Von Magersucht betroffene Mädchen und Frauen sind sich den verheerenden Auswirkungen ihrer Krankheit meist nicht bewusst. Obwohl viele Erkrankte einen Weg aus der sogenannten Anorexie finden, können auch noch lange nach der Genesung weitreichende körperliche Beeinträchtigungen bestehen.

Auswirkungen der Magersucht

Die Folgen von Anorexie sind vielfältig. Eine länger bestehende Unterernährung beeinträchtigt die Funktion der Organe. Sie führt zu Schwäche, Blutarmut und Unterzuckerung durch verminderte Kohlehydratzufuhr. Aufgrund des gestörten Elektrolythaushaltes kommt es unter anderem zu Kalium- oder Magnesiummangel, was eine mögliche Nierenschädigung nach sich zieht. Neben psychosozialen Beschwerden kann eine Folge zusätzlich belasten und Einfluss auf die gesamte Lebensplanung nehmen. So werden einige Betroffene sogar unfruchtbar durch Magersucht.

Warum kann man unfruchtbar durch Magersucht werden?

Untergewicht kann den Auslöser für einen gestörten Hormonhaushalt darstellen. Durch Mangelernährung arbeitet der Körper bereits an seinem Limit, weswegen die Natur in vielen Fällen für die Verhinderung einer kräfteraubenden Schwangerschaft sorgt. So ist ein Großteil der Erkrankten unfruchtbar durch Magersucht.

Insbesondere das weibliche Hormon Östrogen ist am Monatszyklus der Frau beteiligt. Durch Unterernährung kommt es zum Mangel an dem im Fettgewebe gebildeten Hormon. Wird es nicht ausreichend produziert, droht die Unfruchtbarkeit, auch Infertilität genannt, begleitet von Symptomen, die den Wechseljahren zugeschrieben werden.

Durch das Zusammenspiel folgender Faktoren laufen Erkrankte Gefahr unfruchtbar durch Magersucht zu werden:

  • Der Eisprung erfolgt durch die Reduktion des Östrogens nur noch unregelmäßig oder bleibt komplett aus
  • Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, der für das Einnisten einer befruchteten Eizelle unerlässlich ist, wird beeinträchtigt
  • Die Periode setzt durch den Östrogenmangel nur noch unregelmäßig oder gar nicht ein. Fachleute unterscheiden beim Ausbleiben der Monatsblutung die primäre und sekundäre Amenorrhö.
    Während bei der primären Amenorrhö die erste Menstruation junger Mädchen ausständig ist, hatten Betroffene der sekundären Amenorrhö bereits ihre Periode

Wie lange ist man unfruchtbar durch Magersucht?

Bei einem Großteil der Betroffenen besteht die Infertilität nur vorübergehend bis sich ihr Gewicht normalisiert hat. Je nach Dauer und Ausprägung der Anorexie und der damit verbundenen Unterernährung kann es einige Jahre beanspruchen bis sich die Funktionen der weiblichen Organe erholt haben. Begleitend zur psychologischen Betreuung ist in manchen Fällen eine Hormontherapie angezeigt. Trotz gynäkologischer Unterstützung bleibt ein Teil der ehemaligen Erkrankten dauerhaft unfruchtbar durch Magersucht.

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