Dass sich der Verzehr von Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil positiv auf die Gesundheit auswirken kann, dürfte mittlerweile bekannt sein. Wer Nahrungsmittel mit dunkler Schokolade in Maßen zu sich nimmt, gönnt sich damit nicht nur eine leckere Süßigkeit, sondern tut auch seinem Körper etwas Gutes. Denn im Kakao finden sich wertvolle Stoffe wie Antioxidantien, die die gefährlichen freien Radikale binden und somit unschädlich machen. Besonders das Herz und die Gefäße profitieren durch den Schokoladenkonsum und werden zum Beispiel wirksam vor Arteriosklerose geschützt. Weiterhin kamen verschiedene Studien zu dem Ergebnis, dass in der Kakaopflanze Stoffe enthalten sind, die auf vielfältige Weise förderlich für den menschlichen Organismus sind:

  • Bestimmte Inhaltsstoffe im Kakao regen das Wachstum von Hautzellen an und unterstützen so die Wundheilung der Haut.
  • Das Theobromin im Kakao wirkt ähnlich wie Koffein. Es regt an und hellt die Stimmung auf.
  • Das Risiko an Magengeschwüren zu erkranken kann durch im Kakao enthaltene Substanzen verringert werden.
  • Der Genuss von Schokolade hat eine Senkung des Blutdrucks zur Folge.

Eine größere Heilkraft durch Darmbakterien

Forscher von der Louisiana State University in Baton Rouge haben anhand von Experimenten im Labor herausgefunden, wie gesundheitsförderliche Stoffe im Darm verarbeitet werden und wie sich der Nutzen von Substanzen im Kakao gezielt steigern lässt. Die Wissenschaftler aus den USA untersuchten mit einem komplexen Darmmodell den Verdauungsprozess von Kakaopulver und kamen zu dem Ergebnis das gewisse Bestandteile im Samen des Kakaobaums nur verwertet werden können, wenn auch bestimmte Darmbakterien aktiv sind. Milchsäure- und Bifidobakterien produzieren demnach beim Abbau von Kakaoprodukten entzündungshemmende Stoffe wie Butter- und Propionsäure. Auch andere wertvolle Stoffe würden erst durch diese Bakterien so verwertet und zu kleinsten Molekülen verarbeitet, dass sie durch die Darmwände und in den Blutkreislauf gelangen könnten.

Eine ausgewogene Ernährung als optimaler Schutz

Um also die schützenden Substanzen der Schokolade optimal nutzen zu können, ist es wichtig, das Wachstum von Milchsäure- und Bifidobakterien im Darm aktiv zu unterstützen. So müsste laut den Wissenschaftlern von der Louisiana State University der Verzehr von Schokolade mit dem von Früchten wie Granatäpfeln oder präbiotischen Nahrungsergänzugsmitteln kombiniert werden.