müssen, sondern auch auf eine weitere Person. Es ist für alle eine wertvolle Erfahrung.
Es ist kein muss Partner-Yoga mit dem Lebenspartner zu praktizieren. Schließlich haben wir zu jedem Menschen in unserem Umfeld eine Verbindung. Ob der Partner jetzt aus der Familie, dem Bekannten- oder Freundeskreis kommt, spielt keine Rolle.
Mit dem Lebenspartner kann diese Erfahrung jedoch um einiges intensiver sein.

Wie Partner-Yoga funktioniert

Auch wenn man bei den ersten Bildern die man sieht, das Gefühl hat, es sei eine Form von Acroyoga. Das ist eine Form des Yogas, bei der es um akrobatische, körperlich herausfordernde Stellungen geht, die man gemeinsam gestaltet. Der sei beruhigt, einfache Stellungen aus dem Hathan Yoga sind ebenfalls bestens dafür geeignet, um sie mit dem Partner zu machen. Man muss also keine Angst vor Knoten in den Gliedmaßen haben.
Die Asanas werden gemeinsam gestaltet, wobei sich der stärkere Partner an dem schwächeren orientiert. Man hilft sich gegenseitig in die verschiedenen Stellungen, wobei man sich Stabilität verleiht. Der Grad der Dehnung wird bei den Asanas erhöht und sie sind allgemein etwas sportlicher gestaltet.
Die Übungen können jeweils synchron gestaltet werden, sodass der Partner das Spiegelbild von einem wird oder sie bauen aufeinander auf. In dem Fall wird man von dem Partner getragen oder gestützt.
Wichtig sind auch die Atemübungen, damit man sich voll und ganz auf den anderen einlassen kann. Daher werden die Atemübungen intensiviert.

Woher kommt Partner Yoga

Partner Yoga ist nicht nur ein Trend, der aus den USA zu uns rüber geschwappt ist, sondern hat eine lange Tradition. Die Wurzeln reichen weit zurück bis in die Welt des Tantras. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Sexpraktiken, sondern darum mit dem Partner zum „wahren Ich“ zu finden.
In Amerika wurde dann diese Form des Yogas wieder zum Leben erweckt und es wurde eine spezielle Yogalehrer-Ausbildung für Partner Yoga entwickelt.

Wie kann man Partner-Yoga lernen

Mittlerweile gibt es auch in Deutschland einige Yogalehrer, die sich im Partner-Yoga haben ausbilden lassen. Sie bieten ihre Kurse entweder in den eigenen Yogaschulen an, oder man kann sie für Seminare an den eigenen Yogazentren buchen.
Auch findet man viel Seminare und Workshops, die zu dem Thema angeboten werden.
Wenn man aber lieber in den eigenen vier Wänden Yoga machen will, findet man hierfür auch einige Onlinekurse oder zahlreiche Trainingsvideos.

Natürlich ist das Trainieren mit einem qualifizierten Yogalehrer um einiges intensiver und man wird besser korrigiert. Ein qualifizierter Lehrer ist für diese Art empfehlenswert um das Training effektiv zu gestalten.
Neben dem eigentlichen Trend des Partner Yogas für Paare hat sich auf Youtube ein echter Trend mit dem Namen „Yoga Challenge„: In unzähligen Youtube-Videos werden die anspruchsvollen Übungen auf witzige Art nachgestellt oder ausprobiert.
Auch dadurch ist der ein oder andere sicher auf diese spezielle Form des Yogas aufmerksam geworden oder hat die Übungen selber zuhause ausprobiert…

Und zum Schluss – einige gute Gründe um Partner-Yoga zu machen

  • Partner- Yoga baut innere Barrieren ab. Das gilt sowohl für körperliche als auch für emotionelle Barrieren.
  • Es fördert die Beziehungsfähigkeit
  • Yoga einfach mal anders. Durch diese Form von Yoga wird man daran erinnert im Moment zu sein, was absolute Konzentration erfordert.
  • Es erhöht die Selbstwahrnehmung und stärkt das Vertrauen in unsere Umwelt
  • Die Berührung wird zu einer neuen Erfahrung
  • Es schafft Vertrauen in einen selbst und zum Partner
  • Der Partner hilft einem dabei die eigenen Grenzen zu überschreiten.