1. Was ist COPD?

    COPD ist die Abkürzung des englischen Begriffs chronic obstructive pulmonary disease und wird als gängiges Kürzel für die chronisch obstruktive Lungenkrankheit verwendet. Die drei Wörter der Krankheitsbezeichnung drücken dabei Erscheinungsbild und Verlauf dieser Krankheit bereits gut aus: Es handelt sich um eine dauerhafte und fortschreitende Erkrankung, bei der die Bronchien zunehmend verengt werden. Die Folge: Der lebensnotwendige Luftstrom kann nur noch eingeschränkt passieren, die Lungenfunktion ist eingeschränkt. Die COPD ist ein Sammelbegriff für verschiedene Lungenkrankheiten mit dieser Symptomatik, am häufigsten kommen jedoch die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem, die Überblähung der Lunge, vor.

  2. Was sind Anzeichen bei COPD?

    Das klassische Erscheinungsbild dieser chronischen Lungenerkrankung wird gut durch die sogenannte AHA-Regel beschrieben, die die Anfangsbuchstaben der drei charakteristischen Symptome – Auswurf, Husten, Atemnot – im Namen trägt. Der nahezu tägliche und mitunter heftige Husten nach dem Aufstehen ist dabei vor allem ein Zeichen für die COPD, die auf Basis einer chronischen Bronchitis entstanden ist. Aufgrund der eingeschränkten Lungenfunktion zeigt sich die COPD auch in einer mangelnden Leistungsfähigkeit. Darüber hinaus sind die Patienten meist häufiger von Atemwegsinfektionen betroffen als andere Menschen.

  3. Wie kann man sich mit COPD anstecken?

    Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist vom Wesen her keine Erkrankung, an der man sich anstecken kann. Sie entsteht durch unterschiedliche auslösende Ursachen wie das Rauchen, das Einatmen giftiger Dämpfe oder durch erbliche Einflüsse. Allerdings weiß man, dass zahlreiche als Kind durchgemachte Infekte im Bereich der Atemwege das Risiko erhöhen, später einmal an COPD zu erkranken. So gesehen ist zwar die COPD nie ansteckend, jedoch die Atemwegsinfektionen, die später einmal zu der dauerhaften Verengung im Bronchialsystem führen können.


  4. Wie hoch ist die Lebenserwartung bei COPD?

    Da das Fortschreiten einer COPD von unterschiedlichen Faktoren abhängt, ist eine Prognose nur sehr schwer zu stellen. Generell nimmt man an, dass sich die Lebensdauer durch das Ausbilden einer COPD um im Durchschnitt fünf bis sieben Jahre verkürzen kann. Akute Krankheitsschübe, wenig Sauerstoff im Blut oder das Bestehen weiterer ernsthafter Erkrankungen wirken sich oft ungünstig auf den Verlauf aus. Da eine COPD in den meisten Fällen auf dem Boden des Nikotinkonsums entsteht, ist der Verzicht auf das Rauchen im Hinblick auf die Verbesserung der Lebenserwartung ein ganz entscheidender Faktor.

  5. Was sind alternative Heilmethoden bei COPD?

    Die dauerhafte Verengung der Atemwege mit ihren Folgen auf die Sauerstoffversorgung des Patienten oder eine Schädigung der Lungenbläschen beim Lungenemphysem ist weder durch schulmedizinische noch durch alternative Methoden vollständig umkehrbar. Therapieschwerpunkt ist es, mit Medikamenten und einem Maßnahmenbündel aus Verhaltenstraining, Physiotherapie und Ernährungsberatung die Erkrankung bestmöglich hinauszuzögern sowie die Symptome zu lindern. Im Bereich der alternativen Heilmethoden können – immer in Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – Yoga sowie Atem- und Entspannungstechniken eingesetzt werden. Darüber hinaus helfen homöopathische Präparate, das Immunsystem vor gefährlichen Infekten zu wappnen, während Akupunktur eine wertvolle Unterstützung beim so wichtigen Rauchstopp sein kann.

  6. Wie verläuft COPD?

    COPD wird in Abhängigkeit von der Lungenfunktion des Patienten in vier Schweregrade eingeteilt. Die Verschlechterung einer bestehenden Erkrankung lässt sich meist leicht daran erkennen, dass der Husten durch den immer zäher werdenden Schleim anstregender wird und mitunter auch die Atemnot zunimmt. Der Sauerstoffmangel zeigt sich dabei häufig auch in blauen Lippen oder Fingernägeln (Zyanose). Oft steigen Müdigkeit und die allgemeine Infektanfälligkeit an, während die Leistungsfähigkeit des Betroffenen immer mehr abnimmt. Von Exzerbationen spricht man, wenn sich der Zustand des Patienten zum Beispiel durch Infekte, Begleiterkrankungen oder Wettereinflüsse akut verschlechtert, was bei fortschreitendem Krankheitsverlauf – vor allem in den Wintermonaten – immer wieder der Fall sein kann.

  7. Wie sieht das Endstadium von COPD aus?

    Typisch für das vierte Stadium der COPD ist eine stark eingeschränkte Lungenfunktion, die die Beatmung und in einigen Fällen operative Eingriffe oder sogar die Lungentransplantation erfordern. Charakteristisch ist die Beteiligung des Herzens in Form der Rechtsherzschwäche (Cor pulmonale), die sich in Ödemen an den Beinen zeigt. Zu schweren Komplikationen mit lebensbedohlichem Ausmaß gehören das Herzversagen oder der Ausfall der für die Atmung zuständigen Muskulatur.

  8. Ist COPD heilbar?

    Im Moment leider nein. Die Therapieansätze versuchen, das Fortschreiten der chronischen Erkrankung so weit wie möglich hinauszuzögern. Zu den wichtigsten Behandlungspfeilern gehören:

    • Verzicht auf das Rauchen,Vorbeugen von Infekten
    • etwa im Rahmen von Grippeschutzimpfungen
    • Unterstützung der Atemfunktion durch bronchienerweiternde Medikamente, Kortison oder in schweren Fällen die Zufuhr von Sauerstoff
    • Schleimlöser und Hustenstiller gegen die Symptome,Physio- und Ernährungstherapie
    • Psychologische UnterstützungFazit: Es gibt eine ganze Palette therapeutischer Ansätze, die die COPD zwar nicht heilen können, in ihrer Gesamtheit jedoch deutlich die Lebensqualität des Patienten verbessern können.
  9. Wie pflegt man einen COPD-Patienten?

    Trotz ihrer ernsten Erkrankung sind von COPD betroffene Patienten häufig in der Lage, ihren Alltag – wenn auch mitunter eingeschränkt – selbst zu bewältigen. Auf Hilfe angewiesen sind die Patienten in der Regel erst im weit fortgeschrittenem Stadium, bei plötzlichen Verschlechterungen oder wenn schwere Begleiterkrankungen vorhanden sind. Die Pflege richtet sich dann nach der bestehenden Symptomatik und dem individuellen Hilfebedarf des Erkrankten. Typische Unterstützungen durch Pflegekräfte sind die Verabreichung von Medikamenten bei akuten Infekten, das Erleichtern des Abhustens, Hilfeleistungen bei Atemnot, aber auch die psychologische Unterstützung.

  10. Was sind die Ursachen für COPD?

    Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung auslösen können. Allen voran das Rauchen (etwa neun von zehn COPD-Patienten sind oder waren Raucher), weswegen die Krankheit umgangssprachlich auch als Raucherlunge bezeichnet wird.

Weitere Auslöser können sein:

  • verschmutzte Luft in der Umwelt oder am Arbeitsplatz
  • zahlreiche Atemwegsinfekte in der Kindheit
  • angeborener Mangel an Antikörpern oder notwendigen Enzymen (Alpha-1-Antitrypsin)

Hinweis der Redaktion:

Die Antworten auf die Fragen wurden redaktionell recherchiert und aufgearbeitet. Sie ersetzen aber in keinem Fall einen Arztbesuch. Sollte es einen Verdacht geben, dass jemand eine Lungenerkrankung wie COPD hat, dann sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Wirkliche Hilfe kann hier nur ein Arzt bieten.

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