Unzufrieden beim Blick in den Spiegel und meilenweit von der Bikinifigur entfernt? Auch mit den größten Anstrengungen lässt sich die Lieblingsjeans nicht mehr schließen, denn übermäßiges Bauchfett ist nicht nur äußerlich ein Ärgernis, sondern die unschönen Schwimmringe können auch der Gesundheit schaden. Im Gegensatz zu Übergewicht an anderen Körperstellen, ist Bauchfett in der Lage, chemische Botenstoffe zu produzieren, die nicht nur das Hungergefühl steigern, sondern auch für die Entstehung der verschiedensten Krankheiten verantwortlich sein können.

Zeitbombe Bauchfett

Auch wenn der Spiegel es uns noch nicht verrät, kann Bauchfett bereits vorhanden sein, denn es ist ein weiter Weg, bis der Bauch sichtbar an Umfang zunimmt. Zunächst umschließt das intraabdominale Fett die Organe des Verdauungssystems. Dies passiert von uns unbemerkt, denn man bleibt dabei völlig symptomfrei. Die Ursachen von Bauchfett sind verschieden. Begünstigt wird Bauchfett durch hohe Cortisol-Werte.

Der Wert des Stresshormons steigt an durch:

  • Mangel an Bewegung
  • Stress
  • Überproduktion von Cortisol
  • als Folge einer Cortisoltherapie

Bauchfett ist kein stiller Begleiter, sondern hormonell ausgesprochen aktiv. Studien haben bestätigt, dass über 20 Substanzen vom Fettgewebe ausgehend in den Blutkreislauf abgegeben werden. Besonders tückisch erweist sich hierbei das Hormon Leptin, verantwortlich für die Regulierung des Hungergefühls. Durch das stetige Überangebot dieses Botenstoffs wird der Körper resistent gegenüber der ursprünglichen appetithemmenden Wirkung. Der Übergewichtige befindet sich also nicht nur vermehrt auf dem Weg zum Kühlschrank, sondern ist in einem Teufelskreis gefangen.

Bauchfett kann verantwortlich sein für:

  • Hohen Cholesterinspiegel
  • Fettleber
  • Arteriosklerose
  • Thrombosen
  • Atembeschwerden
  • Alzheimer
  • Darmkrebs

Die Bauchfettmessung

Wer wissen möchte, wie es um sein Bauchfett bestellt ist, der sollte zunächst zum Maßband greifen. Der Bauchumfang wird gemessen, indem das Maßband in Bauchnabelhöhe angelegt wird. Frauen sollten ab 80 cm Bauchumfang aktiv werden. Bei Männern liegt der Verdacht auf zuviel Bauchfett ab 95 cm Bauchumfang nahe. Ein deutliches Gesundheitsrisiko besitzen Frauen bereits ab 88 cm und Männer ab über 102 cm Bauchumfang.

Bauchfett loswerden – aber wie

Bauchfett ist hartnäckig und wird nicht einfach bei einer Blitzdiät und ein paar Kniebeugen verschwinden. Wer es aus eigener Kraft schaffen möchte, am Bauch abzunehmen, wird gezwungen sein, die Lebensgewohnheiten zu überdenken und teils komplett neu zu definieren. Der Fokus liegt auf einer entzündungshemmenden Ernährung, um die schädliche Wirkung des Bauchfetts auf den Organismus zumindest zum Teil zu kompensieren und dauerhaft an dieser Problemzone Fett abzubauen.

Die Ernährung sollte basieren auf:

  • Obst und Gemüse
  • Hochwertigen Ölen
  • Nüssen
  • Magnesium
  • Omega-3-Fettsäuren

Niemand wird ohne Bewegung dauerhaft abnehmen. Dieses Unterfangen muss nicht zwangsläufig im Fitness-Studio enden, auch körperliche Aktivitäten im Haushalt, spazieren gehen oder Nordic Walking erfüllen diesen Zweck. Etwa drei Kilometer sind dabei täglich ausreichend, um nicht weiter zuzunehmen. Sollen die Pfunde purzeln, sind etwa fünf Kilometer täglich angezeigt.

Mit Bauchdeckenstraffung zur Traumfigur

Sie haben mit Fleiß und Energie abgenommen und Bauchfett verloren oder aber schaffen es nicht aus eigener Kraft, Gewicht zu verlieren? Der Blick in den Spiegel erschreckt, trotz erfolgreicher Diät, denn die überschüssige Haut hängt als unschöner Lappen herunterMit einer Bauchdeckenstraffung kann dies ausgeglichen werden und ein flacher und schöner Bauch wird endlich Wirklichkeit. Nicht nur für Frauen ist der Eingriff die letzte Hoffnung auf eine ansehnliche Figur, auch Männer können eine Bauchdeckenstraffung vornehmen lassen und sich hier beraten lassen.

Je nach Größe und Form der Hautlappen wird sich der Eingriff unterschiedlich gestalten. Eine partielle Bauchstraffung ist dabei der unkomplizierte Eingriff. Es ist lediglich ein kleiner Schnitt notwendig, um die Haut zwischen Schnittlinie und Nabel zu straffen. Bauchdeckelstraffungen werden meist in Vollnarkose durchgeführt. Dem Eingriff geht ein intensives Beratungsgespräch voraus. Nachdem Haut und Unterfett von der Bauchmuskulatur gelöst wurden, können während des Eingriffs bis zu zehn kg Haut und Fettgewebe entfernt werden. Dabei kann es notwendig werden, den Bauchnabel zu versetzen. Im Anschluss an den Eingriff kann es zu Spannungsschmerzen mit Nachblutungen kommen. Zwischen sechs und neun Monaten wird es brauchen, bis die Narben verblassen und alles komplett ausgeheilt ist.