Die häufigsten Augenkrankheiten werden eher durch Zufall oder durch Beschwerden erkannt. In vielen Fällen ist es dann für eine vollständige Heilung zu spät.

Sehschwächen

Die häufigsten Augenkrankheiten

Die häufigsten Augenkrankheiten (© lassedesignen – Fotolia.com)

Die häufigsten Augenkrankheiten, die vorkommen, sind die Sehschwächen. Diese können Probleme bei der Betrachtung von Gegenständen in der Ferne hervorrufen, wobei man hier von Kurzsichtigkeit oder Myopie spricht, oder z.B. beim Lesen, was einer Weitsichtigkeit oder Hyperopie entspricht. In den meisten Fällen sind die ersten Beschwerden häufige Kopfschmerzen oder Druckgefühl im Augenbereich wegen der Überlastung der Augen durch Anstrengung oder verschwimmen von Buchstaben und Zahlen. Diese Arten von Sehschwäche kann man meistens mit einer Brille ausgleichen.

Netzhautablösung

Eine nicht ungefährliche Augenerkrankung ist die Netzhautablösung. In den meisten Fällen bemerkt man blitzende Lichter im Sichtfeld oder später verschwimmende Bilder. Diese Erkrankung tritt sehr häufig bei Diabetikern oder auch bei Tumoren im Augenbereich auf. Hier wird mit einem operativen Eingriff die Netzhaut wieder auf den Augapfel befestigt. Bei einer vollständigen Ablösung der Netzhaut kann es zu Erblindung kommen.

Grauer- und grüner Star

Weitere sehr oft diagnostizierte Erkrankungen sind der graue- oder grüne Star. Bei dem grauen Star entsteht eine Trübung auf der Augenlinse. Diese Erkrankung nennt man auch Katarakt und ist meist durch Einsetzen einer neuen Linse heilbar. Bei dem grünen Star, einem Glaukom, sind die Nervenbahnen betroffen. Es kommt zu Sichtfeldeinschränkungen und erhöhtem Augendruck, diese Erkrankung kann bis zur Erblindung führen.

Eine vollständige Heilung ist nicht möglich. Die Therapie beschränkt sich auf Verminderung des Augendruckes um Weiteres fortschreiten zu verhindern. Bei beiden Stararten ist eine frühzeitige Diagnose wichtig um eine geeignete Behandlung einzuleiten.

Strabismus

Die häufigste Augenkrankheit – gerade bei Kindern – ist das Schielen (Strabismus). Hierbei handelt es sich um eine Augenmuskelgleichgewichtsstörung. Durch die Muskelgelichgewichtsstörung werden beide Augen nicht parallel gesteuert und somit erfolgt der typische Schieleffekt. Bei Kindern und Säuglingen wird ein häufiges „daneben Greifen“ beobachtet. Bei Säuglingen wächst sich dieses Verhalten meistens von selber wieder raus. Bei Kleinkindern wird durch eine Brille mit Pflasterabdeckung, eine Korrektur des Augenmuskels durchgeführt oder durch Übungen der Augenmuskel trainiert.

In den meisten Fällen ist das Schielen keine Einschränkung, kann aber bei starker Ausprägung zu Problemen beim Sehen und Visieren von Gegenständen führen.

Die häufigsten Augenkrankheiten können bei regelmäßiger Vorsorge, gerade bei Kleinkindern, frühzeitig erkannt und auch relativ gut behandelt werden. Eine Verschlimmerung wird durch gezielte Therapie mit einer Brille oder Medikamenten sowie Übungen verhindert.

Es empfiehlt sich aus diesem Grund die regelmäßigen Vorsorgen beim Kinderarzt oder Augenarzt wahrzunehmen und spezielle nicht kassenärztliche Untersuchungen, wie beispielsweise die Glaukomvorsorge, durchführen zu lassen. Durch die Forschung im Bereich der Augenheilkunde können durch die Lasertherapie viele schon bestehende Erkrankungen verbessert oder geheilt werden.