Parkinson zählt weltweit mehr als 4 Millionen Betroffene. Aufgrund hervorragender Behandlungsmöglichkeiten steigen die Therapieerfolge stetig.

Im Volksmund auch als Schüttellähmung bezeichnet, stellt Parkinson eine häufige neurologische Erkrankung dar, die mit Bewegungsstörungen einhergeht. Das Absterben von Gehirnzellen der Substantia Nigra, der schwarzen Hirnsubstanz, führt zu einem Mangel an Dopamin, welches maßgeblich an motorischen Vorgängen beteiligt ist.

Ursachen von Parkinson

Obwohl Parkinson nicht als Erbkrankheit gilt, gehen Experten von der Existenz bestimmter Genanlagen aus, die das Auftreten begünstigen. Gehirnverletzungen sowie vom Körper produzierte Giftstoffe stehen als mögliche auslösende Faktoren im Verdacht der Mediziner.

Symptome von einer Parkinson-Erkrankung

Die ersten Anzeichen treten meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr auf, bei etwa 10 % der Erkrankungsfälle noch vor dem 40. Geburtstag.
Während sich Parkinson schon früh durch unspezifische Beschwerden, wie Persönlichkeitsveränderungen, schnelle Ermüdbarkeit oder Vitalitätsverlust, äußern kann, lenken oft erst eine oder mehrere der vier Leitsymptome den Verdacht auf die Krankheit:

  • Tremor ( „zittern“ ): bekanntestes, aber nicht zwingendes Kennzeichen, welches durch unwillkürliches Zittern von Körperteilen/des gesamten Körpers in Erscheinung tritt
  • Bradykinese: reduziertes Bewegungstempo, dessen charakteristischstes Merkmal in einem langsamen schlürfenden Gang besteht
  • Rigor: teils schmerzhafte Muskelsteifheit
  • Posturale Instabilität: Störung der Haltereflexe/des Gleichgewichtssinnes, welche die typisch gebückte Haltung mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern verursacht

Verlauf bei Parkinson

Parkinson schreitet in der Regel langsam fort und gilt als unheilbar. Die Ausprägung und Prognose der Erkrankung sind individuell unterschiedlich, wobei sich ein späterer Krankheitsbeginn positiv auf die Entwicklung auswirkt.

Der Anfang:
Im Anfangsstadium kommt es häufig zu Beeinträchtigungen der Feinmotorik, beispielsweise beim Schreiben, Zuknöpfen oder Rasieren. Physische Missempfindungen sind ebenso möglich, wie Veränderungen der Gangart mit wiederholten Stürzen oder der Sprache. Etwa 50 % der Erkrankten weisen zu Beginn ein leichtes Zittern der Hände auf. Der Tremor betrifft anfangs meist nur ein Körperteil oder eine Körperhälfte.
Im weiteren Verlauf: In weiterer Folge verstärken sich die Beschwerden, wobei die Medizin, insbesondere in den ersten Jahren, zu einem nahezu uneingeschränkten Leben verhilft.
Das Endstadium: Das Endstadium mit seinem stark eingeschränkten Bewegungsvermögen bis hin zur Bettlägerigkeit bleibt heute beim Großteil der Parkinsonfälle aus.

Behandlung bei Parkinson

Neben Medikamenten, kommen Physio- und Ergotherapien zur Bekämpfung von Parkinson zum Einsatz. Positive Effekte werden auch mit regelmäßiger Bewegung und Logopädie verzeichnet. Vereinzelt stellt ein operativer Eingriff eine sinnvolle Maßnahme dar.

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