Der Treibstoff unseres Körpers besteht in dem Essen, das wir ihm täglich zuführen. Versorgen wir ihn mit Energie, versorgt er uns mit Dynamik und Tatendrang. Falsche Ernährung versorgt den Körper nicht mit den richtigen Energieträgern und das Energielevel für alle wichtigen Erledigungen während des Tages ist vermindert. Das liegt daran, dass es unserem Körper an bestimmten Nahrungsmitteln fehlt – oder wir ihn damit überversorgt haben. Lesen Sie hier, welche zehn Fehler Sie bei der Ernährung machen können.

1. Einseitige Ernährung

Eine Ernährung, die zu einseitig ausgerichtet ist, bereitet unserem Körper häufig Probleme. Wer sich nur von Gemüse und Obst ernährt, läuft genauso Gefahr, Mangelerkrankungen zu entwickeln wie jemand, der vorwiegend kohlenhydratreiche Kost in Form von Süßigkeiten und Kuchen zu sich nimmt.Was Sie tun können: Achten sie auf eine ausgewogene Ernährung. Kombinieren Sie beispielsweise Obst und Gemüse mit kohlenhydratreichen Vollwertprodukten. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen sowie auf Nahrungsmittel, die vitamin-, mineralstoff- und ballaststoffreich sind. Wollen Sie durch eine gesunde Ernährung abnehmen, empfiehlt sich ebenfalls eine ausgewogene Ernährung.

2. In Massen statt in Maßen: Fett und Zucker

Der Überfluss ist der Feind einer gesunden Lebensweise. Das gilt auch für die Ernährung: Eine übertriebene Aufnahme von Zucker und fettreicher Kost kann schnell zu Übergewicht führen.

Was Sie tun können: Wollen Sie durch gesunde Ernährung abnehmen, sollten Sie die Zufuhr ungesunder Fette reduzieren und die Zuckeraufnahme einschränken. Der Körper braucht Fette – achten Sie aber darauf, dass sie neben Omega-6-Fettsäuren viele ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen. Besonders günstig sind die Omega-3-Fettsäuren, die sich in fettem Fisch, Chiasamen, Leinsamen, Pflanzenölen sowie Walnüssen befinden. Achten Sie beim Kauf von Produkten auf Zuckerangaben. Zucker erhöht die Insulinausschüttung. Insulin spielt eine wesentliche Rolle beim Aufbau von Fettgewebe. Versuchen Sie nicht mehr als 60-80g Zucker am Tag zu verzehren (dies entspricht ca. 600ml Limonade!).

3. Körperliche Erkrankungen unberücksichtigt lassen

Viele körperliche Erkrankungen erfordern, dass wir unsere Ernährung umstellen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist bei Diabetes nicht ausreichend. Auch bei rheumatischen Erkrankungen kann das eigene Wohlbefinden gesteigert werden, indem man seine Ernährung anpasst.

Bei Diabetes: Bei der Diabetes Ernährung ist es wichtig darauf zu achten, dass die eingenommenen Nahrungsmittel einen niedrigen Glykämischen Index (GI) haben. Vollkornprodukte sind daher für eine Diabetes Ernährung besonders geeignet. Zucker (Rohzucker) in Form von Saccharose sollte im Rahmen einer Diabetes Ernährung vermieden werden. Es gibt viele Alternativen zu Saccharose, darunter Stevia und Kokosblütenzucker. Insgesamt gibt es heutzutage viele Wahlmöglichkeiten bei der Diabetes Ernährung, solange Betroffene sich an eine kaloriengerechte Mischkost halten. So kann jeder seine eigenen Vorlieben mit in den Speiseplan aufnehmen und gleichzeitig eine angemessene Diabetes Ernährung durchführen.

Bei Rheuma: Eine Rheuma Ernährung kann entzündliche Vorgänge im Körper reduzieren. Achten Sie darauf, nur wenige Omega-6-Fettsäuren zu sich zu nehmen. Diese begünstigen entzündliche Vorgänge im Körper. Sie befinden sich in vielen tierischen Produkten, sodass Betroffene im Rahmen einer Rheuma Ernährung eine fleischreduzierte oder vegetarische Ernährung in Erwägung ziehen sollten. Omega-3-Fettsäuren wirken sich dagegen günstig auf rheumatische Beschwerden aus. Eine Rheuma Ernährung kann somit fettreichen Fisch und Pflanzenöle enthalten. Zur Hemmung der entzündlichen Vorgänge im Körper empfielt sich außerdem die Einnahme von Nahrung, die reichlich Antioxidantien enthält. Reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte sollten daher bei einer Rheuma Ernährung nicht fehlen. Eventuell kann man die Rheuma Ernährung durch die Zugabe entsprechender mit Antioxidantien versetzter Präparate ergänzen.

4. Frustessen oder Frusthungern

Bei Stress greifen viele gerne zur Schokolade oder Chipstüte. Wieder anderen vergeht der Appetit und sie essen nichts mehr.

Was Sie tun können: Packen Sie den Frust an der Wurzel. Übertünchen Sie ihn nicht mit ungesunden Snacks. Bewegung und Sport hilft, Frust auf gesunde Weise loszuwerden. Menschen, die bei Stress keinen Appetit mehr verspüren, können verschiedene Entspannungstechniken ausprobieren.

5. Wenig Bewegung

Ein Stück Schokolade hier und da ist nicht schädlich. Genauso wenig beeinträchtigt ein Abend mit Freunden, an dem sie mal alle guten Vorsätze vergessen und hemmungslos schlemmen, ihre Gesundheit. Wenn Sie dies allerdings mit wenig körperlicher Aktivität verbinden, fallen solche Sünden schneller ins Gewicht.

Was Sie tun können: Treiben Sie regelmäßig Sport, dann dürfen Sie auch sündigen, ohne dass Sie davon krank oder übergewichtig werden. Eine ansonsten ausgewogene Ernährung schließt kleine Sünden durchaus ein.

6. Zu wenig Informationen über den eigenen Ernährungsstil

Immer mehr Menschen bevorzugen eine vegetarische Ernährung. Tierische Produkte zu meiden, heißt jedoch nicht, auf essenzielle Nährstoffe zu verzichten. Eine vegetarische Ernährung schließt den Konsum von Fleisch aus. Ersetzt man die im Fleisch enthaltenen Nährstoffe nicht anderweitig, kommt es zu Mangelerscheinungen.

Was Sie tun können: Wenn Sie sich für eine vegetarische Ernährung entschieden haben, sollten Sie sich informieren, welche Nährstoffe Sie ersetzen müssen. Proteine und Vitamin B12 liefern zum Beispiel Milch und Milchprodukte. Tofu sowie Hülsenfrüchte stellen außerdem eine wichtige Proteinquelle dar. Ihre vegetarische Ernährung sollte vielfältig und ausgewogen sein.

7. Zu wenig Obst und Gemüse

Fünf am Tag sollten es sein – nicht umsonst hat der Verein „5 am Tag e. V.“ eine Kampagne gestartet, deren Ziel es ist, Menschen zum Obst und Gemüse Essen zu animieren: Viele Menschen nehmen zu wenig davon zu sich. Als Folge kann eine Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen auftreten.

Was Sie tun können: Essen Sie täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Achten Sie dabei auf Farbvielfalt: Rotes Gemüse enthält andere Nährstoffe als grünes. So sichern Sie sich auch innerhalb der Fünferregel eine ausgewogene Ernährung.

8. Das Frühstück auslassen

Ein verbreitetes Phänomen: Bis man frühmorgens in die Puschen kommt, verstreicht viel Zeit – so viel Zeit, dass man mitunter das Frühstück überspringt und den Tag mit leerem Magen beginnt. Da nach vielen Stunden der Nachtruhe unsere Energiereserven leer sind, ist es morgens besonders wichtig, diese aufzufüllen. Eine ausgewogene Ernährung schließt nicht nur Vielfalt bei der Wahl der Nahrungsmittel ein. Sich ausgewogen zu ernähren bedeutet auch, ein angemessenes Gleichgewicht bei den Zeitpunkten der Nahrungsaufnahme zu finden.

Was Sie tun können: Sie sind einer der Menschen, der morgens viel zu wenig Zeit hat? Stellen Sie sich darauf ein: Bereiten Sie Ihr Frühstück am Abend vorher zu. So können Sie die Frühstücksstulle gleich aus dem Kühlschrank mit zur Arbeit nehmen. Eine andere Variante ist die Zubereitung von „übernachtetem“ Haferbrei: Vermischen Sie Haferflocken und Milch mit den Zutaten Ihrer Wahl und stellen Sie die Schüssel abends in den Kühlschrank. Nach zwei Minuten in der Mikrowelle haben Sie morgens ein schnelles, gesundes, leicht verdauliches und sättigendes Frühstück.

9. Schlankheitskur statt durch gesunde Ernährung abnehmen

Der Markt quillt über von Diätprodukten, die ein schnelles Purzeln der Pfunde versprechen. Bei der Einahme solcher „Wundermittel“ vergessen viele Menschen, dass sie bereits durch eine gesunde Ernährung das Gewicht halten oder abnehmen können. Nach der Schlankheitskur tritt häufig der sogenannte Jo-Jo-Effekt ein, wenn die Ernährung nicht dauerhaft umgestellt wird.

Was Sie tun können: Sparen Sie Geld und versuchen Sie, durch eine ausgewogene Ernährung in Verbindung mit Bewegung abzunehmen. Sie tun dabei nicht nur Ihrem Geldbeutel etwas Gutes. Ihr Körper profitiert langfristig davon, wenn Sie nicht nur durch gesunde Ernährung abnehmen, sondern den neuen Ernährungsstil auch dauerhaft beibehalten.

10. Bewusst genießen

Das Essen zwischen Tür und Angel ist in der heutigen Zeit keine Besonderheit mehr. Der schnelle Griff zum ungesunden Snack ist dabei genauso wenig gesundheitsfördernd wie das schnelle Hinunterschlingen des Mittagessens. Wer schnell isst, läuft Gefahr, das Sättigungssignal des Körpers zu überhören. Als Folge nehmen wir schneller zu.

Was Sie tun können: Nehmen Sie sich wenigstens 30min Zeit, um in Ruhe zu essen. Essen Sie bewusst und genießen Sie. Erfreuen Sie sich an der Konsistenz und dem Geschmack Ihres Essens. Falls Sie zum Mittagessen wenig Zeit haben, essen Sie besser etwas leicht verdauliches. Schwere Kost (z.B. Pommes und Schnitzel) und schnelles Essen führen garantiert zu Magenbeschwerden und Verdauungsproblemen!

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