Für den schnellen und gesunden Vitaminkick sind Smoothies die erste Wahl. Ihr abwechslungsreicher Inhalt bringt grüne Energie dank Vitaminen, Flüssigkeit, Mineral- und Ballaststoffen. Die cremigen Drinks sättigen, ohne die Verdauung zu belasten. Sie lassen sich schnell und ganz nach eigenem Geschmack herstellen und konsumieren. Der trendige Mix aus buntem Obst, Mineralwasser, Milch, Saft und allerlei Gemüse überzeugt selbst Gourmets und Grünzeugmuffel. Ganz nebenbei schmeicheln die satten Farben eines solchen Verführers dem Auge und beflügeln den Genuss. Wer wissen möchte, was drin ist, macht seinen Smoothie selbst. Wenn die Zeit jedoch mal wieder allzu knapp ist, dann darf es auch der schnelle Vitamindrink aus einer Saftbar sein.

Mit dem gesunden Drink aus einer Saftbar fing alles an

Seit den Achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts dauert der Smoothie-Hype mittlerweile an. In jener Zeit fokussierten sich viele Menschen auf die gesunde Ernährung mit unverfälschten Lebensmitteln. Ursache für diese Entwicklung waren einerseits eine Reihe von Lebensmittelskandalen und andererseits der Wunsch, sich gesund und vollwertig zu ernähren.

Bereits um 1920 gab es amerikanische Saftbars, die frisch gepresste Säfte aus Orangen, Ananas und Äpfeln erfolgreich anboten. Später kamen Shakes aus Milch, Sahne, Eis und Früchten wie Bananen, Erdbeeren, Himbeeren und Blaubeeren in Mode. Mit der Wiederentdeckung des flüssigen Obstes kam auch das Gemüse ins Spiel. Die Nahrungsspezialisten hatten den Wert des Chlorophylls, der Mineralstoffe und der Antioxidantien erkannt und unterstrichen deren Bedeutung für die Zellfunktion und die Bekämpfung freier Radikale.

Jeder nach seiner Fasson – Smoothies individuell

Ebenfalls in den Achtzigern etablierten sich Trocken- und Frischprodukte aus Algen, Weizen- und Gerstengras auf dem üppigen Markt der gesunden Ernährung. Lange Zeit fristeten diese grünen Powerpakete ein bescheidenes Nischendasein. Grüne Smoothies sind gemüselastig und eignen sich gut, um mit Algen oder Gräsern von Weizen und Gersten angereichert zu werden. Blätter von Spinat, Mangold, Kohlrabi und grünem Salat harmonieren mit frischen Kräuter wie Petersilie, Koriander und Basilikum. Die universelle Basis eines Smoothies ist die Banane. Sie ist die Allzweckwaffe für einen Hauch Süße und die namensgebende, cremige Konsistenz. Daher ist die Banane auch der kleinste, gemeinsame Nenner für die facettenreichen Vitaminbomben von süß über neutral bis hin zu grün-herzhaft. Wer Obst bevorzugt, wählt ein farbenfrohe Kombination aus seinen Lieblingsfrüchten. In der Welt der gesunden, cremigen Drinks tummeln sich die gemüse- und kräuterlastigen Smoothies aus dem grünen und dunkelroten Farbspektrum, die gelb-rot-orangenen Powerdrinks aus Früchten und allerlei Mischvarianten.

Von bunten Favoriten und grünen Gemüsen

Die Frucht mit dem Reißverschluss wurde die Banane einst in einem Werbeslogan liebevoll genannt. Das sekundenschnelle Schälen hat neben ihren wertvollen Inhaltsstoffen und ihrer Konsistenz zum besonderen Erfolg beigetragen. Cremige Vitamindrinks lassen sich aus allen reifen Früchten im heimischen Mixer zubereiten. Vor dem gesunden Drink werden die Früchte gewaschen und im Bedarfsfall von ihrer Schale befreit und grob zerkleinert. Während weiche Äpfel und reife Birnen sich im Mixer gut verarbeiten lassen, absolvieren Möhren besser einige Runden im Entsafter. Möhren lieben ein paar Tropfen feines Speiseöl Öl als Gesellschaft, so nimmt der Körper das Vitamin A besser auf. Auch etwas vom gewaschenen Möhrengrün kann in den Smoothie hinein. Wenn es ein Vitaldrink aus dem grünen Bereich sein soll, ist neben der Banane meist eine grüne Gurke im Spiel. Klassische Smoothies basieren auf grünem Blattgemüse und Kräutern. Bewährt hat sich die Methode der Obst- und Gemüsewahl nach Farben. Danach passt eine geschälte oder entsaftete Kiwi sehr gut in einen grünen Smoothie. Frisches Gemüse und reine Gemüsesäfte können fantasievoll kombiniert werden. Möhren und Bananen runden alle Smoothie-Geschmacksrichtungen perfekt ab.
Smothies sind nicht nur gesund, sondern meistens auch optisch ansprechend

Smothies sind nicht nur gesund, sondern meistens auch optisch ansprechend

Kombinationen mit Mehrwert

Gesunde Flüssigkeiten gehören zu den unentbehrlichen Zutaten, denn sie bestimmen die Konsistenz und den Geschmack der Smoothies. Milch, Trinkjoghurt, Mineralwasser, Kräutertee, Obst- und Gemüsesäfte eignen sich sehr gut für diesen Zweck. Manchmal darf es auch etwas exotischer sein. Dann kommen Kokosmilch, Mandelmilch oder köstliches Kokoswasser in den Smoothie. Der Zusatz von Zucker ist entbehrlich, zumal er ungesund ist und viele Früchte einen hohen Fruchtzuckergehalt aufweisen. Meist genügt ein Löffel Honig, um den Hauch Süße zusätzlich zu erzielen. Ein paar Tropfen Zitronensaft machen milchfreie Drinks noch gesünder. Gleiches gilt für fein gemahlene Nusskerne, Sesam und Samen, die nach individuellem Geschmack leicht geröstet werden.
Herzhafte Smoothies schmecken mit frisch gemahlenem Meersalz und weißem Pfeffer besonders gut. Wer es gern scharf mag, gibt eine Messerspitze Chili hinzu. Zu den beliebten Kombis gehören Banane-Möhre-Apfel-Orangensaft plus Kokosmilch, Banane-Erdbeere-Trinkjoghurt plus Mineralwasser und Banane-Ananas-Basilikum plus Mandelmilch. Im grünen Bereich harmonieren Banane-Spinat-Pak-Choi-Petersilie plus Kräutertee oder auch Banane-Gurke-Blattsalat-Dill plus Mineralwasser. Zu den besten Rezepten für Einsteiger zählen diese einfachen Kombinationen:
  • Grüne Gurke, Avocado, Blattsalat und Mineralwasser
  • Mango, Spinat und Mineralwasser
  • Apfel, Banane, Blattsalat und Mineralwasser
Smoothie-Fans perfektionieren ihre Kunst des Kombinierens Schritt für Schritt. Wenige aber erstklassige Früchte und Gemüseblätter führen zum schnellen Erfolg und zu garantiertem Gelingen. Wenn die Leidenschaft zum selbst gemachten Vitaminkick voll entfacht ist und das Handwerk stimmt, kann unbegrenzt experimentiert und kombiniert werden. Der Clou der bunten Vitaldrinks aus eigener Herstellung liegt in deren Frische. Daher sind Smoothies für den sofortigen Verzehr gedacht. Obst und Gemüse verlieren durch das Zerkleinern einen Teil ihrer gesunden Inhaltsstoffe. Dieser Vorgang beschleunigt sich bei Kontakt mit Sauerstoff und langer Aufbewahrung. Daher lautet das Motto: Mixen und genießen!

Wie sieht es mit gekauften Frucht- und Gemüse Smoothies aus?

Beim Kauf an einer der zahlreichen Saftbars stehen die Chancen für einen qualitativ hochwertigen Vitaminkick to-go sehr gut. Der Gesundheitsprofi jenseits des Tresens wird mit etwas Glück den Drink frisch zubereiten. Verwendet er dabei erstklassige Zutaten, erklimmt dieser gesunde Cocktail bei umgehenden Verzehr allerhöchsten Vitalstoffgewinn. Daher lohnt es sich durchaus, nach einem Smoothie-Hersteller des Vertrauens Ausschau zu halten. Natürlich müssen neben den Zutaten auch die Herstellungsweise und die Hygienebedingungen stimmen. Eine bereits gemixte, bunte Smoothie-Galerie sieht zwar schön aus, ist aber nicht im optimalen Frischzustand. Gegenüber der Ware im Supermarkt ist der Kauf in der Saftbar dennoch die bessere Wahl. Fertigprodukte beinhalten in den meisten Fällen Konservierungsstoffe, Zuckerzusätze sowie sonstige Farb- und Zusatzstoffe. Nur wenige Produkte aus der Smoothie-Kategorie sind gänzlich davon frei. Ein weiterer, wichtiger Aspekt ist das Mischungsverhältnis von Saft zu Püree. Die beim frisch zubereiteten Vitaminkick mühelos zu erreichende Menge an Pflanzen- und Ballaststoffen, wird bei den Fertigprodukten kaum erreicht. Damit ist das gekaufte Produkt zwar ein winziger Durstlöscher mit gesunden Anteilen, aber er hat keinen ausreichenden Sättigungseffekt. Hinzu kommt, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis einem Vergleich mit frischem Obst und Gemüse nicht standhält. Wer die Smoothie-Verführer langfristig in seine Ernährung integriert, liegt mit der Eigenproduktion richtig. Mit etwas Routine hält sich der tatsächliche Aufwand in Grenzen und das Endprodukt überzeugt mit Frische und Qualität.
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