Die kleinen Sünden lauern überall: Hier mal ein Tütchen Chips zur Lieblingsfernsehserie, dort die schnelle Currywurst in der Mittagspause und zum Feierabend gerne mal ein Bierchen. Ein paar Pfunde zu viel hat man schnell auf den Rippen. Sie wieder loszuwerden, ist da weitaus schwieriger.

Warum nehmen wir eigentlich zu?

Mit unserem Organismus ist es wie mit unserem Auto: Ohne Treibstoff geht nichts. Das Auto betanken wir mit Benzin, uns selbst mit Nahrung. Wenn das Auto fährt, wird der Sprit verbraucht. Wenn wir uns bewegen, verbrauchen wir Kalorien. Vorteil Kfz: Ist der Tank voll, riegelt sich die Zapfsäule ab. Das funktioniert bei unserem Körper leider anders. Übermäßiger Nahrungsaufnahme schiebt er nicht automatisch einen Riegel vor, er lagert die überschüssigen Kalorien als Fett ein und wir gehen in die Breite. Wer dauerhaft mehr isst, als er verbrennt, nimmt also zu. Abnehmen geht leider nicht so einfach.

Diäten – mit Vorsicht zu genießen

Fürs schnelle Abnehmen haben schlaue Menschen die Diäten erfunden. Von der Kartoffel-Diät über die One-Day- oder Apfelessig-Diät bis zur Steinzeit-Diät gibt es praktisch nichts, was es nicht gibt. Schnelle Erfolge beim Abnehmen verspricht auch das sogenannte Heilfasten, wobei dieses eigentlich eher zur Entschlackung des Körpers gedacht ist. Welche Diät für wen geeignet ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Allen Diäten gleich ist aber eins: Die Tücke steckt im danach: Wer danach wieder so ungehemmt zulangt wie vorher, hat die gerade verlorenen Kilos schneller zurück auf den Hüften, als ihm lieb ist. Diäten haben zudem den Nachteil, dass sie nicht für jeden gesund und effektiv sind. Wer von heute auf morgen auf die Essbremse tritt, gaukelt seinem Körper eine Hungersnot vor. Der vergreift sich dann lieber an der Muskelmasse und lagert das Fett für noch schlechtere Zeiten ein.

Erfolgsrezept Nr. 1: Weniger essen

Um schnell und gesund schlank zu werden und vor allem, um es zu bleiben, gibt es nur einen Königsweg: Weniger auf den Teller schöpfen und häufiger in die Sportklamotten schlüpfen. Das bedeutet aber nicht, dass man sich selbst kasteien muss. Das Schnitzel und auch mal das Täfelchen Schokolade können durchaus ihren Platz auf der persönlichen Speisekarte behalten. Im Gegenteil kann es beim Abehmen sogar kontraproduktiv sein, wenn man plötzlich auf alles Leckere verzichtet. Dann macht das Leben weniger Spaß und früher oder später kommt man doch wieder vom kulinarischen Weg ab. Viel wichtiger ist es dagegen, ganz schlicht Maß zu halten: Es geht immer darum, nicht mehr Kalorien zu sich zu nehmen, als man verbrennen kann.

Erfolgsrezept Nr. 2: Sport treiben

Wer sich mehr bewegt, verbrennt mehr. Beim Ausdauersport läuft nicht nur der Schweiß, auch die Pfunde schmelzen flugs dahin. Wichtig: Man sollte das machen, woran man Spaß hat. Sport ist zwar anstrengend, darf aber keine Quälerei sein, sonst liegen die Turnschuhe schnell wieder in der Ecke. Wer Joggen hasst, fährt besser Rad. Wer lieber in der Gruppe Sport treibt, schaut sich am besten mal an, welche Ausdauerkurse das örtliche Fitnessstudio so zu bieten hat. Oder wie wäre es mit einer Mitgliedschaft im Sportverein?

Für was auch immer man sich entscheidet, die sportliche Betätigung zum Abnehmen sollte ihren festen Platz im Terminkalender bekommen. Drei bis viermal die Woche muss man ran und sich dabei von Einheit zu Einheit langsam steigern. Es ist ein gutes Gefühl, nach kurzer Zeit locker 45 Minuten auf dem Laufband zu bewältigen zu können, wo man einige Wochen vorher schon nach fünf Minuten schnaufend die erste Pause einlegen musste. Und noch schöner ist natürlich die Belohnung auf der Waage, die langsam aber kontinuierlich niedrigere Zahlen anzeigt. Stark übergewichtige Menschen ohne sportliche Erfahrung sollten in jedem Fall vorher einen Arzt zu Rate ziehen.
Gerne unterschätzt wird beim Abnehmen das Krafttraining. Tatsächlich verbrennen Menschen mit mehr Muskelmasse auch mehr Kalorien. Wer regelmäßig im Fitnessstudio an den Geräten oder zuhause mit Hanteln und Kraftübungen arbeitet, beschleunigt den Weg zum Wunschgewicht. Achtung: Wer sich mitten in der Trainingsphase über Gewichtszunahme wundert, sollte bedenken, dass auch Muskeln etwas wiegen.

 

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