Bei den Buchstaben IVF handelt es sich um die Abkürzung für die „In-vitro-Fertilisation“, was nichts anderes als übersetzt „Befruchtung im Glas“ bedeutet. Dabei handelt es sich um eine Methode zur künstlichen Befruchtung, die in den 60er bzw. 70er Jahren des vorherigen Jahrhunderts entwickelt wurde und ein Meilenstein in der Medizin war.

Falls bei einem Paar die Schwangerschaft ausbleibt, obwohl schon über einen längeren Zeitraum ungeschützter Geschlechtsverkehr miteinander betrieben wird, dann ist die künstliche Befruchtung zulässig.
Ein weiterer wichtiger Faktor wäre, wenn eine Präimplantationsdiagnostik angezeigt wird.

Wie läuft eine solche „In-vitro-Fertilisation“ (IVF) ab?

Zunächst einmal findet eine Überprüfung statt, die Fehler im Erbgut ausschließen soll. Es werden die Chromosomen untersucht und auch vererbbare Krankheiten müssen ausgeschlossen werden. Daraufhin folgt die Downregulation. Durch die Einnahme von speziellen Medikamenten, sollen die Eierstöcke in ihrer Funktion ein wenig gehemmt werden, später wird dann eine hormonelle Stimulation durchgeführt, damit es zu einer Eizellenspende kommt.Bei der, vorher erwähnten, hormonellen Stimulation handelt es sich um eine Ovarielle Stimulation. Hierbei wird der Frau, über einen Zeitraum von elf Tagen, ein Pen Follikelstimulierendes Hormon injiziert bzw. es besteht die Möglichkeit, dass sich die Frau das besagte Hormon selbst injiziert.

IVF ist eine Form der künstlichen Befruchtung (© detailblick - Fotolia.com)

IVF ist eine Form der künstlichen Befruchtung (© detailblick – Fotolia.com)

Als nächsten Schritt, bevor eine IVF durchgeführt werden kann, müssen die Spermien des Mannes auf Konzentration bzw. Dichte untersucht werden. Hier wird auch sichergestellt, dass die Spermien über eine ausreichende Beweglichkeit verfügen somit nicht unfruchtbar sind und an keiner Infektion, wie beispielsweise Chlamydien oder Bakterien, leiden. Wenn mit den Spermien des Mannes alles in Ordnung ist und die Kriterien erfüllt sind, kann der nächste Schritt der IVF eingeleitet werden.

Überwachung der Follikel und Auslösung des Follikelsprungs

Die Follikel werden mit Ultraschall überwacht, das passiert zumeist ab dem sechsten Zyklustag. Drei Tage später wird darüber entschieden, zu welchem Zeitpunkt die Eizellen entnommen werden. Anschließend löst das Hormon „HCG“ den Follikelsprung aus. Mit Hilfe des Ultraschalls und aufs transvaginalem Weg, wird die Follikelflüssigkeit nun aus den Follikeln punktiert. Praktisch „zeitgleich“ kommt es durch einen mikrochirurgischen Eingriff oder einfache Masturbation zu einer „Samenspende“ des Mannes. Im letzten Schritt wird dann die IVF durchgeführt. Es muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass die Erfolgsquote bei 50% bis 70% liegt.

Die klassische „IVF“

Bei der klassischen IVF werden das aufbereitete Sperma und die Eizellen vermischt bzw. zusammengebracht, und zwar in einem Reagenzglas. Dadurch erfolgt eine spontane Befruchtung. Das heißt also, dass bei der klassischen IVF eine natürliche Selektion der schnellen und mobilen Spermien stattfindet.