Für viele Menschen ist das Skifahren im Winter die schönste Freizeitbeschäftigung überhaupt – ganz egal, ob Gross oder Klein. Mit Schwung die Pisten abfahren, neue Tricks ausprobieren und an die Grenzen seiner körperlichen Belastbarkeit zu gehen ist für die meisten Wintersportler das Maximum. Dennoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass auch der Skisport häufig Verletzungen mit sich bringt und somit alles andere als ungefährlich ist. Meistens ist ein Sturz oder eine falsche Bewegung an Verletzungen wie einer Zerrung, einem Bänderriss oder sogar einem Bruch schuld. Ganz eindämmen lässt
sich das Risiko, sich zu verletzen, natürlich nicht – allerdings gibt es einige Tipps, wie man entsprechend vorbeugen kann.

Verletzungen beim Skifahren vorbeugen: Überschätzen Sie Ihr Können nicht

Nicht wenige Wintersportler überschätzen sich völlig, wenn sie nach einem Jahr ohne Training das erste Mal wieder auf ihren Skiern stehen. Daher ist es sinnvoll, nicht so einfach loszufahren, sondern sich mindestens einen Tag zum Aufwärmen und „Einfahren“ zu gönnen. Es kann äusserst sinnvoll sein, einen Auffrischungskurs bei einem Skilehrer zu buchen, um verlernte Kleinigkeiten wieder auszubügeln. Im besten Fall hält man sich so oft es geht mit Wintersport aktiv – also nicht nur im Skiurlaub, sondern auch auf den Pisten und Langlaufloipen in der Heimat. So bleibt man einigermassen fit und fühlt sich dann beim ersten Skiurlaub nach einem Jahr oder noch länger nicht mehr völlig „fehl am Platz“.

Die richtige Ausrüstung für mehr Sicherheit im Skiurlaub

Keinesfalls muss man in jeder Saison neue, topmoderne Skier kaufen. Viel besser ist es, sich für ein Paar zu entscheiden, welches dem eigenen Können bzw. dem Fahrstil entspricht und dieses jedes Jahr neu auf Vordermann bringen zu lassen. Lassen Sie von einem Fachmann die Bindung und die Laufflächen fit machen und achten Sie auch darauf, gut sitzende Skikleidung mit passendem Zubehör zu tragen. Sind die Skischuhe noch intakt oder drücken Sie irgendwo? Dann macht vielleicht ein neues Paar mehr Sinn. Weiterhin sollten Sie im besten Fall nie ohne intakte Rückenschoner und Helm Ski fahren, so dass im Falle eines Sturzes die Wirbelsäule und der Kopf geschützt sind. Wenn Sie wärmende, aber dennoch atmungsaktive Kleidung tragen, bewahren Sie Ihren Körper zudem vor dem gefährlichen Auskühlungen und beugen damit sogar aktiv Verletzungen wie Zerrungen oder Bänderrissen vor. Ein weiteres wichtiges Accessoire ist die Skibrille – auch sie muss einwandfrei in Ordnung sein, gut sitzen und eine uneingeschränkte Sicht bieten. Ganz wichtig: Sie muss verhindern, dass die Sonne blendet – denn auch dies erhöht das Risiko, durch schlechte Sicht zu stürzen und sich womöglich auch noch zu verletzen.

So bereiten Sie Ihren Körper richtig auf den Skiurlaub vor

Bevor es auf die Piste geht, sollten Sie sich umfassend auf die neue Skisaison vorbereiten. Dazu gehören zunächst einmal ein Check der vorhandenen Ausrüstung sowie die körperliche Vorbereitung auf den Wintersport.

Wichtig: Wenn der erste Skitag ansteht, sollten Sie körperlich absolut fit und konzentriert sein. Wählen Sie sich schon vorher aus, wo Sie fahren möchten und planen Sie nicht gleich schwierige Pisten ein, die ihr ganzes Können abverlangen. Auch ein ausgiebiges Aufwärmen mit Dehnen und weiteren Übungen ist von grosser Bedeutung, damit vor allem die Arm- und Beinmuskulatur sich auf die Bewegungsabläufe einstellen können.
Verwenden Sie bei den Dehnungsübungen den Skistock zum Abstützen, da das Hüft- und Kniegelenk im unaufgewärmten Zustand schnell überansprucht werden kann.

Das Wichtigste ist immer, dass das Skifahren Spass macht – doch dafür muss der Körper entsprechend auf den Sport vorbereitet werden. Alkohol und zu wenig Schlaf sind Gift für das Wohlbefinden und der häufigste Grund, warum es auf der Piste zu Unfällen kommt. Skifahren erfordert nicht nur eine gute Ausdauer und ein hervorragendes Körperbewusstsein, sondern auch Konzentration. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben,ist der Sport schnell eher anstrengend als spassig und man verliert schneller das Interesse daran.

Bereits einigen Wochen vor dem Beginn der Skisaison sollte man sich wieder an Sport gewöhnen. Ideal ist, die Ausdauer und die Beinmuskulatur entsprechend zu trainieren, damit man nicht völlig steif und ohne Kondition auf die Piste geht. Dabei spielt es keine Rolle, ob man zu Hause trainiert, joggen geht oder das Fitnesscenter besucht – wichtig ist, sich zu bewegen. Im besten Fall trainiert man zwei Mal pro Woche für eine Stunde Ausdauer und Kraft.

Zur Vorbereitung auf das Skifahren eignen sich Sportarten wie

  • Joggen,
  • Schwimmen
  • Nordic Walking
  • Skilanglauf
  • Inlineskaten

sehr gut, um die Kondition auf Vordermann zu bringen. Krafttraining lässt sich mit Gewichten zu Hause, aber auch im Fitnessstudio absolvieren. Wichtig ist dabei, sich nicht zu übernehmen und vielleicht zunächst einen Fitnesstrainer um Rat zu fragen.
Treibt man ausser in der Wintersaison überhaupt keinen Sport, ist es nämlich umso wichtiger, den Körper nicht zu schnell zu überfordern und ihm Zeit zu geben, sich wieder an die Belastung zu gewöhnen.

Wenn Sie einen Skiurlaub planen, sollten Sie – auch als erfahrener Wintersportler – genügend Zeit für die Regeneration einplanen. Jeder Körper braucht Ruhephasen: Nach drei Tagen, die man von morgens bis abends auf der Piste verbracht hat, sollte ein Wellness-Tag folgen, an dem man seinem Körper eine Pause gönnt. Das kann ein Besuch in der Therme oder auch ein Tag zum Sightseeing sein – je nachdem, auf was man Lust hat. Die häufigsten Skiunfälle passieren letzlich durch überforderung, überlastung oder überschätzen der eigenen Fähigkeiten!