Viele Hobbys hören sich eher ungefährlich an und man denkt nicht im Traum daran, dass etwas passieren könnte. Doch selbst bei den unspektakulärsten Hobbys kann es zu lebensgefährlichen Verletzungen kommen. Wer denkt schon daran beim Spielen mit der Modelleisenbahn einen tödlichen Stromschlag zu bekommen oder sich beim Joggen so schwer zu verletzen, dass die Folgen erhebliche Ausmaße annehmen können.

 

Das Hobby mit den meisten Verletzungen

Das Hobby, und das wohl beliebteste Hobby unter Jungen und Männern, mit den meisten Verletzungen ist der Fußball. Die große Zahl der Verletzungen rührt natürlich auch daher, dass kein anderer Sport und kein anderes Hobby so intensiv von so vielen Menschen in Deutschland betrieben wird. Laut einer Statistik des Bundesamts für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin kommt es jährlich zu ca. 1.460.000 Sportunfällen. Etwa ein Drittel der Sportunfälle sind dem Fußball zugeschrieben, also ~ 427.000 Unfälle/Jahr.
Zu den häufigsten Verletzungen im Fußball gehören:

  • Wunden
    Immer wiederkehrende Wunden im Fußball sind Platzwunden am Kopf und im Gesicht. Diese Verletzungen entstehen häufig in Kopfballduellen in denen die Spieler Kopf an Kopf aneinander geraten. Die Wunden werden häufig am Spielrand schnell ausgewaschen und wenn nötig genäht. Der Spieler kann danach in den meisten Fällen wieder aufs Feld. Allerdings gibt es auch Situationen, in denen der Spieler schwer bis lebensgefährlich verletzt wird und sofort in ein Krankenhaus geliefert werden muss.
  • Zerrungen
    Eine Zerrung, oder auch „Distension“ genannt, bezeichnet ein Ödem im Muskel. Dies passiert, wenn sich der der Muskel nicht physiologisch dehnt. Zerrungen kommen häufig bei Fouls von der Seite oder von hinten vor. Aber auch ein Vertreten des Fußes des Spielers kann zu einer Zerrung führen.
  • Muskelfaserrisse
    Ein Muskelfaserriss kommt häufig bei extremer sportlicher Belastung vor, dies ist häufig der Fall, wenn Spiele sehr laufintensiv sind und länger andauern. Die Verletzung kann wortwörtlich genommen werden. Denn bei einem Muskelfaserriss reißen einzelne Muskelfasern auseinander.
  • Bänderrisse
    Bei einem Bänderriss liegt eine Ruptur der Gelenkbänder vor – eine Ruptur ist eine Zerreißung. Das Band kann bei einem Bänderriss teilweise bis vollständig reißen. Je nach dem ob es nur teilweise oder vollständig gerissen ist, kann es zu sehr langen Spielausfällen und Schmerzen kommen.
  • Verstauchungen
    Eine Verstauchung ist anders gesagt eine massive Überdehnung der Bänder oder Gelenkkapseln. Am häufigsten tritt diese Verletzung am Handgelenk, dem Fuß oder am Knie auf.
  • Prellungen
    Die Prellung, auch „Kontusion“ genannt, ist eine der häufigsten Verletzungen im Sport und im Fußball. Für eine Prellung ausschlaggebend ist ein gewalttätiger Einfluss von außen auf den Körper. Häufig geht bei einer Prellung eine sichtbare Verletzung der Haut mit einher, dies muss aber nicht immer der Fall sein.
  • Knochenbrüche
    Zu Knochenbrüchen kommt es häufig bei extremster Überlastung oder harten Einwirkungen von außen. Je nach Bruch kann es zu zwei oder mehr Bruchstellen kommen. Ein Knochenbruch ist im Sport ein klarer Ausfall für eine gewisse Zeit. Gewisse Brüche, wie zum Beispiel Rippenbrüche können auch Lebensbedrohlich sein, wenn einzelne Knochensplitter in die Lunge oder andere Organe drücken.
  • Achillessehnenrisse
    Ein Achillessehnenrriss ist im Grunde genommen ein Bänderriss. Doch braucht es hier eine noch höhere Belastung der Wadenmuskulatur. Bei einer vollständigen Ruptur, kann ein chirugischer Eingriff die Heilungszeit verkürzen. Aber auch ein fester Verband kann einem gerissenen Band zur Heilung verhelfen.

Je nach dem, welche Verletzung bei einem Unfall/Foul davon getragen wird, kann dies das Aus für einen Profifußballer sein. Aber auch in der Jugend sind solche Verletzungen nicht ohne Konsequenzen. Das Team hat nicht nur den Verlust eines wichtigen Spielers. Auch kann es sich ergeben, dass zum Beispiel Knochenbrüche nie wieder richtig verheilen und es so zu einer lebenslangen Beeinträchtigung kommen kann. Die meisten Fußballer sind gegen leichte und schwere Unfälle abgesichert. Wie gesetzliche Krankenkassen und private Krankenkassen im Ernstfall reagieren, sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden. Um einen Vergleich kommt wohl kaum einer rum, gerade bei privaten Krankenkassen.

Nicht nur der Fußball ist gefährlich – der grüne Daumen beweist es

Menschen mit einem grünen Daumen verbringen sehr viel Zeit über im Garten oder auf dem heimischen Balkon. Doch auch hier verbergen sich ungeahnte Gefahren. Beim Rosenschneiden zum Beispiel kann es zu schwerwiegenden Verletzungen kommen. Von einem Dornenstich bleibt meistens nur ein kleiner Kratzer an der Oberfläche der Haut als Erinnerung. Doch ist dieser harmlose Werdegang nicht immer der Fall. Ein sehr verdreckter Dorn, der tief in die Hautschicht eindringt, kann eine schwere Wunde hinterlassen. Wird diese nicht gereinigt weil man denkt: „ist nur ein Kratzer“, kann aus dieser Wunde eine Blutvergiftung entstehen. Genau genommen spielt der Dorn nur eine Nebenrolle. Er öffnet die Haut, wodurch die Bakterien „der Dreck“ in die Haut und ins Blut gelangt. Bei einer Blutvergiftung verteilen sich die Erreger durch die Blutbahnen im ganzen Körper, dadurch schafft es der Körper nicht die entzündete Stelle (den Dorneneinschnitt) zu hemmen. Sehr auffällig und bei den meisten Blutvergiftungen, derer eine äußere Wunde zugrunde liegt, gegeben, ist ein rötlicher Strang der sich entlang der Venen bis hin zum Herz zieht. Dieser Strang ist schmerzhaft und von außen sichtbar. Etwa ein Drittel der Betroffenen stirbt an den folgen einer Blutvergiftung.

Die Hobbywerkstatt

Auch in  Hobbywerkstätten, in denen viele Männer, Frauen und Jugendliche Basteln, Schrauben, Hämmern und Sägen kommt es häufig zu Unfällen – meistens zu keinen Schwerwiegenden. Und doch gibt es auch hier die Fälle, die sich vorher nicht erahnen lassen. Diese Verletzungen stammen dann meist vom Hantieren mit schwerem und oder großem Arbeitsgerät wie zum Beispiel der Kreissäge oder einer Nagelpistole. Gerade bei Unfällen mit der Kreissäge passiert es oft das Gliedmaßen teils bis ganz abgetrennt werden. Hier besteht akute Lebensgefahr. Schwere Verletzungen sind bei einer Nagelpistole häufig vorprogrammiert, da diese Nagelpistolen mit einer Energie von bis zu 600 Joule den Nagel abfeuern (1 Joule ist die Energie die man braucht, um einen 102 Gramm schweren Gegenstand einen Meter hoch zu heben). Hier kommt es auch auf Baustellen häufig zu schweren Verletzungen. Ein Tod durch einen Schuss mit einer Nagelpistole ist leider kein Einzelfall. Wie man dann abgesichert ist und vor allem ob die Absicherung nach dem Unfall ausreicht sollte jeder für sich selber wissen. Eine private Krankenversicherung kann in vielen Fällen von schweren Berufsunfällen ein guter Zusatz sein, denn vom Ernstfall sollte immer ausgegangen werden. Für mehr Informationen schauen sie hier.

 

Bildquelle: Bigstock-ID: 59724356 by Kasia Bialasiewicz