Die Nervenzellen im Gehirn kommunizieren über Schaltstellen und chemische Botenstoffe. Wenn zu wenig Botenstoffe vorhanden sind, wird die Kommunikation zwischen den Nervenzellen gestört. Dopamin ist einer der Botenstoffe, die an den Steuerungsvorgängen von Bewegungen beteiligt sind. Der Botenstoff wird überwiegend von besonderen Nervenzellen gebildet und wird die „schwarze Substanz“ genannt. Bei der Parkinson-Krankheit sterben die Nervenzellen in der schwarzen Substanz ab, dadurch kommt es zur Bewegungsverarmung.
In der Regel tritt die Parkinson-Krankheit ohne erkennbare Ursachen auf. Allerdings ergaben Untersuchungen, dass die Krankheit vererbbar sein könnte.

Eine weitere Ursache kann eine verstärkte Belastung durch Umweltgifte sein, wie zum Beispiel Pestizide oder Schwermetalle. Bisher ging man davon aus, dass die Parkinson-Krankheit nicht ansteckend ist. Doch neuste Untersuchungen ergaben, dass die Parkinson-Krankheit ansteckend sein könnte.

Parkinson-Untersuchungen an Mäusen

Zur besseren Erforschung der Parkinson-Krankheit, haben Forscher Hirngewebe von Betroffenen in Labormäuse eingesetzt. Allerdings bringen sie nicht den erhofften Beweis, dass die Krankheit von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Bei der Untersuchung zeigten die Mäuse lediglich Symptome der Schüttellähmung. Es wurden Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein in den Gehirnen der Tiere entdeckt. Dieses Protein findet man unter anderen bei MSA-Patienten ( Multisystem-Atrophie ), die einen kleinen Teil der Parkinson-Patienten ausmachen.

Die Forscher nutzen für die Untersuchung genveränderte Mäuse. Die Tiere haben große und kleine Mengen von dem Eiweiß Alpha-Synuclein produziert. Mäuse, die viel von dem Protein produzierten, wurden meistens nach zehn Monaten krank, die Mäuse die weniger produzierten als ihre Artgenossen sind jedoch nicht erkrankt.

Anschließend wurden die gesunden Tiere mit dem Gehirngewebe zweier Parkinson-Patienten infiziert, die nach 90 Tagen erste Symptome einer Erkrankung. Im Gehirn der Tiere fand man aber lediglich Hinweise auf eine MSA-Erkrankung und nicht Parkinson

Die Symptome einer Parkinson-Erkrankung

Auch wenn die Parkinson-Krankheit nicht ansteckend ist sollte man vorsichtig sein. Es ist nicht schädlich Augen und Ohren offen zu halten und seinen Körper auf mögliche Erkrankungen checken zu lassen. Klassische Anzeichen von Parkinson beginnen schließlich schon mit der Verlangsamung der Bewegung und Muskelversteifungen, sowie ständiges Zittern einzelner Körperpartien.

Außerdem sind noch längst nicht alle Erforschungen abgeschlossen. Auf Begleitsymptome sollte ebenfalls geachtet werden. Es verschlechtert sich beispielsweise der Geruchssinn, dies geschieht schon lange vor Einsetzen der Bewegungsstörungen. Es kann sein, dass im Laufe der Krankheit Depressionen auftreten. Davon ist fast jeder zweite Patient betroffen.
In einigen Fällen entwickeln sich die Anzeichen einer Demenz. Diese Gedächtnisprobleme können jedoch auch altersbedingt sein. Um herauszufinden ob die Parkinson-Krankheit ansteckend ist oder nicht wird es wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aus dem Grund sollte vermehrt auf die Symptome geachtet werden. Weitere Begleitsymptome können sein:

  • Beeinträchtigte Blasenfunktion kann zu Harndrang, Einnässen oder Harnverhalt führen.
  • Übermäßige Talgproduktion
  • Diffuse Schmerzen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Rückenschmerzen
  • Schlafprobleme

 

Bildquelle:
alexraths – Bigstock®