Husten hat jeder Mensch irgendwann in seinem Leben einmal – einige davon öfter, andere seltener. Die Ursachen dafür sind unterschiedlicher Natur. Fest steht, dass Husten in erster Linie eine Schutzreaktion unseres Körpers darstellt, um Fremdkörper aus dem Körper zu entfernen und die Atemwege zu befreien – dazu zählt auch Hustenschleim. Die Schleimhäute in unseren Atemwegen sind sehr sensibel und mit einer Vielzahl an feinsten Flimmerhärchen besetzt. Darauf befindet sich wiederum eine Schleimschicht, in der sich Pilze, Bakterien und Viren ansiedeln können. Auch Pollen, Staubpartikel und andere Fremdkörper lagern sich hier ab. Unsere Reaktion darauf ist – reflexartig – das Husten. Oft geschieht es ganz unkontrolliert und man kann nichts dagegen tun.

Husten – was hat es damit eigentlich auf sich?

Was genau dabei im Detail passiert, ist gar nicht sonderlich kompliziert: Beim Husten stoßen wir Luft aus unseren Atemwegen mit einer Geschwindigkeit von mehreren km/h aus. So werden Fremdkörper am effektivsten aus dem Körper entfernt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen trockenem Husten und sogenanntem Husten mit Auswurf, wobei dieser sehr unterschiedlich sein kann und teilweise auch mit Erkrankungen zusammenhängt. Chronischer Husten kann beispielsweise ein Hinweis auf eine ernste Erkrankung sein, wie zum Beispiel Bronchitis oder Lungenkrebs. Am häufigsten tritt Husten im Zuge einer Infektion auf, oft auch gefolgt von Schnupfen, Halsschmerzen und anderen Symptomen – je nach Erkrankung.
Weiterhin unterscheidet man zwischen akutem Husten, der maximal drei Wochen andauert, und chronischem Husten – dieser dauert logischerweise dauerhaft an. Die Art und Farbe des Hustenauswurfs gibt oft Hinweise auf die Erkrankung. Ist er grün-gelblich, so sind die Atemwege meist bakteriell infiziert. Weiss-grauer Auswurf lässt dagegen auf Viren schließen. Bei Rauchern ist der Auswurf oft deutlich dunkler und sogar bräunlich bis schwarz. Auch Bluthusten kann auftreten – in diesem Fall herrscht jedoch ein akuter Notfall und der sofortige Gang zum Arzt bzw. Notdienst ist unabdingbar!

Grundsätzlich lautet jedoch die interessanteste Frage: Was hilft gegen Husten?

Wie kann man Husten am effektivsten vorbeugen? Dass Husten störend und nervenaufreibend sein kann, steht außer Frage. Deshalb ist es am besten, ihm erst gar keine Chance zu geben, zu entstehen. Husten lässt sich nämlich auch vermeiden – wie zum Beispiel, in dem man Nikotinqualm, trockene Umgebungsluft und mögliche Reizstoffe, die eingeatmet werden können, vermeidet. Zu Letzteren zählen beispielsweise Tierhaare oder grobe Staubpartikel in der Luft. Generell ist es wichtig, das Immunsystem allgemein zu stärken, denn so ist der Körper weniger anfällig für Erkältungen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung, viel Bewegung und ausreichend viel Schlaf sind ideal für eine gute innere Abwehr. Tendiert man grundsätzlich zu Husten oder stärkerer Bronchitis, so empfehlen Experten zudem eine Atemtherapie. Eine andere Maßnahme ist, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Diese Impfung schützt nicht nur vor einem grippalen Infekt, sondern im Zuge dessen auch durch gruppenbedingte Symptome – wie beispielsweise Husten.

Tipps und Hausmittel – was hilft gegen Husten?

Viele Menschen fragen sich: Was hilft gegen Husten – am besten schnell, einfach und wirksam? Es gibt heutzutage eine Menge Möglichkeiten, Husten wirksam zu bekämpfen. Natürlich kann man auf bewährte Medikamente wie Schleimlöser zurückgreifen, um den Husten mit Auswurf zu hemmen. Wichtig ist, dass Hustenmittel wie zum Beispiel Hustensaft für trockenen Husten und Hustenlöser gegen Schleim nicht zusammen eingenommen werden, denn sonst hebt sich ihre Wirkung unter Umständen auf. Am besten ist es, vor der Einnahme mit einem Arzt zu sprechen. Leidet man unter Erkältungshusten, so kann man alternativ dazu auch auf spezielle Erkältungstees zurückgreifen. Auch viele rezeptfreie Mittel wie Salben oder medizinische Lutschpastillen aus der Apotheke schaffen häufig schnell Abhilfe.

Hustensaft hilft in vielen Fällen den Husten zu lösen

Hustensaft hilft in vielen Fällen den Husten zu lösen

Um Husten in den Griff zu bekommen, gibt es jedoch auch einige Hausmittel. Wer also nicht gleich Medikamente einnehmen möchte, kann sich unter Umständen auch auf ganz einfachen Wegen Linderung verschaffen. Dazu zählen zum Beispiel das Inhalieren von heiß aufgebrühtem Sud mit wirksamen Kräutern wie Eukalyptus oder Salbei. Auch das Gurgeln mit Salzwasser wird von einigen Menschen praktiziert – und wieder andere schwören auf frischen Zwiebelsud. Wichtig ist es generell, die Halsregion warm zu halten. So sind warme Wickel und Tees genau das Richtige, um die Atemwege zu beruhigen. Das Einreiben mit ätherischen Ölen oder das Trinken heißer Honigmilch sind weitere Möglichkeiten. Letzten Endes kann bei Hausmitteln natürlich nicht pauschalisiert werden, was am besten hilft – dass sollte jeder am besten für sich selbst herausfinden. Generell sollte man Hausmittel jedoch nur anwenden, wenn der Husten nicht zu stark ist und keine ernsthafte Erkrankung dahinter steckt. In allen anderen Fällen gilt: Ab zum Arzt!

Reizhusten – und wie man ihn richtig behandelt

Wenn sich bei einem Husten kein Schleim bildet, dann ist die Rede von sogenanntem Reizhusten. Dieser kann durch viele verschiedene Faktoren hervorgerufen werden, meistens im Zuge einer anderen Erkrankung. Doch was hilft gegen Reizhusten in diesem Fall? Eine gute „Erste-Hilfe-Lösung“ ist es, zunächst auf einen beruhigenden Kräutertee zurückzugreifen. Anis, Thymian, Ingwer und Spitzwegerich werden dabei am häufigsten von Medizinern empfohlen – angereichert mit etwas feinem Honig ist die Wirkung sogar noch besser.
Doch was hilft gegen Husten, wenn man gerade keine Kräuter oder spezielle Erkältungstees zu Hause hat? Auch hier gibt es Abhilfe: Zweiebeln und Knoblauch sind ein exzellentes Mittel gegen Reizhusten. Ein Ausguss aus Zwiebeln und Knoblauch ist zwar nicht nach jedermanns Gusto, dennoch ist die Wirkung meist überzeugend.

Für die Herstellung von Zwiebelsirup schneidet man Zwiebeln in Scheiben und bestreut diese mit etwas Zucker oder auch Kandiszucker. Nun bildet sich nach und nach durch den Zwiebelsaft und den Zucker eine Art Sirup, der sich leicht abschaben lässt. Pro Tag werden 1-2 Teelöffel empfohlen.
Beim Knoblauchsud werden dagegen frische Knoblauchzehen zerdrückt und gemeinsam mit rund 250 ml Wasser aufgekocht. Nun gibt man 2-3 Esslöffel Honig sowie den Saft einer halben Zitrone hinzu – was den Sud geschmacklich verbessert – und lässt den Topf etwas weiterkochen. Anschließend gießt man ihn durch ein Sieb und nimmt pro Tag ca. 2-3 Teelöffel davon zu sich.
Zwiebelsud aber auch Knoblauch können helfen, den Husten zu lindern

Zwiebelsud, aber auch Knoblauch, können helfen, den Husten zu lindern

Wem diese beiden Hausmittel zu scharf sind, kann alternativ dazu auch auf Inhalation zurückgreifen, welche für die meisten Menschen als sehr entspannend und beruhigend empfunden wird. Am einfachsten funktioniert dies, wenn man einen Inhalator mit Mundstück dazu verwendet, jedoch reicht es auch, die Inhaltsstoffe mit heißem Wasser in einen Topf zu geben, ein Handtuch über seinen Kopf zu halten und die Dämpfe einzuatmen. Dazu verwendet werden können ätherische Öle, Kochsalz oder auch Kamille. Wer keine frischen Kräuter oder Öle besitzt: Aus der Apotheke gibt es auch fertige Inhalationslösungen, die man nur noch in kochendes Wasser geben muss. Ebenfalls sehr zu empfehlen ist ein Erkältungsbad, bei dem das Wasser mit den entsprechenden Wirkstoffen angereichert wird. Auch hier kann man herrlich entspannen, die Wärme genießen und dabei die wohltuenden Dämpfe inhalieren. Ideal ist hierbei eine Wassertemperatur von rund 37 Grad. Wer dagegen eher warme Wickel schätzt, kann es sich auch auf der Couch gemütlich machen und auf Kartoffelwickel als Haushaltsmittel vertrauen. Diese angenehmen Wickel sind schleimlösend und beruhigen gleichzeitig die Bronchien.

Sie werden ganz einfach vorbereitet: Man kocht fünf Kartoffeln, mit Schale! – zerdrückt sie anschließend leicht und wickelt sie dann in ein Leinentuch oder ein Küchentuch. Nun legt man das Päckchen an die Brust, den Hals oder den Rücken – genau dorthin, wo es am wohltuendsten ist und lässt es dort, bis es kalt geworden ist.

Seien Sie jedoch vorsichtig mit heißen Wickeln und verbrennen Sie sich nicht!

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