Die Grill-Saison ist momentan im vollen Gange. Allerdings gibt es immer wieder Berichte darüber, dass das Grillen gesundheitsschädlich sein kann. Dabei benötigt man eigentlich gar nicht viel, wenn man einmal gesund grillen möchte.

Grillvorbereitungen

So grillen Sie gesund

So grillen Sie gesund (© stockcreations – Fotolia.com)

Besonders vom Grillen mit Holzkohle gehen diverse Gefahren für den Körper aus, die sich bereits beim Entzünden der Kohle entwickeln können. Denn wenn die Kohlestücke beim Entzünden viel Rauch entwickeln, ist das bereits eine Belastung für die Lungen welche zu Atemnot oder starkem Husten führen kann. Außerdem kann sich der ungesunde Rauch auf dem Grillgut ablagern, wenn man sein Fleisch oder Gemüse darin garen will. Darum raten Experten dazu, nicht zu billiger Grillkohle zu greifen, weil diese in der Regel qualitativ minderwertig ist. Hochwertige Kohle ist zwar ein wenig teurer, glüht dafür aber schneller durch und hat eine wesentlich geringere Rauchentwicklung.

Besitzer von Elektro- oder Gasgrills haben diese Schwierigkeit zwar nicht, müssen aber auch wie Besitzer eines Kohle-Grills dafür sorgen, dass die Grillplatten bzw. der Rost sauber und von Ablagerungen befreit sind, bevor das Grillgut aufgelegt wird.

Grillen ohne Schadstoffe

Mittlerweile weiß man, dass sich beim Grillen von Fleisch und Fisch die Krebserregenden Stoffe PAK und HAA bilden können. Diese entstehen, wenn Fett oder Marinade vom Grillgut auf die Holzkohle tropft. HAA entsteht aber auch generell beim Braten oder Grillen, wenn das Grillgut zu lange brutzelt und sich übermäßig verbrannte Stellen bilden.

Um gesund grillen zu können, ohne sich Gedanken um PAK und HAA machen zu müssen, empfiehlt es sich, eine kleine, hitzebeständige Alu-Schale zum Auffangen von tropfendem Fett und Marinade über die Glut zu legen und das Grillgut auch nicht zu lange auf dem Grill zu garen. Bei Elektro- und Gasgrills gibt es bereits Modelle, die solche Auffangschüsseln von Werk aus besitzen.

Außerdem sollte man seine Grillkohle nicht durch das Verbrennen alter Zeitungen oder übermäßig vielen Anzündern antreiben, weil diese beim Verbrennen Schadstoffe ausbilden können. Stattdessen lohnt es sich, in eine Anzündhilfe wie beispielsweise einen Grill-Starter (manchmal auch „Grill Kamin“ genannt) zu investieren. Die kleinen Geräte kosten meist nur wenig, ermöglichen aber ein schnelles Durchglühen der Kohle und können mit einfachen Grillbrickets entzündet werden.

Wer zusätzlich auf Nummer Sicher gehen möchte, kann auch seine eigene Marinade beispielsweise aus einem Esslöffel Senf, einem Teelöffel Öl und ein paar Gewürzen anrühren und sein Grillgut damit bestreichen.

Für die schlanke Linie grillen

Gesund grillen bedeutet nicht nur, dass man auf die Verwendung der richtigen Kohle oder die Zubereitung seines Grillguts achtet, sondern soll auch ein paar Kalorien-freundliche Alternativen zu Steaks und Koteletts aufzeigen. Denn auch viele Gemüsesorten wie Maiskolben, Gurken oder Paprika eignen sich hervorragend zum Grillen. Dabei gilt es generell zu beachten, dass die zu grillenden Gemüse-Produkte nicht zu viel Wasser haben sollten, weil sonst das meiste vom Gemüse nur in der Abtropf-Schüssel landet.

Außerdem darf das vegetarische Grillgut nicht zu klein sein, weil es sonst schnell verbrennt. Eine gute und einfache Methode zum Gemüse-Grillen sind Schaschlik-Spieße, die man nach Lust und Laune bestücken kann und die auf dem Grill schnell fertig werden – ein Spieß braucht ca. 2 Minuten von beiden Seiten, um gut durchgegrillt zu werden.

Unser Fazit

Gesund grillen ist weder besonders teuer, noch ist es kompliziert. Wenn man die Finger von Billigware (sowohl bei der Grillkohle als auch beim Grillgut) weglässt und sich zusätzlich durch die oben beschriebenen Tipps absichert, steht einem gemütlichen und leckeren Grill-Erlebnis nichts mehr im Weg.