Schleimbeutelentzündungen im Ellenbogengelenk werden auch „students elbow“ genannt – häufig entstehen sie nämlich durch mechanische Reizungen, wie etwa das lange Aufstützen der Ellbogen bei Schreibtischarbeit. Allerdings sind nicht nur Studenten von der Krankheit betroffen, sondern oftmals auch TennisspielerInnen, Reinigungskräfte oder FliesenlegerInnen. Schuld ist die Überlastung des Schleimbeutels durch wiederkehrende Bewegungsabläufe. Bei richtiger Behandlung sind die Heilungschancen aber als sehr gut einzustufen.

Entstehung einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogengelenk

Schleimbeutel finden sich im Körper an besonders beanspruchten Stellen und ermöglichen dort einen reibungslosen Bewegungsablauf. Sie fungieren im Bereich der Gelenke, mit ihrer Gleitschicht als Dämpfer, zwischen harten und weichen Körperbausteinen. Kommt es nun zu einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogengelenk (Bursitis), ist diese meist auf eine Drucküberlastung zurückzuführen. Diese kann durch immer gleiche Bewegungsabläufe bei der Arbeit oder beim Sport entstehen. Auch durch äußere mechanische Einwirkung, also zum Beispiel durch einen starken Schlag oder einen Sturz, kann sich der Schleimbeutel entzünden. Ebenso ist es möglich, dass durch eine Verletzung Bakterien ins Gewebe eindringen und diese Infektion, eine Schleimbeutelentzündung im Ellenbogengelenk, auslöst.

Typische Symptome einer Schleimbeutelentzündung:
• starke Schwellung des betroffenen Schleimbeutels (fühlt sich prall an)
• starke Schmerzen im betroffenen Gelenk, vor allem bei Druck
Rötung und Hitze im Bereich des erkrankten Schleimbeutels
• eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Gelenks

Schleimbeutelentzündung im Ellenbogengelenk richtig behandeln

Bei einer akuten Schleimbeutelentzündung ist es wichtig, das betroffene Gelenk ruhigzustellen und keinen weiteren Belastungen auszusetzen. Angenehm kann das Kühlen der betroffenen Stelle sein, entweder mit Cold Packs oder auch mit kühlenden Salben. Schmerz- und entzündungsstillende Medikamente unterstützen die Heilung. Ist eine bakterielle Infektion Schuld, an der Schleimbeutelentzündung im Ellenbogengelenk, wird der Arzt den Schleimbeutel mit einem Schnitt öffnen und durch eine Drainage die infizierte Flüssigkeit ableiten. Dazu verordnet er meist Antibiotika. Wird eine Schleimbeutelentzündung chronisch, kann eine Operation nötig werden.
Während der Erkrankung sollte das Gelenk unbedingt geschont und nicht unnötig beansprucht werden. Um einer erneuten Entzündung vorzubeugen, sollten Risikopatienten durch spezielle Übungen ihre Muskeln und Gelenke stärken und Gelenkschoner benutzen.

Risiko einer Schleimbeutelentzündung im Ellenbogengelenk

Wird eine akute Bursitis schnell und adäquat behandelt, heilt sie meist ohne Probleme innerhalb einiger Wochen aus. Bei wiederkehrenden Belastungen können die Entzündungen jedoch gehäuft auftreten oder auch chronisch werden. In sehr seltenen Fällen kann die Erkrankung in umliegendes Gewebe übergreifen. 

 

 

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