Schwarzer Stuhlgang – was tun?

Wer bei sich schwarzen Stuhlgang entdeckt, ist oft entsetzt, weil er denkt, dass er an einer unheilbaren Krankheit leidet. Dabei muss das nicht unbedingt sein. Es gibt auch andere – harmlosere – Ursachen von schwarzem Stuhlgang. Als dunklen Stuhl bezeichnet man alle tiefdunklen Formen von Kot. Zu ihnen gehört auch der so genannte Teerstuhl.

Im Gegensatz zum Teerstuhl, der tiefschwarz ist, schlecht riecht und etwas glänzt, ist schwarzer Stuhl meist nicht übel riechend. Allerdings unterscheidet er sich auch von dem normalerweise auftretenden braunen Stuhl. Auch das „Kindspech“, die erste kotähnliche Ausscheidung des Neugeborenen nach seiner Geburt, hat mit dem Teerstuhl nichts zu tun. Der schwarze Stuhlgang beim Baby, das Mekonium, ist kein Verdauungsprodukt im engeren Sinne. Der schwarze Stuhlgang beim Baby kommt durch vom Ungeborenen Verschlucktes zustande.

Schwarzer Stuhlgang – Ursachen

Teerstuhl

Diese Form des schwarzen Kot-Abgangs kommt durch Blutungen im oberen Verdauungstrakt zustande. Der rote Blutfarbstoff (Hämoglobin) kommt beispielsweise bei Magenblutungen im Magen mit Magensäure in Kontakt und bildet Hämatin, sodass es zu schwarzem Stuhlgang durch Eisen kommt. Der schwarze Stuhlgang durch Eisen wird von starkem stechendem Bauchschmerz und von blutigem Erbrechen begleitet.

Teerstuhl kann auch durch einen Magenkrebs im Endstadium verursacht werden. Weitere Grunderkrankungen können sein:

  • Gastritis
  • Magengeschwüre
  • Krampfadern im Magen
  • Krampfadern in der Speiseröhre
  • Darmkrebs
  • Speiseröhrenentzündung
  • bakterielle Darminfektionen und
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Stellt der Patient bei sich Teerstuhl fest, sollte er unter allen Umständen sofort einen Facharzt aufsuchen. Krampfadern im Magen oder in der Speiseröhre sind deshalb so gefährlich, weil die betroffenen Venen platzen können.

Schwarzer Stuhlgang

Sind die Ausscheidungen schwarzbraun und nicht teerähnlich, kann das ebenfalls unterschiedliche Ursachen haben:

  • Mitunter sind Hämorrhoiden Schuld daran, dass der Stuhl Blutbeimengungen hat, die nicht mehr als rote Blutflecken erkennbar sind. Die okkulten Blutungen sind nur durch bestimmte Testverfahren nachzuweisen.
  • Verletzungen im Afterbereich, die mitunter durch zu harten Stuhlgang zustande kommen (Analfissuren), sind ebenfalls imstande, schwarzen Stuhlgang zu verursachen.
  • Divertikel, entzündete Ausstülpungen der Darmwand, können durch ihre permanente Reibung mit dem passierenden Darminhalt ebenfalls anfangen zu bluten.
  • Schwarzer Stuhl kann auch von Medikamenten verursacht sein: Schwarze Stuhlgang Eisentabletten werden zur Eisenmangel-Behandlung verschrieben.
  • Manche Nahrungsmittel sind – im Übermaß konsumiert – ebenfalls Verursacher. Dazu gehören beispielsweise schwarze Kirschen, Fleisch, Heidelbeeren, Rote Bete und Rotkohl.
  • Der schwarze Stuhlgang Alkohol kommt durch übermäßigen Rotwein-Konsum zustande. Den schwarzen Stuhlgang Alkohol muss man genauso wenig behandeln wie den schwarzen Stuhlgang Eisentabletten.

Was hilft bei schwarzem Stuhlgang?

Blutungen im Magen-Darm-Bereich

Kommt es in der Speiseröhre, dem Magen oder Zwölffingerdarm zu Blutungen, muss zuerst die Blutung gestillt werden. Bei Magenblutungen geschieht das während der Magenspiegelung. Eine Operation ist notwendig, wenn sich die Blutung so nicht beheben lässt. Danach erfolgt die medikamentöse Behandlung der jeweiligen Grunderkrankung. Bei Vorhandensein von Helicobacter pylori im Magen verabreicht man beispielsweise Antibiotika. Auch säurehemmende Mittel (Antazida) können nützlich sein.

Zur Behandlung von Gastritis oder Speiseröhrenentzündung empfehlen sich natürliche Mittel wie Heilerde oder Basen-Pulver sowie Heilpflanzen, die gerbstoffreich, entzündungshemmend und schleimhaltig sind. Auch homöopathische Fertigarzneimittel und Schüßler-Salze können helfen, wenn der schwarze Stuhl durch derartige Erkrankungen verursacht wurde.

Stellt man bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) fest, dass der Patient an Darmkrebs leidet, wird meist ein operativer Eingriff durchgeführt, dem eine längere Chemotherapie folgt.

Schwarzer nicht krankheitsbedingter Stuhlgang

Wird der dunkle Kot von keinem Krankheitssymptom begleitet, sollte man überprüfen, welches Medikament oder welches Lebensmittel Schuld daran sein könnte. Man liest sich die Beipackzettel der jeweiligen Mittel durch und findet dann meist schon schnell den Auslöser. Kommen mehrere Mittel infrage, lässt man einfach eines davon weg. Kommt es dann nicht mehr zum schwarzen Stuhl, war das der Verursacher.

Handelt es sich um ein lebenswichtiges Arzneimittel, bittet man seinen Arzt darum, ein anderes zu verschreiben. Ähnlich geht man vor, wenn man herausfinden will, welches Nahrungsmittel dafür gesorgt hat. Dann entfernt man es von der Speisekarte.

Auch schwarzen Stuhlgang Durchfall gibt es. Im Fall von schwarzem Stuhlgang Durchfall kann man Kohletabletten einnehmen.–

Schwarzer Stuhlgang kann viele Ursachen haben; ein Arztbesuch ist unabdingbar!

Schwarzer Stuhlgang kann viele Ursachen haben; ein Arztbesuch ist unabdingbar!

Schwarzer Stuhlgang Schwangerschaft

Schwarzer Stuhlgang Schwangerschaft kann auftreten, wenn Frauen in dieser Zeit Eisentabletten zu sich nehmen. Er ist zwar lästig, aber nicht schlimm. Auf jeden Fall ist es besser, Eisen-Tabletten zu sich zu nehmen, als wegen des erhöhten Eisenbedarfs eine Anämie zu bekommen.

Schwarzer Stuhlgang bei Kindern und schwarzer Stuhlgang Kleinkind

Schwarzer Stuhlgang bei Kindern und schwarzer Stuhlgang Kleinkind kommen ebenfalls vor. In den meisten Fällen wird er von Nahrungsmitteln verursacht und muss nicht behandelt werden. Sehr selten sind Zwölffingerdarmgeschwüre und Magengeschwüre Schuld. Der kindliche Patient scheidet dann Teerstuhl aus und sollte umgehend von einem Kinderarzt behandelt werden.

Bildquelle: bigstock-Toilet-Paper-117076952-by-www.BillionPhotos.com