Die geeignete Ernährung bei Bauchschmerzen richtet sich nach der Ursache. Man muss zwischen Bauchschmerzen nach einer Magen-Darm-Infektion oder einer Lebensmittelunverträglichkeit unterscheiden. Liegt eine Erkrankung von Magen, Darm, Bauchspeicheldrüse oder Zwölffingerdarm vor, empfiehlt der Arzt eine entsprechende Diät. Wenn man immer nach dem Essen Bauchweh hat, ist die Ursache vermutlich eine falsche Ernährungsweise.

Wie soll man sich bei Bauchschmerzen ernähren?

Wer nach dem Essen Bauchschmerzen hat, sollte eventuell seine Ernährung umstellen. Oft sind Schmerzen ein Hinweis auf zu fette Speisen, die unverhältnismäßig lange im Magen liegen. Ständige Bauchschmerzen und ein Blähbauch nach dem Essen legen auch das Reizdarmsyndrom nahe. An Bauchschmerzen nach dem Essen leiden zwischen 10 und 20 % aller Erwachsenen in Deutschland. Fette Speisen, hastiges Essen, eiskalte Getränke, Stress und die falsche Essensumgebung können zu Bauchweh unterschiedlicher Ausprägungen führen. Selbst nach dem Verzehr von Bananen können Bauchschmerzen auftreten. Grund hierfür ist der hohe Anteil an Fruchtzucker, der zusätzlich Blähungen verursachen kann. Vielen machen Bananen jedoch überhaupt nichts aus.

Wie sollte das Essen bei Bauchschmerzen aussehen? Wer nach dem Essen Bauchschmerzen hat, sollte zunächst beruhigenden Tee zu sich nehmen und vielleicht einen „Verdauungsspaziergang“ machen. Oft reguliert sich die Symptomatik. Für das Essen bei Bauchschmerzen gibt es keine allgemeingültigen Regeln. Man sollte sich nach seinem Gefühl richten. Intuitiv weiß der Körper, was ihm bekommt. Zu Beginn einer Magen-Darm-Infektion und in den Tagen danach leidet der Kranke meistens an Appetitlosigkeit mit Bauchschmerzen. Stellt sich wieder Appetit ein, beginnt man langsam mit Zwieback und Tee. Auch Salzgebäck und Cola bei Bauchschmerzen haben sich bewährt. Es ist die gelungene Kombination aus Salz und Zucker, die den Körper nach Durchfällen wieder mit Mineralstoffen versorgt.


Hausmittel gegen Magenschmerzen

Wärme ist nach wie vor ein hervorragendes Mittel, den Bauch zu beruhigen. Eine Wärmflasche entspannt die verkrampfte Bauchmuskulatur. Darüber hinaus empfehlen sich leicht verdauliche Kohlenhydrate aus Brot und Nudeln, möglichst ohne Fett zubereitet. Leichte Suppen sind ein beliebtes Mittel zur Magenberuhigung. Sie enthalten kaum Fett, aber eine Vielzahl an Nährstoffen. Hühnersuppe hat nicht umsonst einen so guten Ruf bei Bauchweh aller Art. Sie hat viele Nährstoffe, ist extrem fettarm, ihre Wärme beruhigt und tut auch der Seele gut.
Viele Familien schwören auf ihre ganz individuellen Haumittel. Nach einer Magen-Darm-Entzündung hilft beispielsweise Saft, der aus rohem Kohl hergestellt wurde. Die Aminosäure Glutamin versorgt den Magen wieder ausreichend mit Blut, sodass die Magenschleimhaut regenerieren kann. Alternativ kann man vor dem Schlafengehen auch einen Esslöffel Honig zu sich nehmen.
Bei Völlegefühl und Bauchschmerzen hilft es, einige Stunden gar keine Nahrung zu sich zu nehmen. Meist stellt sich dann wieder ein normales Bauchgefühl ein. Verschwinden die Bauchschmerzen mitsamt Völlegefühl nach mehreren Tagen nicht, sollte der Arzt eine gründliche Untersuchung durchführen. Es kann auch eine organische Erkrankung vorliegen.

Bauchschmerzen beim Essen

Wer ständig Bauchschmerzen beim Essen oder unmittelbar danach hat, verträgt vermutlich die verzehrten Speisen nicht. Wenn die Beschwerden unmittelbar beim Essen auftreten, kann auch der Magen direkt die Ursache sein. Klagt der Betreffende zusätzlich über Übelkeit und Völlegefühl, kann eine Magenschleimhautentzündung ebenso vorliegen wie ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür.

Bauchschmerzen nach Genuss bestimmter Lebensmittel

Sehr häufig klagen Menschen nach dem Genuss von Milchprodukten, Kaffee, Alkohol, Zitrusfrüchten, gebratenen und fetten Speisen sowie rohem Obst über Bauchschmerzen. Dann reagiert der Darm auf Fructose und Zuckeralkohol, zum Beispiel auf Sorbit. Lebensmittel, die Sorbit enthalten, sind Auslöser unterschiedlicher Magen-Darm-Beschwerden, die von einfachem Bauchweh bis zu starken Krämpfen reichen können. Sorbit kommt in fast allen heimischen Früchten vor, ist aber auch in künstlich hergestelltem Süßstoff vorhanden. Im Zweifelsfall sollte man darauf verzichten.

Bei der Zubereitung von Fleisch, Fisch und Gemüse ist darauf zu achten, dass man möglichst wenig brät und grillt und stattdessen dünstet. Bei vielen Patienten hat sich herausgestellt, dass pflanzliche Lebensmittel, also Vollkornnudeln, Naturreis, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornbrot besser vertragen werden als tierische. Doch nicht immer werden Getreideprodukte gut vertragen, auch Mais und Weizen können bei empfindlichen Menschen Darmbeschwerden verursachen. Meistens haben pflanzliche Lebensmittel weniger Fett als tierische und viel mehr Ballaststoffe. Die wiederum helfen hervorragend bei Verstopfung. Dennoch sollte man darauf achten, seine Ernährung nicht plötzlich umzustellen, denn das würde nur zu erneuten Magen-Darm-Beschwerden führen.

Viele Lebensmittel blähen und führen bei manchen Menschen zu Beschwerden. Dazu zählen beispielsweise manche Käsesorten, Milch, Hülsenfrüchte und Lauchgewächse. Bauchschmerzen nach Milch können ihre Ursache aber auch in einer Laktose-Intoleranz haben. Stehen Milch und Bauchschmerzen in Verbindung, wird der Milchzucker nicht vertragen. Dann kommt es zu Bauchschmerzen, Durchfall und Blähungen. Bei Menschen mit Unverträglichkeit von Zwiebelgewächsen können Lauch, Zwiebeln und Knoblauch zu Bauchschmerzen führen. Hier reagieren die Betroffenen auf das Alliin, eine schwefelhaltige Aminosäure. Ist das der Fall, sollten sie vor allem rohen Knoblauch meiden; wenn überhaupt, dann sollten sie ihn gebraten oder gedünstet verzehren.

Blähende Lebensmittel:
• Käse
• Lauch, Knoblauch und Zwiebel
• Hülsenfrüchte
• Milch

Magenreizende Stoffe:
• Alkohol
• Zucker
• Tabak
• Kaffee

Genussmittel und Magen

Bauchschmerzen nach Alkohol beruhen auf einer starken Übersäuerung des Magens. Hier hilft nur eines: Auf Alkohol komplett verzichten, denn der schädigt die Magenschleimhaut bereits in geringen Mengen. Die Toleranz ist bei jedem Menschen unterschiedlich. Wer trotz Bauchschmerzen weiterhin Alkohol konsumiert, riskiert eine Magenschleimhautentzündung, ein Magengeschwür oder Schlimmeres. Auch Kaffee und Bauchschmerzen hängen unmittelbar zusammen, denn Kaffee enthält viele magenreizende Stoffe. Nicht umsonst gibt es heute etliche Sorten magenschonenden Kaffee, denen Reizstoffe entzogen wurden.

Tee gegen Bauchschmerzen

Seit Jahrtausenden wird Tee bei Bauchschmerzen verabreicht. Ob im alten China oder bei Hildegard von Bingen, es gibt etliche Heilkräuter, die frisch aufgebrüht beruhigen und den Heilungsprozess nach Magen-Darm-Infektionen beschleunigen. Sie helfen auch bei anderen Beschwerden des Bauches, beispielsweise in der Schwangerschaft, bei Menstruationsschmerzen oder bei psychisch bedingten Bauchschmerzen. Bauchschmerzen werden mit Tee effektiv behandelt. Ingwertee ist hier ein bewährtes Heilmittel. Man kann ihn frisch reiben und zwei Teelöffel davon in heißem Wasser ziehen lassen. Alternativ wirkt auch getrockneter Ingwer. Kamillen- und Fencheltee sind ebenfalls für ihre beruhigende Wirkung bekannt. Man gibt sie gerne Kindern, die unter Bauchweh leiden. Bei Magenbeschwerden hilft auch Pfefferminztee.

Essen bei Bauchschmerzen – was ist erlaubt?

Nach einer Magenverstimmung, die zu Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall geführt hat, ist man eher appetitlos. Kommt die Lust am Essen zurück, eignen sich Zwieback, Laugenbrezeln, Haferbrei und Salzstangen zum Verzehr. Auf Scharfes, Süßes und Saures sollte verzichtet werden, da alle diese Lebensmittel zu viel Magensäure produzieren. Damit wird der Magen nur unnötig gereizt. Kamillentee und Zwieback sind altbewährte Hausmittel, die bei Kindern wie bei Erwachsenen helfen.

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