Kontaktlinsen sind eine ideale Alternative zur Brille, denn sie bringen eine Menge Vorteile mit sich: Vor allem für sportliche Menschen sind diese bestens geeignet, da sie hier kaum behindern. Auch beschlagen Kontaktlinsen nicht und ermöglichen immer und überall eine freie und klare Sicht. Diese liegen nicht direkt auf der Hornhaut auf, sondern schwimmen vielmehr auf dem Tränenfilm.

Der Durchmesser der Kontaktlinsen liegt zwischen acht und zehn Millimetern. Mit Hilfe von Kontaktlinsen kann man heutzutage nicht nur Kurz- und Weitsichtigkeit, sondern auch Alterssichtigkeit gut korrigieren. Selbst Menschen mit Hornhautverkrümmung können von Kontaktlinsen gut profitieren. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Kontaktlinsen, welche sicher nicht unerheblich sind, leider nicht oder nur in Ausnahmefällen.

Welche unterschiedlichen Arten von Linsen gibt es?

So setzen Sie eine Kontaktlinse ein

So setzen Sie eine Kontaktlinse ein
(© Benicce – Fotolia.com)

Grundsätzlich unterscheidet man weiche und harte Kontaktlinsen. Für Anfänger sind weiche Linsen besser geeignet, da man sich an diese schneller gewöhnt. Diese sind recht flexibel und passen sich der Hornhaut optimal an. Der Durchmesser der weichen Kontaktlinsen ist in der Regel etwas größer und liegt zwischen zwölf und 16 Millimetern. Diese Art der Linsen kann man meist problemlos zwischen zwölf und 14 Stunden täglich tragen.

Formstabile, also harte Kontaktlinsen, haben allerdings den Vorteil, dass sie nicht austrocknen können und somit auf lange Sicht angenehmer zu tragen sind. Im Gegensatz zu weichen Kontaktlinsen sind diese jedoch meist kostenintensiver. Mit einer Eingewöhnungszeit von bis zu sechs Wochen sollte man bei diesen Linsen rechnen; das Auge gewöhnt sich nur langsam an harte Kontaktlinsen und nimmt diese zunächst als Fremdkörper wahr.

Eine besondere Art der Linse ist die sogenannte Hydrogellinse. Diese ist besonders sauerstoffdurchlässig, verfügt über einen hohen Wassergehalt und ist damit besonders gut verträglich. Zu guter Letzt sollten auch die farbigen Linsen nicht unerwähnt bleiben; diese werden gerne auf Partys getragen oder wenn man sich spontan eine neue Augenfarbe wünscht. Farbige Linsen sind auch ohne Dioptrienwerte erhältlich und können auch von Menschen ohne Sehfehler getragen werden. Silikonhydrogellinsen sind die modernste Form der Kontaktlinse, die momentan im Handel erhältlich ist. Diese kann durchweg bis zu einem Monat lang getragen werden.

Darüber hinaus wird zwischen Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreslinsen differenziert. Tageslinsen werden nur für einen Tag, meist für die Dauer von maximal zwölf Stunden, getragen. Wochen- und Monatslinsen wiederum entsorgt man nach der Tragedauer von einer Woche beziehungsweise einem Monat.

Wie Kontaktlinsen richtig pflegen?

Bevor man sich für Kontaktlinsen entscheidet, sollte man seine Augen von einem Augenarzt oder einem versierten Optiker genau vermessen lassen. Die Kontaktlinsen müssen dem eigenen Auge beziehungsweise der Sehschwäche (wie einer Kurz- oder Weitsichtigkeit) exakt angepasst werden, um Augenerkrankungen zu vermeiden. Damit man lange Freude an den Linsen hat, doch auch, um Augenerkrankungen und Infekten vorzubeugen, ist der richtige Umgang mit den Linsen von entscheidender Bedeutung. Hier haben Tageslinsen den eindeutigen Vorteil, dass die tägliche Pflege entfällt – am Ende eines Tages werden diese einfach aus dem Auge genommen und weggeworfen.

Wochen- oder Monatslinsen allerdings müssen jede Nacht in einer speziellen Flüssigkeit aufbewahrt werden, die bei jedem Optiker oder Kontaktlinsenhändler erhältlich ist. Zudem empfiehlt sich bei Monatslinsen einmal wöchentlich eine zusätzliche Proteinentfernung. Aufbewahrt werden die Linsen in speziellen Behältern; auch diese sollten regelmäßig desinfiziert und nach einer gewissen Zeit gegen einen neuen Behälter ausgetauscht werden. Vor jedem Einsetzen und Herausnehmen der Linsen sollte man sich die Hände waschen. Hygiene spielt bei der Benutzung von Kontaktlinsen also eine übergeordnete Rolle – wird diese nicht ausreichend beachtet, kann sich schnell eine Entzündung der Bindehaut einstellen.

Keinesfalls sollte man die vom Hersteller vorgeschriebene Tragezeit überschreiten. Gegen Ende der Nutzungsdauer merkt man meist deutlich, dass sich der Tragekomfort der Linse verschlechtert; spätestens jetzt sollte man zu einem neuen Paar Linsen greifen.

Risiken

Grundsätzlich können Kontaktlinsen beinahe in allen Lebenssituationen getragen werden. Probleme könnte es in stark klimatisierten Räumen, etwa in Großraumbüros, geben. Auch im Flugzeug klagen viele Träger von Kontaktlinsen über besonders trockene Augen; gleiches gilt übrigens für die Sauna. In diesem Fall sollte man immer sogenannte Nachbenetzungstropfen parat haben, um das Auge anzufeuchten und den natürlichen Tränenfilm wiederherzustellen.

Auch bei einigen Sportarten, etwa beim Schwimmen, sind die Linsen nur bedingt geeignet. Häufig verliert man diese im Wasser, vor allem wenn man häufig taucht.

Eine Ausnahmesituation stellt zudem die Schwangerschaft, hier besonders die Geburt an sich, dar. Während der Geburt steigt der Innendruck im Auge und Kontaktlinsen können sehr unangenehm werden.