Gewicht verlieren und den Körper in Form bringen: Das ist der Traum von vielen Abnehmwilligen. Neben den klassischen Diäten wie beispielsweise der Gewichtsreduktion durch Kalorien zählen machen vor allem Stars immer wieder durch neue Diät-Methoden von sich reden.

Trend-Diäten

Diese Trend-Diäten scheinen auf den ersten Blick sehr effektiv zu sein, wie zahlreiche Vorher-Nachher-Fotostrecken in Zeitschriften und Magazinen belegen. Doch sind diese innovativen Diätformen wirklich gesund für den Körper? Die zweite Frage, die sich in diesem Zusammenhang aufdrängt, lautet: Wie muss eine optimale Diät aufgebaut sein, so dass sich das Gewicht auch langfristig halten lässt? Schließlich tragen zahlreiche ehemals übergewichtige Menschen die verlorenen Pfunde nach kurzer Zeit wieder mit sich herum.

Gesunde Ernährung setzt solides Grundwissen voraus

Was bedeutet eigentlich „gesunde Ernährung?“ Viele Menschen, die mit ihrem Gewicht hadern und eine Diät beginnen, glauben die Antwort zu kennen. Fett und Zucker sind schlecht, Obst und Gemüse hingegen uneingeschränkt empfehlenswert. Doch so einfach ist es auch nicht. Wer abnehmen möchte, sollte zunächst seine eigenen Essgewohnheiten kennen und dokumentieren. Ein Ernährungstagebuch, welches über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen regelmäßig geführt wird, kann dabei eine große Hilfe darstellen. Anschließend folgt die Analyse.

Dabei bieten sich folgende Leitfragen an:

  • Wann werden die einzelnen Mahlzeiten in der Regel eingenommen?
  • Welche Lebensmittel stehen bevorzugt auf dem Speieseplan?
  • Welche Lebensmittelgruppen fehlen komplett?
  • Wo werden die Mahlzeiten eingenommen?
  • Handelt es sich um Fertiggerichte oder um frisch zubereitete Mahlzeiten?
  • Wie viele Kalorien werden durchschnittlich pro Tag zu sich genommen?
  • Wie viele Kalorien verbraucht der Körper durch Sport oder Bewegung?

Zusätzlich ist es sinnvoll, sich grundsätzlich über gesunde und ausgewogene Ernährung zu informieren. Dabei ist es beispielsweise gut zu wissen, wieviele Kalorien bestimmte Lebensmittel haben.

Einzelne Lebensmittel zu verteufeln macht keinen Sinn

Star- und Trend-Diäten sind oft sehr einseitig aufgebaut. Manche Berühmtheiten schwören auf Eiweiß-Diäten, andere nehmen nur rohes Gemüse zu sich, meiden Kohlenhydrate oder verzichten komplett auf feste Nahrung. Gleichzeitig wird die tägliche Kalorienzufuhr oft drastisch reduziert – das kann fatale Folgen haben. Grundsätzlich ist es aber so, dass der menschliche Körper alle Inhaltsstoffe benötigt, die sich in der Nahrung befinden. Es kommt  nur auf die richtige Dosis an. Daher macht es aus ernährungstechnischer Sicht gar keinen Sinn, beispielsweise komplett auf Fett oder Zucker zu verzichten. Fett ist nicht nur Geschmacksträger und sorgt für Genuss beim Essen. Ohne Fett können sich auch die Vitamine nicht lösen, die in Obst und Gemüse stecken. Zudem ist Fett nicht gleich Fett. Nüsse enthalten beispielsweise gesunde Fette, die dem Körper Energie liefern und ihn mit Nährstoffen versorgen. Der Verzicht auf bestimmte Lebensmittel kann zudem schnell zu Heißhungerattacken führen. Wer gerne süß isst und von heute auf morgen komplett auf Zucker verzichtet, setzt sich selbst einem enormen psychischem Druck aus. Diesem standzuhalten ist sehr schwer, ein Scheitern eigentlich vorprogrammiert. Das ist nicht nur frustrierend, sondern auch gefährlich: Wer sich selbst zu strenge Regeln im Hinblick auf die Ernährung auferlegt und die Nahrungszufuhr radikal reglementiert, verfällt schnell in eine Art Suchtverhalten. Wenn Essen nichts mehr mit Genuss zu tun hat, sondern nur noch zur Qual wird, dann wird eine Diät zur Gefahr für die Gesundheit. Diäten, die aus unterschiedlichen Phasen bestehen und einen sanften Einstieg in die Ernährungsumstellung ermöglichen, sind besser als extreme Hungerkuren.

Radikale Diäten belasten den Körper stark

Extreme Diäten sind alles andere als gesund. Sie belasten den Körper und können starke Nebenwirkungen haben. Wer zu wenig isst, gaukelt dem Körper eine Hungersnot vor. Der Stoffwechsel läuft dann auf Sparflamme und verbrennt immer weniger Energie. Die Konsequenz: Um noch weitere Abnehmerfolge verzeichnen abnehmen zu können, muss der Mensch immer weniger essen. Dadurch kommt es zu einer Mangelernährung, die Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben kann. Auch die Psyche leidet meist, wenn der Körper nicht ausreichend ernährt wird.

Typische Symptome können sein:

  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Konzentrationsschwäche
  • Haarausfall
  • Hautprobleme
  • Verdauungsbeschwerden
  • Kraftlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufbeschwerden

Fehlt dem Körper Energie, können viele Organe nicht mehr richtig arbeiten. Das kann je nach individueller Konstitution schnell gefährlich werden. Wenn eine Fettleibigkeit besteht oder wenn bereits ernste Erkrankungen diagnostiziert wurden, sollte eine Diät unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Auch eine professionelle Ernährungsberatung kann in diesen Fällen sinnvoll sein. Einseitige und radikale Diäten sind gefährlich und wenig nachhaltig. Sobald die Kalorienzufuhr wieder erhöht wird, droht der Jo-Jo-Effekt. Eine gesunde Ernährung impliziert auch eine ausgewogene Ernährung ohne einzelne Lebensmittel zu tabuisieren.

Ohne Bewegung sind Diäten wenig effektiv

Eine Diät und Sport gehören nicht zwangsläufig zusammen. Durch Bewegung lässt sich aber der Kalorienverbrauch des Körpers steigern. Im Umkehrschluss bedeutet das: Je mehr Kalorien durch sportliche Aktivitäten verbrannt werden, desto schneller und effektiver verläuft der Gewichtsverlust. Das heißt auch, dass Menschen, die sich viel bewegen, einen höheren Grundverbrauch haben und dementsprechend während einer Diät mehr essen können. Auch eine Straffung des Gewebes, beispielsweise am Bauch oder an den Beinen, lässt sich in der Regel nur durch Sport erreichen.

Eine Ernährungsumstellung bringt langfristig Erfolge

Grundsätzlich funktioniert eine Gewichtsreduktion nach einem einfachen Prinzip: Wenn der Körper mehr Energie verbraucht als er zu sich nimmt, entsteht eine Negativbilanz und die Fettdepots werden angegriffen und schmelzen. Das wirkt sich früher oder später auf das Gewicht aus. Empfehlenswert sind daher Diäten, bei denen alle Lebensmittel in Maßen genossen werden dürfen. Voraussetzung für einen Gewichtsverlust ist aber, dass der Stoffwechsel intakt ist und die Energieverbrennung richtig arbeitet. Diät und Gesundheit passen prima zusammen, wenn keine radikalen Schritte unternommen werden. Der Körper muss jeden Tag ausreichend ernährt werden und alle Vitamine und Mineralstoffe erhalten, die er braucht. Auch Kohlehydrate sind wichtig, denn sie liefern dem Organismus und dem Gehirn Energie und garantieren Kraft und Leistungsfähigkeit. Langfristig gesehen ist eine ausgewogene, gesunde Ernährung wichtig für die Gesundheit eines jeden Menschen. Hilfreich kann es sein, auf eine gute Qualität beim Essen zu achten und so oft wie möglich frisch zu kochen. Dabei sollten Produkte aus der Region, möglichst in Bio-Qualität, bevorzugt werden. Fertiggerichte enthalten viele unnötige künstliche Inhaltsstoffe, die den Organismus belasten können und die Kalorienzahl in die Höhe treiben. Grundsätzlich gilt: Je weniger ein Lebensmittel verarbeitet wurde, desto gesünder ist es.

 

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