Typische Symptome der Parkinson-Krankheit sind Zittern, Bewegungsunfähigkeit einzelner Körperteile, sowie Muskelzuckungen. Wenige Menschen bringen Psychosen, wie beispielsweise Halluzinationen, mit der Erkrankung in Verbindung.
Dabei kommen Halluzinationen bei Parkinson häufiger vor, als die meisten ahnen – nahezu
20 % aller an Parkinson Erkrankten, leiden gelegentlich oder sogar regelmäßig darunter.

Besonders nach einem langen Krankheitsverlauf und im hohen Alter kommt es zu solchen Wahnvorstellungen, die häufig begleitet werden von Verwirrtheit und extremer Müdigkeit. Die Patienten sehen oder hören Dinge, die nicht existieren. In schweren Fällen kann es sogar zu Verfolgungswahn, Desorientierung und Erregung kommen.
Betroffene und Angehörige wissen dann oft keinen Rat und sind auf der Suche nach erfolgsversprechenden Therapiemaßnahmen.

Ursachen von Halluzinationen bei Parkinson

Meist entstehen solche Wahnvorstellungen durch Dehydrierung, infolge von starker Hitze, Durchfall und Erbrechen.
Auch Infektionskrankheiten und akute Erkrankungen können eine Ursache sein. Hinzu kommen kann ein plötzlicher Wechsel der Lebensumstände, beispielsweise ein Umzug oder ein längerer Aufenthalt an einem fremden Ort, der mit Stress verbunden ist.
Sehr häufig handelt es sich bei Halluzinationen bei Parkinson aber um eine Nebenwirkung von Medikamenten – besonders, wenn mehrere Präparate gleichzeitig eingenommen werden,
was bei älteren Menschen häufig der Fall ist. Die Wirkstoffe beeinflussen sich gegenseitig, wodurch ihre (Neben-)Wirkungen geschwächt oder verstärkt werden.
Besonders häufig leiden Parkinsonpatienten, Studien zufolge, an Halluzinationen, wenn sie bereits im fortgeschrittenen Alter und männlich sind. Bereits vorhandene Erkrankungen lassen das Risiko, der Nebenwirkungen von Parkinson-Medikamenten, nochmals steigen.

Erfolgreiche Behandlung

Wurde die Medikation in letzter Zeit geändert und kamen danach Halluzinationen zustande, sollte diese Änderung zunächst rückgängig gemacht werden. Häufig bringt diese Maßnahme bereits eine erste Besserung der Symptome.
Generell sollten alle Medikamente, die eingenommen werden, nochmals kritisch geprüft werden. Besonders Neuroleptika stehen im Verdacht, für Psychosen verantwortlich zu sein. Eventuell kann die Dosis einzelner Wirkstoffe herabgesetzt werden – hier steht immer die Kosten-Nutzen-Relation im Vordergrund.

Liegen weitere Erkrankungen vor, sollten diese mit erhöhter Aufmerksamkeit behandelt werden, da diese das Auftreten von Nebenwirkungen fördern können. Nicht selten können Halluzinationen bei Parkinson mit einer deutlichen Steigerung der Flüssigkeitszufuhr bereits verhindert werden, besonders bei älteren Patienten hat man mit dieser Therapiemethode große Erfolge verzeichnet.
Auch die Lebensumstände des Betroffenen sollten näher betrachtet werden. Einsamkeit, extreme Temperaturen sowie akustische Störungen sollten möglichst vermieden werden. Alternative Therapieformen wie Aroma- und Lichttherapie, Homöopathie und Osteopathie können außerdem Erfolge in der Bekämpfung von Halluzinationen bei Parkinson erzielen.
Wenn keine der genannten Maßnahmen Erfolge zeigt, kann der Arzt geeignete Psychopharmaka verschreiben, die dem Betroffenen Ruhe und Entspannung bringt. In schweren Fällen, etwa wenn vom Patienten für sich selbst oder seine Mitmenschen eine akute Gefahr ausgeht, muss dieser in einem Krankenhaus unter Aufsicht gehalten werden, bis sich eine Besserung der Symptome einstellt.

 

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