An Parkinson Leidende müssen sich nicht zwangsläufig auf eine kürzere Lebenszeit einstellen.
Aufgrund vielfältiger Faktoren, wie allgemeine Gesundheit, individuelle Veranlagung und Lebensweise können nur bedingt Aussagen über die Lebenserwartung bei Parkinson getroffen werden. Der Fachwissenschaft zufolge ist die tatsächliche Lebenserwartung kaum geringer als bei gesunden Menschen. 

Lebenserwartung mit Parkinson kaum reduziert

Einige Quellen beziehen sich auf Studien, die pro 8 Lebensjahre von einer verkürzten Lebenserwartung bei Parkinson von ca. 6,5 Monaten ausgehen. Diese Zahlen sind als Näherungswerte zu verstehen. Fest steht, dass ein Patient mit diagnostizierter Parkinson-Erkrankung, die rechtzeitig erkannt und behandelt wird, eine höhere Lebenserwartung bei Parkinson hat, als eine Person ohne Diagnose und Therapie.
Tritt die Erkrankung erst ab einem Alter von ca. 70 Jahren auf, ist die Lebenserwartung bei Parkinson vergleichsweise höher als bei jüngeren Menschen. Mit Parkinson leben und alt werden ist bei entsprechenden Therapiemaßnahmen zu einer hohen also Wahrscheinlichkeit möglich.

Ausbruch und Verlauf der Parkinson-Erkrankung

Viele Patienten, die mit der Diagnose Parkinson konfrontiert werden, sind zunächst betroffen und verunsichert. Muss die Erkrankung jedoch unweigerlich ausbrechen und ein schweres Stadium erreichen? Parkinson ist eine langsam fortschreitende Krankheit, die mit schleichenden Beschwerden einhergeht, die oft nicht erkannt werden. Zu frühen, unspezifischen Symptomen zählen zum Beispiel Stimmungsschwankungen, Störungen des Geruchsinns, Verstopfung und Schlafstörungen. Typische Muskelverkrampfungen treten erst später im Krankheitsverlauf auf.
Wird bei einem äußerlich gesunden Menschen ein Gendefekt entdeckt, der auf eine mögliche spätere Parkinson-Erkrankung hinweist, geben Mediziner prozentuale Wahrscheinlichkeiten zum Ausbruch der Krankheit an. Ob diese zutreffen, bleibt jedoch fraglich.

Auch jüngere Patienten können dank moderner Medikamente mit Parkinson Jahre und Jahrzehnte weitestgehend ohne Einschränkungen leben. Ihre Lebenserwartung bei Parkinson ist nur geringfügig niedriger als der gesunder Menschen.

Therapiemöglichkeiten, die die Auswirkungen der Erkrankung eindämmen können

Neben der, von Fachärzten, begleiteten Behandlung mit Medikamenten, gibt es alternative Therapiemöglichkeiten. Zur Muskelentspannung und -aufbau tragen vielfältige Bewegungsprogramme, Sport, Krankengymnastik und Physiotherapie bei. Das Sprachzentrum wird durch Logopädie gefördert. Freizeitaktivitäten und kreative Tätigkeiten wie Malen und Yoga helfen außerdem, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen. Gedächtnistraining sollte stets Spaß machen und nicht nur Pflicht sein. Von Selbstexperimenten mit Tabak und Koffein, wie an manchen Stellen vorgeschlagen, ist jedoch abzuraten!

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