In den Wechseljahren der Frau stellen die Eierstöcke nach und nach ihre Funktion ein, der Zyklus wird schwächer und irgendwann bleibt die Monatsblutung aus. Die Menopause, der Zeitpunkt der letzten Monatsblutung, liegt etwa zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Die Übergangsphase der Wechseljahre kann mit diversen Beschwerden einhergehen. Es kann vorkommen, dass die Regelblutung mehrere Monate aussetzt, um dann scheinbar „aus heiterem Himmel“ wieder aufzutreten. In der Zeit der Wechseljahre reifen immer weniger Eizellen heran, sodass auch keine Monatsblutung stattfindet. Die setzt nur ein, wenn ein Eisprung stattfand. Es kann sogar Jahre nach der Menopause noch zu einer Menstruationsblutung kommen.

Wechseljahre – Zeiten unregelmäßiger Zyklen

Unregelmäßige Blutungen sind typische Symptome der Wechseljahre. Die Zyklen sind verkürzt oder verlängert, Blutungen setzen häufiger oder seltener sein. Die Hormonumstellung kann auch zu Zwischenblutungen und Schmierblutungen führen. Es dauert eine gewisse Zeit, bis sich der Hormonpegel eingependelt hat. Zwischenblutungen sind typisch für die Wechseljahre. Meist dauern sie länger, sind aber auch viel schwächer. Unregelmäßige Blutungen über längere Zeit sind immer ein Grund, den Arzt aufzusuchen. Lang anhaltend Blutungen können ein Problem werden, da sie eventuell zu Eisenmangel führen. Ein Bluttest gibt Aufschluss.

Plötzliche Blutungen in der Postmenopause

Schmierblutungen können auch in den Wechseljahren auftreten. © Picture-Factory - Fotolia.com

Schmierblutungen können auch in den Wechseljahren auftreten. © Picture-Factory – Fotolia.com

Eine Schleimhaut- entzündung ist ein häufiger Grund für Blutungen nach den Wechseljahren. Durch den veränderten Hormonspiegel ist die Scheidenregion empfindlicher, Keime können leichter eindringen und Infektionen auszulösen. Bösartige Tumore der äußeren Genitalien sind weitere Gründe für plötzliche Blutungen. Eines der Häufigsten ist das Plattenepithelkarzinom; unter allen Vaginalkarzinomen kommt es zu 90 % vor. Blutungen nach Behandlung mit Gerinnungshemmern kommen ebenfalls vor. Die genannten Gründe verursachen meistens stärkere, plötzliche Blutungen. Eine Schmierblutung deutet auf andere Ursachen hin. Kräftige Blutungen in der Post Menopause sollten immer ein Grund sein, den Gynäkologen aufzusuchen. Dahinter können Tumore oder andere Erkrankungen der Geschlechtsorgane liegen.

Schmierblutungen – häufiges Symptom der Wechseljahre

Die Wechseljahre bringen den weiblichen Körper in einer Art Zwiespalt. Zwar löst sich die Gebärmutterschleimhaut, doch der Körper will die Blutung stillen. In den meisten Fällen entsteht dadurch keine richtige Blutung, sondern nur der Ansatz einer Menstruationsblutung. Diese Form nennt man Schmierblutung. Mit homöopathischem Mönchspfeffer kann man bewirken, dass die Blutung nachlässt.

 

Was sind Schmierblutungen?

Schmierblutungen oder auch Zwischenblutungen sind Blutungen, die entweder in Abhängigkeit vom weiblichen Zyklus auftreten oder unabhängig davon. Meistens ist diese Art der Blutung nur leicht, ähnelt einem dunklen Ausfluss und tritt nicht dauerhaft auf. Für diese Art von Blutungen gibt es verschiedene Ursachen.

Blutungen treten bei Frauen nicht nur während der Menstruation auf. In allen Zeiten bis zu den Wechseljahren kommt es bei den meisten Frauen phasenweise zu Schmierblutungen. So kann ein hormonelles Ungleichgewicht leichte Blutungen schon vor oder auch nach den Tagen der Menstruation hervorrufen. Dazu gehört unter anderem die Gelbkörperschwäche oder auch ein Östrogenmangel. Der weibliche Zyklus ist sehr anfällig für Störungen, daher können auch Stress, andere Erkrankungen oder Umweltbelastungen die Balance der Hormone in Unordnung bringen. Auch in der Zeit der Menarche oder der Wechseljahre kommt es zu stärkeren hormonellen Umstellungen, was zu häufigeren Schmierblutungen führen kann.

Wie lange dauern Schmierblutungen?

In der Mitte des Zyklus, also zur Zeit des Eisprungs kann eine leichte Blutung auftreten. Diese Ovulationsblutung entsteht durch den Vorgang des Eisprungs und die damit verbundene hormonelle Umstellung. Zwischenblutungen, die statt der normalen Regel auftreten, können auch ein Anzeichen für eine Schwangerschaft sein.

In seltenen Fällen deuten Schmierblutungen auf andere Erkrankung hin. Dies betrifft vor allem Schmierblutungen, die nach den Wechseljahren auftreten.

  • Polypen
  • Myome
  • Tumore
  • Endometriose

können sich durch starke, langanhaltende und immer wiederkehrende Schmierblutungen bemerkbar machen. Da auch die Schilddrüse Einfluss auf die weiblichen Hormone hat, kann bei dauerhaften Problemen mit Schmierblutungen möglicherweise ein Zusammenhang zu Schilddrüsenerkrankungen bestehen.

Es kann sein, dass die Schmierblutung nur einige tage dauern. Möglich ist aber auch, dass sich das bis zur Einnahmepause und der dann einsetzenden Entzugsblutung hinzieht.

Wie sehen Schmierblutungen aus?

Wenn Blutungen außerhalb der Menstruation auftreten und von Schmerzen, Fieber, Juckreiz oder anderen Symptomen begleitet werden, kann es sich um eine Entzündung oder Infektion handeln. Diese kann die Scheide, die Eileiter, Eierstöcke oder die Gebärmutter betreffen, und muss dringend ärztlich behandelt werden.
Eine kurze, einmalige Zwischenblutung, die helles, frisches Blut enthält, hat häufig organische Ursachen. Durch Geschlechtsverkehr, die Spirale, mechanische Reizungen oder als Folge einer Ausschabung können geplatzte Äderchen zu kleinen Blutungen führen.
Die genaue Kenntnis und Beobachtung des eigenen individuellen Zyklus ist wichtig, um die Bedeutung von Schmierblutungen einschätzen zu können, und um gegebenenfalls rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.